Mal wieder Weihnachten…

Geschafft! Ich habe alle meine Geschenke zusammen.
Ich habe mich durch die Innenstadt gequält.
Ich habe Parkplätze gesucht.
Habe Dinge gekauft, die ich dann 2 Geschäfte weiter wesentlich günstiger gesehen habe.
Ich spielte mit dem Gedanken, am Samstag noch mal kurz im riesigen Einkaufszentrum (na, ihr wisst schon welches) vorbeizushoppen.
Ich ärgerte mich wie jedes Jahr darüber, dass ich nicht schon viel früher mit dem Geschenkerausch angefangen habe.
Ich fragte mich, warum wir uns eigentlich jedes Jahr schon Wochen vorher versprechen, dass dieses Jahr „nur im bescheidenen Rahmen gefeiert wird, OHNE viel Geschenke, nur eine kleine Aufmerksamkeit und vielleicht ‚was für Kinder“.
Und wie jedes Jahr sitze ich nun hier und bin glücklich, dass ich sie schon/noch alle beisammen habe (die Geschenke).
Es wird sich wahrscheinlich nie etwas daran ändern. Und vielleicht ist das auch gut so. Zum Jahresabschluss noch einmal ein bisschen Stress, damit man dann die letzten Tage (hoffentlich) in Ruhe verbringen kann.
Ich habe nicht viele Geschenke gekauft. Ich finde das alles inzwischen irgendwie doof. Aber ich habe mir Gedanken über die Geschenke gemacht. Worüber würde sich der Beschenkte am Allerallermeisten freuen? Und komischerweise sind das meistens nicht materielle Geschenke. Auch Zeit ist ein Geschenk. Oder ein Besuch. Oder ein Anruf. Und warum schenkt man das nur zu Weihnachten?

So denn, viel Freude an der gemeinsamen Zeit und ein paar wundervolle (ich meine das so, wie ich es schreibe) Momente zu Weihnachten,

wünscht euch der Uli.

Alles neu… Denkste!

Tja, da habe ich meinen Mund mal wieder zu voll genommen!
Monatelang habe ich ein Update meiner Homepage versprochen. Und was ist jetzt dabei herausgekommen? Nix. Nun ja, wenigstens ist die alte Seite wieder online.
Einige Leute haben mir immer wieder geschrieben, ich soll doch bitte wieder meine Seite reaktivieren. Da ich natürlich wieder etwas schönes (hoho!) ins Netz stellen wollte, habe ich mich mit einigen (allen verfügbaren?) Autorensystemen herumgeschlagen und alles ausprobiert. Aber ich werde alt. So neumodische Dinge sind nichts mehr für mich. Ich bin kläglich gescheitert. Keins von den Systemen wollte so, wie ich es gerne hätte. Also bleibe ich bei den Dingen, die ich beherrsche und mache das jetzt auf die alte Art. Per aspera ad astra oder so…
Ich verspreche nichts mehr, was ich halten kann. Versprochen 🙂

Warum ich meine Spiegelreflexkamera hasse.

