Keine Otten fütten!

ottenfuettenKleine Kinder gehen gerne in den Kaisergarten, weil sie dort unter anderem die Tiere füttern können. Unsere Kinder machen das auch liebend gerne. Was man vor Ort allerdings manchmal zu sehen bekommt, verschlägt einem doch etwas die Sprache. Da kommen Menschen mit Tüten voller Brot, Obst, Kastanien und sonstigem garstigem Zeug und verfüttern das auch noch an die Tiere.

An jedem Eingang stehen (schon seit zig Jahren!) Behälter, wo man seine Lebensmittel (Brot) einwerfen kann. Ebenso stehen dort Tonnen, wo man Eicheln und Kastanien einwerfen kann. An den meisten Gehegen prangen (auch mehrere) Schilder mit dem Hinweis, dass man entweder gar nicht füttern oder Möhren oder Wildfutter verfüttern soll. Zwischendurch wird auch an einigen Infotafeln noch einmal darauf hingewiesen und erklärt, dass lediglich Möhren und Wildfutter die geeigneten Futtermittel sind.

Dennoch sind einige Besucher ziemlich resistent und lehnen Lesen und Verstehen ab. Dass sie den Tieren mit falschem Futter mehr schaden als nutzen leuchtet wohl ein. Auch die 5 Kilo-Tüte Möhren von zu Hause ist nicht das Gelbe vom Ei. Man kann eine Tüte Möhren für 1 Euro bei der Parkaufsicht kaufen. Man kann für 1 Euro eine Schachtel spezielles Wildfutter am Automaten ziehen. Die Mengen sind dabei wohl so bemessen, dass sie den Tieren nicht schaden werden, auch wenn alle Packungen und Tüten verkauft wurden. (Im Übrigen werden die Tiere niemals verhungern, dafür gibt es ausreichend Fachkräfte, die auf die Gesundheit der Tiere achten.)

Und noch was: 1 Euro mag einigen Leuten etwas zu viel erscheinen für die Menge Möhren und Wildfutter. Aber der eine Euro kommt letztlich doch den Tieren zugute! Dann freuen sich mit Sicherheit auch die Otten.

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