Gestern und heute am Kreisel

Am Kreisverkehr am Holtener Bahnhof wurden vor ein paar Tagen diese lustigen Ortshinweisschilder montiert:

kreis1

Sie weisen den Automobilfahrer darauf hin, in welche Richtung sein Gefährt fährt. Nachts sogar mit Beleuchtung.

Gestern Abend, am Samstag gegen 23:00 Uhr war dort noch alles in Dortmund (wir kamen von einer lustigen Party aus Ost-Erfeld :)).
Heute war dann dieses Bild zu sehen:

kreis2

Das Hinweisschild in Richtung Schmachtendorf wurde anscheinend grob entfernt. Fragt man sich doch, welche Ursache das wohl gehabt hat.

UPDATE 23.4.2017:
Inzwischen ist das Schmachtendorf-Schild wieder an Ort und Stelle. Hoffentlich bleibt es nun länger.

Perfekte Kulisse

In Holten anner Flugstraße gibt es die perfekte Kulisse:

oede
Die Kulisse ist perfekt, zumindest wenn man einen Horrorstreifen drehen möchte. Oder einen Film, der kurz nach dem atomaren Erstschlag ansetzt.

Ich möchte mich jetzt gar nicht künstlich über Sinn und Unsinn der Emscherverrohrung auslassen (ich denke, dass der Kahlschlag dort oben damit zusammenhängt).
Ich möchte mich auch nicht erneut über den most advanced ugliest concrete so called playground auslassen (mir fehlen deutsche Worte dazu).

Ich will einfach nur ausdrücken, dass der Anblick da oben richtig scheiße ist und mich irgendwie fassungslos traurig zurücklässt. Klar, es sind “nur” ein paar Bäume und der “Spielplatz” ist bestimmt richtig toll für ein paar Leute. Trotzdem frage ich mich, ob es nicht wesentlich günstiger und einfacher gewesen wäre, wenn man alles so gelassen hätte, wie es mal war.
Im Englischen hieße der Zustand da oben dann „we killed the patient with the cure“.

Letztens, anner Stanktelle …

… als ich für einen kurzen Moment die Preise für bare Münze genommen habe und in Schockstarre verfallen bin:

shocked

Aber es war nur ein Grafikfehler 🙂

Und hey:  Da gibt’s ja noch bleifreies Benzin!

Wegrasiertes Klo

Eins der größten Oberhausener Klos, in Styrum anner St-Joseph-Kirche, wurde beschnitten:

klo_weg

Mal gespannt, wie schnell die Wände wieder hochgewachsen sind.
Meistens toleriere ich Freiluft-Pinkler. Allerdings befindet sich dieses Klo in einem öffentlichen Park, neben einem Spielplatz (und einer Kirche) und wurde in den letzten Jahren so penetrant benutzt, dass einem selbst als hochtoleranter Mensch die Galle nur so herausspritzte.

Jedes verdammte Mal …

… stehe ich anner Ampel anner Grenzstraße, Ecke Vincenzstraße und ich frage mich, wer oder was diese drei dort anner Hauswand waren:

ecke_total

ecke_zoom

B … ch(?), Br … mann(?), Ba … (?)

Es ist nicht lebenswichtig für mich. Vermutlich komme ich auch noch die nächsten 20 Jahre ohne dieses Wissen aus. Aber falls das hier mal irgendjemand liest und Bescheid weiß: Bitte melden 🙂

Running Gag

Hej, da war sie heute wieder in der Post: Die orangefarbige Broschüre vonner evo mit dem dezenten Aufdruck “Preisstand gültig ab 01.04.2017”. Das ist immer ein schlechtes Zeichen. Und wie so häufig in den letzten Jahren heißt es wieder einmal Preiserhöhung.

Das Begleitschreiben mit den umständlichen Tabellen und drei Anmerkungssternchen und des gesetzlichen Grundlageblablas habe ich sofort in der Rundablage verstaut. Ich frage mich nur immer wieder, wie es andere Anbieter schaffen, deutlich unter den Preisen der evo zu bleiben.