Ok, „hassen“ ist vielleicht etwas hart ausgedrückt. Aber ich liebe sie auch nicht gerade. Ich erkläre nun, warum.
Ich war immer ein Gegner von DSLRs. Aber da man anscheinend in der heutigen Digitalfotografiewelt ohne DSLR keine guten Fotos mehr machen kann (so steht es in vielen Fachzeitschriften, ehrlich!), musste ich notgedrungen den Schritt hin zur DSLR machen, damit der Foto-Zug für mich nicht ganz abgefahren wäre. Gesagt, getan und nun bin ich unglücklicher Besitzer einer komplett ausgerüsteten DSLR, die ein Heidengeld gekostet hat. (Ich wollte es eigentlich nicht tun, denn ich weiß ja, dass auch die kleinen Dinge manchmal so unendlich wertvoll sein können, wenn man sie nur richtig zu schätzen weiß. Aber das ist ein anderes Thema.)
Jedenfalls schleppe ich jetzt einen Fuhrpark an Technik mit mir herum, wenn ich mal ein paar Fotos machen möchte. Objektive wechseln kann ganz schön nervig sein, besonders wenn man auf Schnappschüsse aus ist. Von dem regelmäßigen Dreck auf dem Sensor mal ganz zu schweigen. Gewiss sieht man mit einem riesigen Objektiv total profimäßig aus (hoppla, eigentlich meinte ich „proletenmäßig“), und die Fokussier- und Auslösezeiten sind bei einer DSLR natürlich traumhauft. Natürlich finde ich es gut, wenn die DSLR so herrliche mechanische Geräusche macht (wie bei einem echten Fotoreporter). Klar sind so viele, viele Megapixel auch ein total entscheidendes Kriterium für die Originalität eines Bildes (gähn!). Etc. Etc. Etc.
Und jetzt mal unter uns: eine DSLR ist nichts für mich. Die Bilder sind keinen Deut besser geworden (sieht man mal von Spielereien mit Tiefenschärfe ab). Die Motive sind wichtiger als der bunte Name der Marke auf dem breiten Kameratragegurt. Mehr Megapixel bedeutet höherer Aufwand bei Bearbeitung und Archivierung. Ein Objektiv, das mein gewünschtes Sichtspektrum abdeckt, kostet mehr als das Doppelte des Kamerabodys. Schnappschüsse (und am besten noch unauffällige) sind beinahe unmöglich geworden. Das alles kostet dann so viel wie ein gebrauchter Kleinwagen. Eine wahre Schande.
Sämtliche Kompaktkameras, die ich bisher hatte (recht viele von verschiedenen Herstellern), haben mindestens genau so gute Bilder gemacht. Oder nein, ich muss mich korrigieren: wenn die Bilder so weit bearbeitet sind, dass sie ausgegeben werden können (meist auf irgendeiner Homepage, die eh niemand beachtet), sieht man ihnen beinahe nicht mehr an, ob sie mit einer lausigen Kamera von 1999 gemacht wurden oder mit meinem Protz-Highend-Modell.
Das wollte ich einfach mal loswerden.
PS: wenn ich mit der DSLR Fotos machen gehe, gebe ich meiner Freundin meist noch meine Minikamera mit (Frauenmodell mit extra fluffigen Spaßfunktionen). Ich bin immer wieder erstaunt, dass das gleiche Motiv von beiden Kameras beinahe gleich gut abgelichtet wird. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich einfach nur ein schlechter, schlechter Fotograf bin? 🙂

Zurück

Guten Tag,

seit dem 1.9.2007 bin ich wieder offizieller Oberhauser.

Meine Homepage drömelt noch ein wenig in Ibbenbüren herum. Sie hat aber versprochen, in Kürze auch wieder hier zu sein.

Mal sehen, was kommt 😉

Gute Grüße,

der Uli.

BMX (Teil 2) und Arnold

BMX und „Arnold“? Ein Zusammenhang? Man wird sehen.
Nur ganz kurz: ich habe endlich mein BMX Rad. Und es ist einfach nur geil, damit durch die Steppe zu heizen. Bisher gibt es auch keine größeren Verletzungen. Und einen Helm habe ich natürlich auch nicht. Schön wäre es, wenn ich mein BMX endlich mal in Oberhausen ausprobieren könnte. Aber es trennen mich 150 Kilometer von Oberhausen.

Und was hat jetzt „Arnold“ damit zu tun? Nun ja, Arnolds bester Spruch ist immer noch „I’ll be back!“.

Ok, dann ratet mal schön 🙂

Mehr dazu hoffentlich in Kürze.

BMX!!!

Letztens fuhr ich an einem riesigen Fahrradgeschäft vorbei.

Irgendwie machte es für einen winzigen Moment Klick! in meinem Hirn, ich suchte mir einen Parkplatz und ging ins Geschäft.

Irgend etwas zog mich in die hintere Ecke. Dort angekommen wusste ich, was ich schon die ganzen Jahre vorher gesucht habe: BMX-Räder!

Dort standen sie nun, seltsam vertraut, und es war als würden sie mir zurufen: „Nimm mich und qüal‘ mich durch’s Gelände!“

So langsam kamen dann meine Erinnerungen wieder hoch. Es mag schon gut und gerne 20 Jahre her sein. Damals waren diese Dinger in Mode. Jeder coole Junge hatte eins und die wirklich, wirklich, WIRKLICH coolen Mädels hatten auch eins. BMX-Räder waren damals so cool wie ein stylishes MP4-Pod-Organizer-Mobilephone heute. Mit dem Unterschied, dass BMX-Räder nicht aus der Mode kamen und niemals kaputt gingen (Ausnahmen: siehe unten).

