Hommage an die Emscher

Vielleicht bin ich irre, aber wenn ich Entspannung brauche, gehe ich zur nächsten Emscherbrücke und schau‘ hinunter in den Emscherfluss.

Ehrlich, das ruhige und monotone Gedümpel kann sehr entspannend wirken. Manchmal hat man Glück und man findet eine Stelle, wo es gluckert und rauscht. Oder man findet eine Stelle, wo eine Untiefe ist (oder ein versenktes Autowrack) und die Wellen brechen sich leicht auf der Oberfläche.

Man kann die Zeit vergessen, wenn die Dinge so unter einem daherziehen. Man wird nicht oft „anrüchige“ Dinge entdecken, wie viele Leute denken. „Organische Abfälle“, die auf der Oberfläche schwimmen gibt es so gut wie gar nicht. Meist sind es Toilettenartikel, die dort durch das Wasser schweben, hinuntergezogen werden und ein paar Meter weiter wieder auftauchen. Aber es gibt auch viele andere Dinge zu beobachten: nach einem Regenguss sieht man z. B. viele Blätter, Äste und Dinge, die sonst noch so an den Straßenrändern gelegen haben. Manchmal entdeckt man auch größere Gegenstände: Schuhe, Styropor, Stoffreste etc.

Wie auch immer, wenn die Emscher nicht so schnurgerade wäre und das Wasser etwas klarer, könnte man meinen, man hat einen ganz normalen Fluss unter sich. So aber wird man immer wieder an die Bedeutung der Emscher erinnert: ein Riesenklo für zig Menschen.

Ich würde nicht sagen, dass ich die Emscher liebe. Aber ich hab sie gern, sie ist fast ein Kumpel, dem man alles erzählen kann 😉 (Ok, ich bin irre…)

Ein paar Schnappschussbilderchen der Emscher im Laufe der Jahreszeiten gibt es hier:
http://www.ulrich-huhn.de und dort unter
http://www.ulrich-huhn.de/oberhausen/fotos/70emscher/index1.html

Weg-War-WiKi

Harhar, ich weiß zwar nicht, wie ich auf diese Überschrift gekommen bin, aber sie klingt gut.
Wie vielleicht einige schon bemerkt haben, ist das Oberhausener Anekdoten WiKi wieder von meiner Homepage verschwunden. Wenige Mikrosekunden später erreichte mich schon die erste E-Mail, warum denn das tolle WiKi verschwunden sei. Tja, leider ein paar Mikrosekunden zu spät 😉 Könnt ihr euch das nicht früher überlegen?

Verlaufen…

Obwohl es mir ziemlich peinlich ist, das zuzugeben, aber ich habe mich heute zum ersten Mal in meinem Leben in Oberhausen verlaufen. Und das kam so:
Startpunkt meiner heutigen Tour war das Stadion Niederrhein. Da ich natürlich immer dort hinstolpere, wo mich mein Hund („Rüde?“) hinzerrt, waren wir flugs im Grafenbusch, dann in Eisenheim, dann in einer verlassenen Gegend, die man durch einen kleinen Weg erreichen kann (zurück in Richtung Stadion). Dort erreichten wir schnell die Emscher und dann… tja… irgendwie wurde das immer urwüchsiger und strauchiger. Der Weg wurde schmaler und undefinierbarer und es hatte den Anschein, dass hier zum letzten Mal jemand im Jahr 1978 hergelaufen sein musste. Schließlich und endlich waren wir in einer Sackgasse. Eingekeilt von Autobahn, Emscher und Eisenbahnschienen. Nichts ging mehr. Vorwärts war kein Durchkommen, rückwärts wäre mir peinlich gewesen. Also doch lieber noch ein Stück vorwäts. Ein paar Minuten lang. Dann war Schluss. Jetzt ging wirklich nichts mehr. Da „rückwärts“ aus meiner Sicht immer noch hochnotpeinlich gewesen wäre, schlugen wir uns kreuz und quer „leicht rückwärts“ durch unwegsames Gelände. Verdammt, diese schön aussehenden Sträucher können ganz schön fies wehtun. Selbst jetzt im Frühjahr. Aber es half ja nix.
Endlich erreichten wir wieder so etwas wie einen imaginären Trampelpfad. Wir stellten uns also vor, dass das ganz bestimmt ein Trampelpfad sei, der uns bald wieder in die Zivilisation zurückführen würde. Pusteblume! Wir waren dann schließlich auf einer Art Lichtung. Weit entfernt konnte man die Autobahn rauschen hören. Über uns kreisten Vögel (Bussarde? Habichte? Weißkopfadler? Oder schon die wartenden Aasgeier?) Wir legten eine Pause ein.
Irgendwie war es hier auch schön.
Immerhin sind wir in einer Großstadt und gerade eben pulsierten noch Autobahn und Abwasser direkt neben uns. Und jetzt waren wir hier in einer fast urzeitlichen Umgebung. Ich musste grinsen und dann lachen: ich wusste nicht mehr, in welche Richtung wir gehen sollten. Ich hatte mich tatsächlich verlaufen. Gerade im Moment war es auch egal. Es war ja schön hier. Wir setzten uns und guckten den Vögeln zu. Das ging eine Weile so, bis ich mich dann entschloss, den Weg „zurück“ einzuschlagen. Ja, ich geb’s zu: wir sind den Weg zurückgegangen, weil ich keinen anderen Rat mehr wusste. Ok, man kann es auch „verlaufen“ nennen…
MEINE GÜTE, JA: ICH HABE MICH VERLAUFEN!!! JA UND??!
Nach einer Viertelstunde erkannte ich dann die Gegend und die Welt hatte uns wieder. Ich werde aber auf jeden Fall noch einmal dorthin zurückkehren. So wenig Menschen und so viel Ruhe wie dort gibt es wahrscheinlich nirgendwo in Oberhausen.
Und so hat jedes Ding auch zwei Seiten (Klingelingeling! Ein Euro für’s Phrasenschwein.)
Danke, nächstes Posting bitte…

