Same procedure…

Und wieder ist ein alteingesessenes Geschäft von uns gegangen: Fisch Schmitz.

Ich oute mich hiermit als exzessiven Fischesser. Ich esse Fisch in allen Variationen, in allen möglichen Darreichungsformen und tausenden Gouts (Surströmming mal ausgenommen). Um so trauriger bin ich über das Ende von Fisch Schmitz.

Gut, ich habe als Kind auch vor den Aquarien mit lebenden Weihnachtskarpfen gestanden. Draußen, in der bitteren Kälte. Und ich habe Rotz und Wasser geheult, weil ich die armen Karpfen doch alle retten wollte und denen ist bestimmt kalt und die Aquarien sind so eng und, und, und …

Und dann waren da noch die samstäglichen Gulaschkanonen mit  Erbsensuppe und so. Ich habe mich als kleines Blag immer gefragt, warum man das denn eine Kanone nennt. Aber es hat gedampft und lecker nach Suppe und brennendem Holz gerochen, oftmals die halbe Marktstraße lang. Wenn man längere Zeit neben der Kanone gestanden hatte, ist der ganze Qualm tief in die Klamotten gezogen und man hat noch bis nach Hause nach Grillkohle gerochen.

Nun ist vorbei. Ein paar letzte Zeilen hat Hans Schmitz noch geschrieben und vor den Laden gestellt:

fischschmitz

Das Plakat wirkt auf viele Leute vielleicht ein wenig lieblos. Ich glaube aber, der Mensch war wirklich traurig, als er die Zeilen verfasst hat.

Macht’s gut und danke für den Fisch! Smiley

Eine Antwort auf „Same procedure…“

  1. Hallo
    Vor 2 Jahren habe ich dort noch mit meiner Mutter (die früher in der Marktstrasse wohnte) gegessen und
    sie hat sich mit Hr. Schmitz über die alten Zeiten unterhalten. So ist nun mal der Lauf der Dinge, Schade.

    Gruß Ingolf

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