Es gab die Racer und Freestyler, wobei letztere natürlich die Könige der Ober-Coolsten waren. Freestyler konnten einen 360 Grad Salto von einem Hügel machen UND dabei zwischenduch mit der Hand an den Vorderreifen packen. Das alles natürlich mit ohne Helm. Helme waren doof. Ausserdem mussten die Felgen aus Plastik sein und das Vorderrad musste doppelt so breit sein wie das Hinterrad und Rücktritt war nur etwas für kleine Kinder. Schutzblech-Fahrer waren lächerlich, ebenso wie die armen Radler deren schönes BMX durch sinnlose Aufbauten wie eine Klingel oder eine Beleuchtungsanlage verunstaltet waren. Straßenverkehrstauglich waren die Dinger in ihrer Naturform natürlich nicht. Oder wenigstens waren sie nicht für den Straßenverkehr zugelassen. Nun ja…

BMX war einfach nur geil! Man konnte tun und lassen, was man wollte. Man konnte Neues ausprobieren, sich fürchterlich auf die Fresse legen, aufstehen, den Dreck abklopfen, die Gabel wieder richtig biegen und weiterfahren, als wäre nichts gewesen. Abends war man hundemüde und fiel mit dem Gedanken ins Bett, dass man morgen unbedingt mal am Treppengeländer des Rathauses grinden müsse…

Leider musste ich irgendwann meine BMX-Karriere aufgeben, weil meine Knie den ständigen Stress nicht mitmachten. Ausserdem shredderte ich unter widrigen Umständen öfters mal das ein oder andere Teil (sehr oft Schläuche, öfters mal die Gabel und ganz selten den kompletten Rahmen) und das ging schon ziemlich ins Geld.

Und nun stand ich dort. Und ich schaute mir diese BMX-Räder an. Der Sabber lief.

Ich dachte an die Schmerzen in meinen Knien zurück.

Ich dachte an den Fahrtwind, wenn man mit 200 Sachen einen Berg runterstrampelt.

Ich dachte an die vielen teuren Teile, die ich im meinem BMX-Leben geschrottet habe.

Ich dachte an das Gefühl, wenn man am Scheitelpunkt eines Sprunges ist und die Schwerelosigkeit für einen winzigen Augenblick gewinnt.

Ich dachte an die Momente zurück, wenn der schärfste Gegner einen Sprung unter anerkennenden Blicken der Kumpels vorlegt und ich den gleichen Sprung unter verstohlenem Gekicher der Kumpels versemmelt habe.

Ich dachte an die Kumpels zurück, die irgendwie doch alle eine große Familie waren, auch wenn der schärfste Gegner dabei war.

Eigentlich sollte man in meinem Alter keine groben Dummheiten mehr machen. Ich verließ daher das Geschäft, ohne mir ein BMX-Rad zu kaufen.

Zu Hause angekommen ersteigerte ich eins bei eBay… 🙂

Damals, der Jürgen…

Manchmal frage ich mich, ob das jetzt schon alles war.

Klar, in meinem Alter macht man sich schon mal häufiger Gedanken über den Sinn des Lebens. Aber letztlich komme ich dann zu dem Schluss, dass ich mir nicht den Kopf über den Sinn an sich zerbrechen sollte. Der Weg ist das Ziel, auch wenn das albern klingt.

In solchen lichten Momenten der Wahrheit (Wow, diesen Satz muss ich mir merken!) fällt mir Jürgen ein. Wie man bereits mehrfach auf meiner ehemaligen Homepage nachlesen musste, habe ich meine Kindheit in Vonderort verbracht und es an den dortigen Tischtennisplatten (aus Beton!) beinahe zum Tischtennisweltmeister gebracht. (Nun ja, sagen wir mal zum Beton-Tischtennisplatten-Weltmeister-Anwärter.) Das muss so um 1985 gewesen sein. Ich war also ca. 14 Jahre alt.

Eines Tages nun stand Jürgen dort. Jürgen war das, was man damals als Landstreicher bezeichnet hätte. Der heutige Begriff „Penner“ wäre für Jürgen unpassend gewesen. Er war so um die 40 Jahre alt und trug meistens einen Bundeswehrparka. Er fragte, ob er mal einmal mit mir Tischtennis spielen durfte. Meine Eltern hatten nichts dagegen, also durfte er und er konnte sogar recht gut spielen. In der folgenden Zeit kam er hin und wieder vorbei und wir lieferten uns ein paar aufsehenerregende Showkämpfe. Er war recht flink auf den Beinen und wuselte jedem Ball hinterher. Heute glaube ich, dass er mich sehr oft absichtlich hat gewinnen lassen. Er spielte in einer anderen Klasse als ich zu der Zeit.

