Die Stunde der Erde

Heute ist es wieder so weit. Für eine Stunde wird das Licht ausgeschaltet:

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Gähn. Nette Idee mit Symbolcharakter (if any???), aber der Erde nützt das Lichtausschalten so irgendwie nix, glaube ich. Vielleicht essen wir dann unser Abendessen im Dunkeln und freuen uns auf ein paar wenige Cent weniger auf der Stromrechnung. Die Energie, die wir sparen, muss aber trotzdem irgendwo hin, schließlich wird nicht weniger davon produziert gewandelt. Und fließt sie nicht durch unseren Wolfram-Faden unsere Leuchtdiode, dann verpufft sie als Abwärme im Kraftwerk. Oder bekommt maximal noch als kinetische Energie im Speichersee eine zweite Chance (mit ein paar Entropie-Abstrichen).

Ich möchte die Idee an sich nicht schlecht reden. Sie ist aber nicht nachhaltig. Nach der dunklen Stunde geht man mit einem hochbefriedigten Gewissen ins Bett und schläft vor dem laufenden Fernseher ein. Und wie viele Kilowattstunden hat wohl das (besondere Kerzenschein-) Essen im wahrsten Sinne verbraten, sowohl bei der Zubereitung als auch vorher bei der Aufzucht und dem Transport von Tieren und Pflanzen?

Wir lassen unser Licht überwiegend an. Wir haben nämlich vor kurzem angefangen, von Energiesparlampen auf LED-Leuchtmittel umzurüsten. Damit sparen wir nun jeden Tag auch eine Art “kleine Stunde der Erde” 😉

Und jetzt mal Fischbutter… Jeder Tag ist ein „Tag der Erde“. Jeder. Der Spruch „Wir haben nur eine Erde“ klingt zwar abgenudelt, trifft es aber. Wir sollten an jedem Tag auf unsere Erde aufpassen und uns nicht darauf verlassen, dass ein paar Minuten ohne Licht unserem Gewissen oder gar der Erde hilft.

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