Hommage an die Emscher

Vielleicht bin ich irre, aber wenn ich Entspannung brauche, gehe ich zur nächsten Emscherbrücke und schau‘ hinunter in den Emscherfluss.

Ehrlich, das ruhige und monotone Gedümpel kann sehr entspannend wirken. Manchmal hat man Glück und man findet eine Stelle, wo es gluckert und rauscht. Oder man findet eine Stelle, wo eine Untiefe ist (oder ein versenktes Autowrack) und die Wellen brechen sich leicht auf der Oberfläche.

Man kann die Zeit vergessen, wenn die Dinge so unter einem daherziehen. Man wird nicht oft „anrüchige“ Dinge entdecken, wie viele Leute denken. „Organische Abfälle“, die auf der Oberfläche schwimmen gibt es so gut wie gar nicht. Meist sind es Toilettenartikel, die dort durch das Wasser schweben, hinuntergezogen werden und ein paar Meter weiter wieder auftauchen. Aber es gibt auch viele andere Dinge zu beobachten: nach einem Regenguss sieht man z. B. viele Blätter, Äste und Dinge, die sonst noch so an den Straßenrändern gelegen haben. Manchmal entdeckt man auch größere Gegenstände: Schuhe, Styropor, Stoffreste etc.

Wie auch immer, wenn die Emscher nicht so schnurgerade wäre und das Wasser etwas klarer, könnte man meinen, man hat einen ganz normalen Fluss unter sich. So aber wird man immer wieder an die Bedeutung der Emscher erinnert: ein Riesenklo für zig Menschen.

Ich würde nicht sagen, dass ich die Emscher liebe. Aber ich hab sie gern, sie ist fast ein Kumpel, dem man alles erzählen kann 😉 (Ok, ich bin irre…)

Ein paar Schnappschussbilderchen der Emscher im Laufe der Jahreszeiten gibt es hier:
http://www.ulrich-huhn.de und dort unter
http://www.ulrich-huhn.de/oberhausen/fotos/70emscher/index1.html

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