Jürgen erzählte öfters von sich und aus seinem Leben. Er drängte uns die Geschichten nicht auf, und ich habe sie damals mehr oder weniger nur gehört aber nicht weiter verarbeitet. Jürgen war mal verheiratet, die Ehe ging in die Brüche, er musste ausziehen, etc. Am Ende hatte er nur noch einen Rucksack voller persönlicher Dinge und die Straße. Für viele wäre dies das Aus gewesen. Anscheinend aber nicht so für Jürgen. Er erzählte manches Mal so lebhaft von seinem jetzigen Leben, dass man glauben musste, er würde nie wieder mit seinem „alten“ Leben tauschen.
Nach einigen Monaten verschwand Jürgen wieder und wurde nie wieder gesehen. Er hat aber etwas zurückgelassen, das ich erst nach mehreren Jahren begriffen habe: der Weg zum Glücklichsein ist in dir selbst verborgen, du musst nur danach suchen und es begreifen, wenn du es gefunden hast.
Um zum Anfangspunkt zu kommen: war das jetzt alles? Oder sollte man sich die Frage erst stellen, wenn sich die letzte Sekunde des Lebens dem Ende zuneigt? Ich glaube, man sollte jeden Tag dankbar sein, dass das Bisherige hoffentlich nicht alles war. Und man sollte die kleinen Dinge des Lebens mehr schätzen, auch in der Rückschau. Jedes Ding hat bekanntlich zwei Seiten, die man nicht immer sofort erkennt.
Ach ja, fast hätte ich’s vergessen:
Danke, Jürgen!!!

Wo ist mein Spam?

Seit einiger Zeit frage ich mich doch wirklich, ob ich nicht mehr up-to-date bin!

Vor einigen Wochen war die Welt noch in Ordnung. Jeden Morgen das gleiche Spiel: ich rufe meine Mails ab und ordentlich in Reih und Glied marschiert die Spamparade vorbei an meinem Spamfilter in meinen Posteingang. Danach jedes Mal das gleiche Spiel: unter Zuhilfenahme meiner Brille (ja, ich bin kurzsichtig und dazu noch eitel) wird jede Mail auf Inhalt geprüft. Es reicht ja inzwischen nicht mehr, dass man sich am Betreff orientiert. Man muss die Mail wenigstens mal kurz lesen, damit man sich auch wirklich sicher ist, dass man da Spam löscht und nicht wirklich wichtige Dinge. Und danach jedes Mal das gleiche Spiel: der potenzielle Spam-Ordner muss noch auf Spammails und waren-doch-keine-Spammails durchforstet werden. Mein Spamfilter ist nämlich der Meinung, dass alle Auktions-Mails auch Spam sind. Doof, dass Ebay bei ihm auch dazu zählt, obwohl ich ihm schon öfters gesagt habe, dass er das bitte sein lassen soll. Und danach jedes Mal der gleiche Ärger: ausser ein paar Dutzend Spammails war keine einzige wichtige Mail dabei. Tja.

Aber seit ein paar Wochen ist die Welt nicht mehr in Ordnung. Es kommen einfach viel weniger Spammails. Aus lauter Verzweiflung habe ich auf meiner Homepage meine E-Mailadresse im Klartext(!) angegeben. Wo sieht man so etwas heutzutage noch? Aber es hilft alles nix. Ausser ein paar langweiligen (da immer dieselben) Spammails von verschiedenen Aktien-Tipps kommt nix mehr. Und ich habe schon meinen Spamfilter deaktiviert!

Woran liegt es? Bin ich nicht mehr „in“? Bin ich schon so alt, dass die Spammer mich nicht mehr als potenzielle Zielgruppe erachten? Noch nicht einmal mehr für Pillen für „das gewisse Etwas“? Oder wenigstens ein paar Spammails für ein paar „tolle Seiten“. Ich würde mich sogar mit Werbemails für Alu-Gartenlampen zufrieden geben. Aber da kommt nix mehr.

Man wird alt und unattraktiv. Seufz…

Weniger ist mehr.

Nach meinem legendären Tempo-80-Selbstversuch auf der Autobahn habe ich ein wenig nachgedacht, wie es wohl wäre, wenn man in allen Lebensbereichen nicht immer mit vollem, verschwenderischem Einsatz der zur Verfügung stehenden Kraft arbeiten würde sondern die Mittel gezielt einsetzt?

Ein wundervoller Gedanke, wie ich finde. Ein gezielter Einsatz setzt voraus, dass man über die Sache nachdenkt, pro und contra gegeneinander abwägt und dann die Kraft auf das wesentliche lenkt. (Dieser Satz hört sich übrigens auch fantastisch an, wenn man ihn auf einer Party nach dem 10. Cocktail in die Runde schmeißt.)