Quartett

Jeden Tag das gleiche Spiel: man kommt von der Arbeit zum Auto zurück und findet an irgend einer Stelle hängend ein Zettelchen.
Nein, früher waren das Zettelchen, heute sind es hochwertig anmutende, laminierte, einigermaßen nett designte (schreibt man das so?) Karten.
„Möchten sie Ihre Auto verkaufen?“ steht dort meistens als erster Satz. Und nein, ich habe mich jetzt nicht verschrieben. Es folgen dann Formulierungen wie „egal, wie viel Kilometer“ oder „auch schrottreif ohne TÜV/AU“ oder „rufe sofort zurück“ und „zahle Höchstpreise, hole ab“.
Erstaunlicherweise sind die Zettel nicht von einem einzigen „Autoaufkaufer“ sondern jeden Tag von einem anderen. Mittlerweile stapeln die sich bei mir auf dem Armaturenbrett.
Ich wusste gar nicht, dass meine Karre schon so schrottreif aussieht, dass mitleidige Zeitgenossen die unbedingt haben möchten. Ich könnte natürlich hingehen und die Aufkaufer gegeneinander ausspielen: „Hören Sie mal…, Ihr Mitbewerber XYZ zahlt mir aber 100 Euro mehr für mein Gefährt, ausserdem holt er es ab, gibt mir einen Kaffee aus und wir reden über alte Zeiten.“
Nun ja, ich bin mal gespannt, wann ich so viele Karten zusammenhabe, dass ich damit Quartett spielen kann:

„Tausche zwei ‚Höchstpreis‚ gegen ein ‚Bonus: neues Fahrrad gratis‚“.

