Oberhausen muss sparen!

Diese reißerische Überschrift fasst alles zusammen, was wir alle seit Jahren wissen und was niemand so wirklich wahrhaben möchte. Seitdem im Internetz die lange Oberhausener Sparliste veröffentlich wurde, schreit die halbe Stadt auf und erregt sich darüber und macht mehr oder weniger sinnige Vorschläge. Die andere Hälfte hat sich damit abgefunden und guckt beinahe lethargisch zu.

Wer extrem viel Geld sparen möchte muss auch heftige Einschnitte hinnehmen. Es wird bei jedem der über 200 Punkte auf der Sparliste irgend jemanden geben, der aufschreit. Ein anderer lächelt nur müde darüber. “Der Kaisergarten soll Eintritt verlangen?” Der eine fällt darüber in Ohnmacht, der andere war noch nie dort, daher juckt’s ihn auch nicht.

Der Punkt ist in meinen Augen folgender: Jeder in Oberhausen wird in den nächsten Jahren mehr oder weniger von den Sparplänen betroffen sein, das ist unbestreitbar. Die Frage, die ich mir allerdings stelle ist: “War diese Entwicklung in den letzten 15 Jahren eigentlich nicht vorhersehbar?” Ich erhoffe mir von einer Stadtspitze, dass sie eine Stadt führen kann. In allen Belangen. Mitunter auch mit rechtzeitig greifenden, harten Einsparplänen an schmerzhaften Stellen. Über 15 Jahre verteilt wäre das nicht so schlimm gewesen wie zukünftig in der Hälfte der Zeit. Nun ist es zu spät. Jeder wird bluten müssen. Richtig treffen wird es natürlich meist diejenigen, die eh schon wenig haben oder die am wenigsten dafür können (Kinder) oder die nicht mal eben aus dieser Stadt verschwinden möchten oder können.

Ich “erspare” mir an dieser Stelle auch Vorschläge zur Einsparung, wie sie zur Zeit von der Stadt von den Bürgern erbeten wird. Ich zerbreche mir nicht mehr den Kopf darüber. Ich erwarte einfach mal von “meiner” Stadt, dass sie ihren Haushalt selbst im Blick hat. So unendlich kompliziert kann es nicht sein. Wie wäre es, wenn mal ein paar tüchtige Hausfrauen die Bude schmissen? Diese müssen nämlich jeden Tag und jede Woche und jeden Monat sehen, wie sie mit ihrem Budget auskommen. So verrückt finde ich die Idee gar nicht mehr in der jetzigen Lage.

Ach ja: ist mal jemandem aufgefallen, dass die Wahl gerade mal ein paar Stunden vorbei ist??? Das ist bestimmt nur ein Zufall. Honi soit qui mal y pense…

3 Antworten auf „Oberhausen muss sparen!“

  1. Eigentlich ist es doch nicht anders zu erwarten.
    Die SPD und ihre Schergen regieren die Stadt seid dem ende des WWII fast diktatorisch. alle ansätze der CDU, sich hier einzumischen werden von den Bürgern per Wahl im keim erstickt. Eigentlich könnte man sich die Wahl in Oberhausen sparen, kommt eh immer wieder die gleiche Soße an die Macht.

    Ich habe mal einen Brief an den Oberbürgermester Geschrieben (vor einigen Jahren) mit dem Angebot, als „Sparkommisar“ zu agieren und mein Gehalt nur von einsparungen zu zahlen.
    Es kam nicht mal eine Reaktion. Die roten Genossen sitzen zu fest im Sattel.
    Solange die nicht einen erweckenden Schuß vor den Bug bekommen, passiert da nix gescheites.
    Leider sind die Alternativen aber auch nicht sonderlich vertrauenerweckend.
    Entweder Jung Dynamisch erfolglos ….oder aber alteingefahren.

    Warum stellen wir uns nicht mal alle an einem Freitag, wenn das Rathhaus Feierabend macht, davor und halten weisse Blättern hoch, um zu zeigen, was wir denken, was die können. NIX!

    just my 5 cents

    1. Thorsten,
      wenn du „Scherge“ durch „Mitstreiter“ ersetzt und „diktatorisch“ streichst, ist der Kommentar auch politisch korrekt 🙂 Der erweckende Schuss vor den Bug hätte ja vor ein paar Tagen stattfinden können. Anscheinend ist nichts passiert, daher gehe ich mal davon aus, dass die Bürger mit ihrer Verwaltung zufrieden sind.
      Die Idee mit den weißen Blättern finde ich gut. Wenn auch niemand da wäre, um das zu sehen… am Freitag, nach Feierabend, du kleiner Scherzkeks 😉

      1. Du weist ja was Politisch Korrekt ist?
        Das ersetzen Negativ behafteter Worte durch andere, bis die wieder negativ behaftet sind.
        Insofern bin ich – genau wie Charlton Heston – Gerne Politisch Inkorrekt.
        Denn wo führt das hin:
        Erst hieß es Krüppel, dann Behindert, dann Herausgefordet.

        Ach, ja achte auf die Uhrzeit,. Ich vergaß zu erwähnen, das ich auch manchmal an das gute im Menschen glaube und daher denke, das die Mitarbeiter im Rathaus erst NACH Feierabend ihren Arbeitsplatz verlassen und nicht vor Feierabend.

        Ein Schelm, wer böses dabei denkt….

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