Wer reißt denn mal bitte den Olga Dom ein?

Heute waren wir mal wieder in der Olga. Die Kinder wollten unbedingt dort auf den Wasserspielplatz. Vater sah sich derweil ein wenig um und dokumentierte den allgemeinen Zustand der Olga und die Zerstörung des “Garten Doms”. Das Thema wird allerdings inzwischen ziemlich langweilig, weil das Ergebnis jedes Jahr das gleiche ist.

Um es kurz zu machen: Der Olga-Park ist mehr oder weniger genau so heruntergekommen wie fast alle großen unbewachten öffentlichen Plätze. Die überwiegend miserablen Graffiti kann man auf fast allen Gebäuden, Gegenständen und besonders dem Schwarzen Tor bewundern.

graffiti1

Dreck und Speck überall. Leere Flaschen von der letzten Nacht. Schlimmer noch: gesplitterte Flaschenreste auf dem Spielplatz, die man erst mal mühsam abpflücken muss. Vielen Dank, liebe Spinner!

splitters

Zu allem Überfluss gibt es da noch den seit Jahren organisch verwachsenen und heruntergekommenen Olga Dom und seine umliegenden Gebäudereste.

olgadefekt

Es ist zum Erbrechen, wenn man vor dem Gebäude steht und das Ausmaß der Zerstörung sieht. Man kann es fast gar nicht in Worte fassen. Wenn der Garten Dom noch ein wenig versteckt liegen und in Ruhe und Vergessenheit vor sich hingammeln würde, könnte man ihn als Lost Place bezeichnen. Aber er liegt nun einmal ziemlich öffentlich und begehbar und vor allen Dingen von jedem besehbar. Das wirklich wirklich schlimme an der Sache ist aber, dass das Gebäude richtig gefährlich ist. Die “Fensterscheiben” machen jedem Horrorfilm Ehre. Man spürt schon praktisch von weitem, dass die riesigen Splitter jede Sekunde abbrechen und auf den Boden oder wahlweise in die Schädelplatte knallen können. Hier muss dringend etwas unternommen werden! Es ist völlig unglaublich, dass diese Ruine seit Jahren in einem öffentlich begehbaren Park steht. Mein Vorschlag wäre, das gesamte Gebäude mit ein paar Kilo Dynamit dem Erdboden gleichzumachen. Ein paar Tonnen Erde darüber, Grassamen streuen und hoffen, dass sich bald niemand mehr an diese Scheiße erinnert. Fertig ist die Laube. Kann doch nicht so schwer sein?

Eine Antwort auf „Wer reißt denn mal bitte den Olga Dom ein?“

  1. Hmm…was genau soll der Olga Dom eigentlich sein.
    Wieso wurde er gebaut?
    Und wieso oxidiert er da sinnlos in der gegend herum?

    Das ding nutzen? wozu?
    Pflegen? kostet geld!
    Abreissen kostet geld und ist meist nicht ohne Genehmigung zu machen, die irgend ein Mensch mal beantragen müsste.

    Dazu müsste aber irgend ein —ähhhhhhh… schläfer …. 🙂 geweckt werden, damit er auf die idee kommt.

    Selbst absperren kostet geld.
    Reagiert wird erst, wenn es das erste Unfallopfer gab. Ich persönlich hoffe ja, das einer der Verantwortlichen das Opfer wird. Aber dazu müsste die ihre Allerwertesten aus dem vollklimatisierten Büro bewegen und dabei das Gehirn einschalten.

    Wunschdenken. Ich hoffe nur das keine Kinder drunter leiden müssen, sonst müsste man dem schuldigen das Hirn aus dem Kopf prügeln… mit einem Löffel.

    in diesem sinne

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