Königin’s Kneipe

Letztens bin ich mal wieder durch die Passage zwischen Langemark- und Paul-Reusch-Straße gegangen. Das beklemmende Gefühl in der Mitte der Passage (wo der Knick ist und du nicht weißt, was dich danach erwartet) ist immer noch vorhanden. Ebenso immer noch vorhanden ist die schwere gelbe Tür vom “Queens Pub”.

queens

Früher, als ich klein wesentlich jünger war, hat mich mein Schulweg manchmal auf Umwegen durch diese Passage geführt. Und auch früher hatte diese Tür eine gewisse Faszination. Ich glaube, da war damals ein Guckloch in der Tür und man wurde nur auf Klingeln eingelassen. (Meine jugendliche Fantasie könnte mich da aber auch täuschen.)

Was mich aber schon seit Ewigkeiten aufgeregt hat, weil ich ja ein Rechtschreibungs-Autist bin: eigentlich müsste vor dem “s” von “Queens” ein Apostroph sein. Immerhin soll der Besitzer der Kneipe ja [die] Königin sein. Also wäre dort ein (besitzanzeigendes) Genitiv-s angebracht, vor allen Dingen weil es augenscheinlich die englische Königin sein soll. Da der deutsche Genitiv-s-Apostroph von den offiziellen deutschen Rechtschreibern inzwischen als nicht-(mehr-)deppenhaft anerkannt wurde und seine Verwendung auch in zweifelsfreien Zweifelfällen gestattet ist, will ich mich nicht weiter über vielleicht falsh geshriebene englishe Sachen aufregen 🙂

Selbstverständlich ist der Blogtitel (“Königin’s”) völlig falsch ist. Immerhin ist “Königin” kein Name mit Zweifelpotenzial. Also lieber Leser, es heißt entweder “Königins Kneipe” oder “Queen’s Pub”.

Ende der Kleinigkeiten’s-Krämer’s-Durchsag,e. Es ist wieder Sommerloch…

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