Amüsant: Die beiden Anbieter “revierkraft” und “strasserauf” liegen bei meinem kurzen Online-Vergleichscheck (6000 kWh, PLZ von Duisburg) ungefähr 100 – 200 Euro unter den Preisen vonner evo. Leider liefern die beiden Anbieter nicht nach Oberhausen. Und jetzt der kleine Brüller: Wie man dem Impressum der Anbieter entnehmen kann, gehören sie der evo. Was habe ich jetzt daran nicht verstanden? Muss ich aus Oberhausen wegziehen, damit ich den günstigen Strom aus Oberhausen bekommen kann? Bitte, klär mich mal jemand auf …

Erinnerungstag

Heute ist Erinnerungstag. Sag ich einfach mal so …

Wie viele Verwandte hast du? Mache dir eine Liste von all deinen Verwandten.
Dann schreibe daneben, wann du sie das letzte Mal gesehen hast. Oder besucht hast. Oder mit ihnen gesprochen hast.
Wie viele Verwandte sind in den letzten Jahren gestorben? Hattest du vorher noch die Gelegenheit sie zu besuchen und mit ihnen zu reden?

Ist es nicht erstaunlich, dass man viele Verwandte schon seit Monaten oder gar Jahren nicht gesehen hat?
Ist es nicht frustrierend, dass einige schon tot sind und in Vergessenheit geraten sind?
Ist dein Leben wirklich so spannend und aufzehrend, dass du keine Zeit mehr für deine Verwandten hast?

Und nun schreibe in deine Liste, wann du deine beinahe vergessenen Verwandten mal anrufst oder ihnen spontan einen Besuchs abstattest. Oder ihnen wenigstens noch ein Blümchen aufs Grab legst.
Nimm dir vor, dass du diese Liste bis zu einem bestimmten Zeitpunkt abgearbeitet hast.

Wenn du damit fertig bist, mache dir eine neue Liste mit deinen Freunden und Bekannten und „arbeite“ sie auch ab.

Und wenn du dann damit fertig bist, fange wieder von vorne an.

Dein Leben dreht sich wahrlich nicht nur um dich. Du musst auch Zeit für diejenigen investieren, die dir mal lieb und/oder wichtig sind/waren.

Jeder Tag sollte ein Erinnerungstag sein.

ETS weg

Nun ist es auch abgehobelt: Das uralte und mysteriöse Gebäude an der Otto-Weddigen-Straße in Strekade:

DSC05382

Es war anscheinend ein Pavillon/Clubhaus/Umkleidedings vom „Tennisclub Gesellschaft Erholung“, wie über der Tür zu lesen war:

ets

Auch das Emblem rechts, was diesem Blogpost einen Teil des Namens gab, ist vermutlich untermüllt worden. Ich denke, dass das ganze Teil mindestens 70 Jahre alt war.

Eigentlich hätte ich vermutet, dass dieses Gebäude in Bälde unter Naturschutz Denkmalschutz gestellt werden würde, aber da irrte ich wohl.

Dafür wurde kürzlich ein nahezu unsichtbares Stück Wiese unter Schutz gestellt: Die “Klever Landwehr” anner A3 anner Ruhrchemie gegenüber. Ich habe schon ein paar Mal versucht, das Ding zu finden, aber anscheinend bin ich zu doof. Oder das Ding ist tatsächlich unsichtbar. Auf jeden Fall finde ich das unsichtbare Ding nicht so denkmalwürdig wie das wegge Gebäude dort oben.

Und ich bin ja mal irre gespannt, was auf die freie Fläche hinkommt. Ein Discounter? Oder doch seniorengerechte Wohnungen?

Oder wie wäre es mal mit einem richtig tollen Spielplatz???