Passwortvergesser

Die Manie der sicheren Passwörter zwingt mich dazu, komplizierte Buchstabenkombinationen zu nutzen, deren Sicherheitsgrad erst nach ungefähr 47 Zeichen in den grünen Bereich gerät.
Aber natürlich gehöre ich auch zu den Menschen, die ihre Passwörter ständig vergessen, weil man sich solche Kombinationen partout nicht merken kann.
So vergaß ich denn auch das Passwort zu einem Downloaddienst und wollte es reaktivieren (bzw. neu anfordern, „reaktivieren“ ist ja eine Sicherheitslücke.)
Gesagt, getan. E-Mail Adresse eingetippt und dann das lästige Captcha eingegeben.
Tja, war wohl nix. Ich hätte mir das alles mal durchlesen sollen. Unter dem Captcha stand nämlich „Auf diesem Bild sind 8 Zeichen zu erkennen.“
8 Zeichen??? 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7… Da sind nur 7 Zeichen!
Captcha neu angefordert. „Auf diesem Bild sind 8 Zeichen zu erkennen.“ Kurz durchgezählt, ich komme nur auf 7. Ist mein Bildschirm zu kurz?
Liebe Leute, sind das lateinische Buchstaben und Ziffern oder zählt kyrillisch nun auch dazu?
Dies ging dann eine Zeit erfolglos weiter, bis ich mich entschloss, das akustische Captcha zu benutzen. Eine Computerstimme (oder war das ein Mann mit Husten, Schnupfen, Heiserkeit und sonstigen Irritationen auf den Stimmbändern?) stammelte einzelne Ziffern aus dem Lautsprecher. Im Hintergrund war übertönendes Call-Center-Gerede zu hören.
Ziffern abgetippt und … nix! Falsch gehört. Nochmal. Nix. Falsch. Nochmal. Nix. Falsch. Nochmal. Zack! Jetzt ging es!!! E-Mail abgerufen, neues Passwort gesetzt (bis der Balken grün wurde). Bestätigt.
Ich hätte mir das Passwort besser merken sollen, denn als ich es kurz darauf eingeben wollte, hatte ich es schon wieder vergessen (oder falsch geschrieben?). Ehrlich… ich hatte keine Lust mehr.
Nach ein paar weiteren Versuchen konnte ich dann endlich das machen, was ich vor 15 Minuten begonnen hatte: einen Download starten, den man nur mit Einloggen starten konnte. Der Download erwies sich übrigens als so doof, dass ich ihn nach kurzem Ausprobieren wieder gelöscht habe.
Was lehrt uns das?
  1. Passwörter sollten nur aus einem Zeichen bestehen, am besten aus einer stinknormalen „1“.
  2. Ich bin nicht nur blind, sondern auch taub.
  3. Captchas können bald nicht mehr von Menschen entziffert werden, sondern am besten nur noch von Maschinen.

Nun denn,

der Uli.

„Rüde?“

Wenn man so mit einem Hund durch die Gegend läuft und andere Leute mit Hund kommen einem entgegen, schallt es des öfteren schon aus sicherer Entfernung zu: „RÜDE?!?“. Die rufende Person hält dann schon mal die Leine extra kurz und zieht den Liebling zu sich heran, bereit, ihn im nächsten Moment mittels Leinen-Aufrollautomatik an die schützende Brust zu ziehen und schreiend davon zu rennen. (Übrigens sind die rufenden Personen meist ältere Damen mit Pudel, aber das nur nebenbei.)
Die passende Antwort von mir wäre dann eigentlich „Ja, ein Rüde. Seien Sie vorsichtig mit Ihrem Liebling, ich kann nicht einschätzen, ob mein Hund mir gehorcht und artig an Ihrer Hündin vorbeigeht ohne in Exstase auszubrechen.“
Das sage ich aber nicht. Mögliche Antworten von mir, die dann in meinem Kopf herumschwirren, wären auch die folgenden.

  • „Rüde?“ – „Nein, mein Hund ist nicht rüde, er ist lieb, aber manchmal verbeißt er sich auch in den Nacken anderer Hunde.“
  • „Rüde?“ – „Nein, das längliche Ding unter seinem Bauch ist ein Wurmfortsatz.“
  • „Rüde?“ – „Nein, das ist ein Wollschwein ohne Ambitionen auf Bastardbildung. Gehen Sie ruhig und gesittet an mir vorbei.“
  • „Rüde?“ – „Ja und ziemlich spitz auf deine Töle! Wärst du das nicht auch, wenn du nichts anhättest?“
  • „Rüde?“ – „Ja oder glauben Sie, ich laufe mit einer Hündin herum und muss dann ständig fragen ‚Rüde?'“ (Mein Lieblingsgedanke!)
  • „Rüde?“ – „Nö, Weibchen. Und ich glaube, die ist lesbisch.“
  • „Rüde?“ – „Meinen Sie mich oder den Rüden zu meiner Seite?“
  • „Rüde?“ – „Ja, gääähn, … bin ich. Ich habe nicht viel geschlafen heute Nacht.“
  • „Rüde?“ – „Hündin?“ – „Ja.“ – „Gut, Haben Sie Bock auf Welpen?“
  • „Rüde?“ – etc.
Meist sage ich aber einfach nur „Ja.“ und zerre meinen Hund weiter. Ich habe keine Lust auf Diskussionen über das Für und Wider von Begattungen zwischen zwei Hunderassen oder Geschichten von früheren Orgien die nur noch mittels Wasserschlauch beendet werden konnten. Manchmal frage ich mich, ob mein Hund wirklich das tun möchte, was die Besitzer der Hündin sofort im Kopf haben oder ob er nicht einfach mal mit der Hündin ’nen Kaffee trinken gehen möchte. Und warum scheint es mir, dass mein Hund der einzige Rüde weit und breit ist???
Am besten, ich hänge meinem Rüden (ja, er ist ein Rüde!) ein großes Schild um den Hals: „Ich bin ein Rüde.“ Als kleinen Zusatz dann noch: „Es liegt in meiner Natur, dass ich Hündinnen beschnüffle und manchmal große Lust auf Fortpflanzung habe. Aber gehen Sie nicht davon aus, dass ich immer alles begatte, was mir über den Weg läuft. Ich bin wählerisch und manchmal habe ich auch Kopfschmerzen. Für eine Schutzgebühr von 20 Euro verbringe ich aber gerne mal eine Nacht mit Ihrer Hündin.“
Habe ich das Thema jetzt endlich mal geklärt?
Ja? … Danke!

