Weihnachtspost und Vonderort

Jedes Jahr mache ich mich kurz vor Weihnachten auf und verteile meine Weihnachtspost persönlich an ein paar gute Freunde in Oberhausen. So auch letzten Sonntag.
Auffer Bottroper Straße dann schon das Chaos: Nix ging mehr. Die Osterfelder Straße staute sich bis hierher. Verkaufsoffener Sonntag im Centro und jegliche Mobilität bewegt sich am Rande des Wahnsinns.

Irgendwie habe ich den Weg dann doch durch den Stau gefunden und bin entnervt nach Vonderort gefahren (obwohl das gar nicht mein Ziel war).
Dort bin ich ausgestiegen, nach unten in den Südteil gelaufen und plötzlich war dort helles Licht, Engelsstimmen zwitscherten in mein Ohr und Regenbogen-Einhörner sprangen freudig umher.

Nun ja, ganz so phantastisch romantisch war es dann nicht. Aber annähernd. Die Sonne kam ein wenig heraus, die Temperatur war annehmbar. Es spielten Kinder auf dem Spielplatz. Spaziergänger spazierten umher. Mir kam ein kicherndes Liebespärchen entgegen. Und tatsächlich bespielten ein paar Leute die Tischtennisplatten!

So etwas habe ich schon sehr lange nicht mehr in Vonderort gesehen. Ich hatte in den letzten Jahren immer mehr den Eindruck, dass Vonderort von der Bevölkerung nicht mehr angenommen wird. Aber an diesem Tag war das wohl anders. Für mich war das ein tolles Gefühl. Wie einige vermutlich inzwischen alle Besucher dieses Blogs wissen, bin ich in Vonderort praktisch groß geworden. Ich fand’s daher so richtig toll, dass Vonderort an diesem Tag ein bisschen als Erholungsort genutzt wurde.

Gut, über den Nordteil rede ich nicht mehr, der ist völlig in den Binsen und ärgerlich im Arsch. Und auch der Südteil ist mittlerweile völlig ohne Attraktionen. Minigolf und Bude gibt’s schon lange nicht mehr und seitdem der Bootsverleih abgefackelt ist, wirkt Vonderort wie eine sterile Wiese mit manchmal Trödelmarkt drum herum. Aber egal, ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass Vonderort noch einmal richtig schön hergerichtet wird. Ich arbeite daran 🙂

Apropos “Arsch”: Dieser hat jetzt auch offiziell ein Problem. Inoffiziell waren die Klos im Südteil nie wirklich besuchbar (außer mal an besagten Trödeltagen). Und nun:

klo1

klo2

Und “Hana” wird es vielleicht gefreut haben. So richtig ins Ambiente passt die Gfx nicht. Immerhin schön bunt:

4hana In der Winterpause sah es am Bootsverleih immer so aus. Aber nun wird die Winterpause wohl für immer bestehen:

immer_winterpause

Wenn weg, dann weg:

weg_wegDa war’s noch da, aber schon kaputt:

still

Den Bootsverleih habe ich in früheren Jahren intensiv genutzt. Vermutlich bin ich mit dem abgefackelten Boot dort oben schon mehrere Kilometer über den See geschippert. Aber eigentlich war ich eher der Paddler. Sehr oft durfte ich kostenlos fahren, „man hatte so seine Beziehungen“ 😉

Aber hej! es gibt auch noch schöne Sachen in Vonderort:

schoeoen

Wird fortgesetzt. Mit Sicherheit 🙂

Eine Antwort auf „Weihnachtspost und Vonderort“

  1. He, ich bin Nürnberger Strasse aufgewachsen. Jetzt wohne ich zwar immer noch in Oberhausen ,aber im Revierpark bin ich seit fast 4o Jahren nicht wieder gewesen. Dieses Waldstück kannte ich auch mehr als Stadtwald und dort wo jetzt das Schwimmbad ist war früher eine Müllkippe. Manchmal sind wir rüber maschiert und haben Schätze gesucht , aber nie gefunden 😉
    Manchmal schaue ich auf Google Earth wie es jetzt in der Gegend ist. Diese Ecke erkenne ich kaum wieder.

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