UPDATE: Wie Christian in den Kommentaren richtig bemerkt hat, stand der Mauerrest (?) vor einiger Zeit mal unter Denkmalschutz (Denkmal #159). Das wirft jetzt neue Fragen auf … War die Mauer so marode, dass sie eine Gefahr darstellte und abgerissen werden musste? Oder war das Denkmal plötzlich denkmalunwürdig? Ich glaube, ich schreibe mal an die Untere Denkmalbehörde.

Nachtrag 26. März 2017:
Inzwischen habe ich eine ausführliche Email von der Unteren Denkmalbehörde Oberhausen bekommen. Ich fasse den Inhalt mal zusammen: Die Eigentümerin des Clubhauses (also vermutlich auch die Grundstückeigentümerin) hatte damals gegen die Eintragung des Clubhauses in die Denkmalliste Klage erhoben. Somit war das Clubhauis nie „offiziell“ als Denkmal eingetragen. Im August 2012 befand das Verwaltungsgericht Düsseldorf, dass das Clubhaus kein Denkmal sei. Ich muss die zusammengefasste Begründung des Gerichts jetzt mal aus der Original-Email der Unteren Denkmalbehörde zitieren: „Das Clubhaus zeigt nicht in besonderem Maße geschichtliche Entwicklungen auf und es ist der Bevölkerung oder zumindest einem weiten Kreis von Sachverständigen nicht als denkmalwert bewusst, daher sind die Voraussetzungen für eine Unterschutzstellung nicht gegeben.“
Wenn ich dieses Maß ansetze, sind vermutlich 90 % aller Denkmale in Oberhausen keine Denkmale mehr 🙂 Wie auch immer, das Ding ist nun weg und ich weiß warum.

Heißhund-Ecke

Hier, anner Kaufhof-Ecke stand er, mein heißgeliebter Hot-Dog-Stand:

hot_dog

Ich weiß gar nicht mehr genau, wie er hieß und von wem er betrieben wurde (Kaufhof?). Aber ich weiß, dass die Hot-Dogs einmalig waren. Wenigstens habe ich sie früher als einmalig empfunden. Rückblickend würde ich eher sagen, dass es Frikandeln waren, die unter einer alles erstickenden Gewürzketchupsuppe in einem normalen Brötchen steckten. Aber hey! das ist völlig egal, immerhin hatte ich eine sehr schöne Hot-Dog-Jugend.

Ich glaube, dass die Dinger damals 2.50 Mark gekostet haben, denn meistens habe ich mindestens zwei Stück gegessen und mit einem Heiermann bezahlt. Ich könnte mich aber auch irren. Immerhin muss das mindestens schon 30 Jahre her sein. Wenn ich die Ecke dort heute so sehe, fällt mir nix Gutes mehr dazu ein.

Aber erstaunlicherweise esse ich auch heute noch diese verdammt ekeligen, aber trotzdem extrem geilen Frikandeln, begraben unter einer dicken Schicht Gewürzketchup. Mahlzeit! (hieß der Hot-Dog-Stand vielleicht genau so???)

Es werde Licht. Nicht.

Um mal wieder ein bisschen Öl ins Feuer der Diskussion um die LED-Lämpchen in Oberhausen zu schütten, möchte ich mal auf die fortgeschrittene Dunkelheit der Danziger Straße hinweisen.
Wenn man dort nachts entlangstolpert (ganz oben anner Ronald Rolandhalde), bekommt man Angst. Es ist dunkel. Richtig dunkel. Und man freut sich über jedes vorbeifahrende Auto mit Scheinwerfer vorne dran.

Im Tageslicht betrachtet, erkennt man das Malheur:

Da sind tatsächlich auf einem weiten Stück keine Lämpchen. Weder oben noch an den Seiten. Kein Wunder, dass man die Hand nicht vor Augen sieht.

Hier wären vielleicht wirklich mal ein paar Lampions angebracht. Das ist kein Jammern auf höchstem Niveau (wie in anderen Straßen, wo jetzt kein Licht mehr auf das Haustürschloss fällt und man Stunden braucht, um den Schlüssel einzuführen).