So long,

der Uli.

Hin und her.

Vor oder zurück? Was denn nun? Ist das heute Nacht wieder die einfache Sache und ich muss bloß einmal den Taster an der Uhr drücken oder ist das wieder die Sache mit dem „ich drücke 23 mal den Taster um die Uhrzeit einzustellen und dann rutsche ich beim 23. Mal unglücklich ab und habe effektiv 25 mal gedrückt und muss das Ganze von vorne beginnen um dann festzustellen dass ich eigentlich nur die Weckzeit und nicht die Uhrzeit eingestellt habe“-Phänomen?
Meine Funkuhr (ich hoffe das ist eine) sagt mir, dass wir jetzt eine Stunde später als vorhin haben.
Ist jetzt eigentlich wieder Normalzeit? Braucht man jetzt eine Stunde länger (kürzer) , um in die USA zu fliegen? Und dauert der Jetlag jetzt kürzer (länger) an?
Sinken jetzt die Energiepreise durch die gesparte Energie? Oder steigen sie, weil jetzt eigentlich dunkler ist als gestern? Oder heller? Ist gerade später als gestern?
Ich finde das ganze Gelumpse mit den Uhren ziemlich Banane. Es wundert mich, dass der Einzelhandel die 9. Jahreszeit „Uhrumstellung“ noch nicht ins Repertoire aufgenommen hat (nach Sommerschlussverkauf, Winterschlussverkauf, Herbst-Vor-Winteranfangsverkauf, Frühlingserwachenverkauf, Weihnachts-/Oster-/Pfingst-/Muttertags-Verkauf etc.)
Eine Uhr muss ich nicht umstellen: die im Auto. Die läuft schon seit Ewigkeiten immer mit der gleichen Uhrzeit. So ungefähr weiß ich ja doch schon, welche Uhrzeit wir haben, mich interessieren also nur die Minuten. Und falls ich doch die Stunden brauche, muss ich herunterrechnen (oder hinauf???). Es würde mich komplett verwirren, wenn diese Uhr jetzt zu allen Jahreszeiten die richtige Zeit anzeigen würde.
Witzigerweise ist mir gerade aufgefallen, dass die Uhrzeit auf meinem Laptop nicht automatisch umgestellt wurde. Des Brezels Lösung: der läuft anscheinend schon die ganze Zeit mit einem falschen Monat!!! Wenn mich ein ganzer Monat nicht interessiert, was interessieren mich dann eigentlich 60 Minuten?
Ein Mann mit zwei Uhren ist übrigens nie glücklich: er weiß nicht, welche Uhrzeit die richtige ist.

Ich denke mal drüber nach, wenn ich Zeit habe…

der Uli.

Aufdatum

(Wie lautet eigentlich die Übersetzung von „Update“?)
Well, … meine kleine Homepage hat ein winziges Update erfahren. Nicht besonders spannend. Aber ich wollte wenigstens mal sagen, dass ich noch eifrig dabei bin (gähn.)
Daneben gibt es nun auch ein Oberhausener Anekdoten WiKi auf einer eigenen Seite. Wie immer, erwarte ich so ca. null bis noch weniger Resonanz darauf. Zur Zeit sieht die Seite auch recht baustellenlastig aus. Für mich persönlich ist das eigentlich nur ein Sammelbecken für die unzähligen kleinen Dinge, die ich im Laufe der Zeit immer mal wieder über Oberhausen erfahre. Schön ist auch, dass man an jedem Ort der Welt die Seite bearbeiten kann. Das ist prima, wenn ich mal wieder auf Hawaii überwintere…
Jedenfalls, erwarte nicht zu viel von der Seite. Es ist nur ein Testballon.
Und Ballons können bekanntlich schnell platzen 🙂

Meine Alte.