Brauche ich mehrere Kameras, wenn ich doch nur immer eine einzige benutze?
Brauche ich 10 Cocktails, wenn ich weiß, dass ich schon nach einem einzigen so schicker bin, dass ich nicht mehr weiß, was ich eigentlich rede?

Warum brauche ich ein Navigationsgerät im Auto, wenn die längste Reise im Jahr zur Schwiegermutter ins Sauerland führt?
Welchen Sinn macht (für mich persönlich) hochpreisige und alles könnende Software, wenn ich doch nur einen minimal winzigen Bruchteil der Funktionen davon nutze?
Würde sich meine Freundin an ihrem Geburtstag auch über einen selbstgeflückten Blumenstrauß freuen statt über ein weiteres unnützes technische Gerät?
Ist ein dreitägiger Zelt-Urlaub 30 Kilometer weit weg an einem Baggersee nicht stressfreier als 2 Wochen Mallorca?
Was nützt mir der 1 Meter Plasma Fernseher, wenn das Programm täglich das selbe langweilige ist?
Die Liste könnte man fortführen. Jeden Tag wird man vor Entscheidungen gestellt, die man möglichst rasch fällen muss. Sollte man sich dann nicht auch einfach mal gegen die „allgemein erwartete Entscheidung“ entscheiden und vielleicht nur das zweitbeste, zweitschnellste, zweitschönste auswählen? Jedes Ding hat bekanntlich mindestens zwei Seiten.
Ein Beispiel möchte ich noch anführen. In Oberhausen gibt es auf der Lothringer Straße den InterShop. Dort bietet das Friedensdorf gegen geringes Geld alle möglichen Dinge von Möbel bis hin zu Büchern an. Das erste Mal war ich vor ca. einem Jahr dort. Es war zugegebenermaßen ein komisches Gefühl, das aber schnell verflog. Die Dinge, die dort ausgestellt sind unterscheiden sich von fabrikneuen Dingen in wichtigen Punkten:
– jedes Ding hat eine Geschichte. Von der Puppe bis hin zum Schulbuch von 1959, jedes Teil könnte aus seiner Geschichte erzählen. Das finde ich gigantisch.
– es ist kostengünstiger als das Äquivalent in neu. Aber es erfüllt mit großer Wahrscheinlichkeit den gleichen Zweck. Oder ändert sich der Zweck eines Stuhls über die Jahre?
– man tut nebenbei Gutes. Der Erlös ist für’s Friedensdorf. Man tut Gutes und braucht sich nicht einmal dafür anstrengen.
Und außerdem: es landet nicht auf dem Müll, sondern wird wiederverwertet. Damit habe ich auch meine umweltpolitische Haltung bestätigt.
Ich werde dort mit Sicherheit kein Navigationsgerät für ein Auto oder einen Plasmafernseher bekommen.
Aber mal ehrlich, … braucht man das???

Alles neu macht der Mai(???)

Einige Besucher werden es gemerkt haben: meine Webseite www.ulrich-huhn.de ist zur Zeit etwas offline. Seit fast einem Jahr hat es dort kein Update mehr gegeben. Sie überlegt noch, ob sie jemals wieder auf Sendung gehen möchte. (Zur Zeit liegen anscheinend viele Oberhausener Webseiten auf Eis oder wurden bereits vom Netz genommen.)

Inzwischen warten irrsinnig viele Fotos auf Veröffentlichung. Die Liste der verblichenen Geschäftsnamen ist erheblich länger geworden. Die Anekdotensammlung und Buchtipps wurden beinahe verdoppelt. Und noch ein paar andere neue Ideen stehen in den Startlöchern. Es gibt nur ein Problem: ich habe keine Zeit. Oder sollte ich ehrlich sagen „keine Lust“?!? Eine Homepage zu unterhalten ist zeitaufwändig. Und wenn dann niemand dort ist, der positive Rückmeldungen über das Ergebnis gibt, wird es mit der Zeit auch langweilig. Ich bekomme zwar immer wieder Zuschriften mit Kritik und Lob und Anregungen, aber wahrscheinlich habe ich immer zu viel erhofft.

Obwohl ich nicht mehr in Oberhausen wohne, komme ich regelmäßig dort vorbei und betrachte die Stadt nun aus einem objektiveren Winkel. Vieles ist passiert (Sterkrader Tor), vieles auch nicht (nO-Vision) und vieles ist geblieben (die besten Pommes gibt es immer noch am Kaufhof 🙂 )

Diese Objektivität erlaubt es mir, neu anzufangen. Mit Oberhausen, mit meiner Homepage und allem anderen Kram.

Mal schauen, was noch kommt…