(Insider: Gerd wird sich nun kaputtlachen. Aber hey, meine Alte hat ein Zehntel gekostet. NEU!!!)

Jedenfalls. Zu Ostern gab es dann auch etwas für mich. Und zwar neue Akkus. Jawohl. Und ich habe mich sehr darüber gefreut. Es gibt nichts schlimmeres als Akkus, die im entscheidenden Moment den Geist aushauchen. Besonders, wenn man gerade in dieser Sekunde das Motiv seines Lebens (naja) vor sich hat und das Objektiv fährt mit einem leisen Surren ein, weil die Akkutanten denken, dass sie nun leer sind.
Diese Akkus sind nun das Teuerste an meiner Kamera. Die Kamera nennt sich Casio EX-Z10 und ist ein paar Jährchen alt. Was hat sie nicht schon alles mitgemacht!
Ihre erste Erfahrungen mit einem Fahrrad machte sie, als ich in hohem Bogen vom selbigen geflogen bin und das Gehäuse der Casio eine massive Delle bekam. Das war eigentlich keine Delle mehr, sondern eher eine Verbiegung des gesamten Gehäuses.
Als nächstes folgten dann mehrere Stürze aus unterschiedlichen Höhen.
Zwischenzeitlich hat der optische Sucher seinen Geist aufgegeben (ist wohl abgefallen irgendwann).
Die Minitasten auf der Rückseite lassen sich nur noch mit ein paar Atü drücken (wobei es eigentlich egal ist: ein SMD-Taster ist eh defekt, die anderen übernehmen die Funktion der anderen. Will sagen: man drückt z. B. „DISPLAY“ und anscheinend wird stattdessen z. B. intern der Knopf für „SELBSTAUSLÖSER“ gedrückt. Mit ein bisschen Übung und Glück hat man das System aber schnell raus.)
Durch das ständige Auf- und Zuschrauben fehlen nun ein paar Schrauben (diese Minidinger, die man gerade eben mit einer geplätteten Stecknadel schrauben kann.)
Einige (alle) Scharniere an den Abdeckklappen sind ausgeleiert/nicht mehr vorhanden/funktionslos/total defekt.
Vorne am Objektiv war mal ein dekorativer Metallring, der ist mir irgendwann im Kaisergarten in das Reh-Gehege gekullert. Der war aber auch nicht wichtig, anscheinend.
Letztens hat der Hund auf die Verschlusslamellen gesabbert. Seitdem sind die entweder geöffnet (mit Schütteln) oder geschlossen (mit Schieben). Hundesabber ist übrigens recht verteilfreudig. Ich habe natürlich mal wieder die Kamera aufgeschraubt (nun fehlt schon wieder eine Schraube) und das Innenleben gereinigt. Das Innenleben besteht aus winzigen Dingen, die winzige Ameisen mit winzigen Lötkolben zusammengebastelt haben. Egal, einmal mit dem Tuch drüber und gut ist. Fließströme? Nix da! Alles solides SMD.
Regen und Schnee machen der Kamera anscheinend eh nix aus. Ich weiß nicht, wie oft ich schon bei strömendem Regen draußen stand (ach?) und Fotos gemacht habe. Die Kamera ist also mehrmals gründlich gewaschen worden.
Das Display ist natürlich noch und nöcher verkratzt. Ich habe Schutzfolie appliziert. Seitdem kann man zwar weniger erkennen aber die Kratzer sind virtuell nicht mehr vorhanden.
Das Gute ist: ich kann das Teil überall mit hinnehmen und Fotos machen. Ich brauche keine Angst haben, dass sie kaputtgeht und ich 1000 Euro verzwiebelt habe. Sie hat ihren Soll mehr als einmal erfüllt.
Was ich eigentlich sagen wollte: ich liebe meine Alte. Auch mit Kratzern, Macken und Knöpfen, die nicht mehr so funktionieren wie sie sollten.
Jawoll!
(Aber so eine Neue wäre auch nicht schlecht… 😉

Es schneet!

Weiße Ostern! Als hätte ich es gewusst, dass die Klimakatastrophe weiterrollt… Aber, ne, wir hatten schon mal weiße Ostern. Ist nur schon etwas länger her.

Der Schnee, der gerade fällt, scheint echter Schnee zu sein, kein „Industrieschnee“. Jedenfalls knirscht er hübsch unter den Schuhen und Schneebälle lassen sich auch wunderbar daraus formen.

Hier ein paar Impressionen:





Na denn: frohes Schippen und Salzstreuen!