Die Ente ist sicher!

Im Kaisergarten darf man keine Enten mehr schießen. Und auch in den anderen Parksente in Oberhausen darf man keine Enten mehr schießen. Und auch keine Gänse. Und vermutlich auch keine Problembären und Säbelzahntiger.

Ich muss zugeben, dass mich die Anzahl der Gänse in Vonderort schon des Öfteren hat fluchen lassen. Besonders der ziemlich versiffte Rasen ist sehr nervig.

Aber wenn ich daran denke, dass dort Jäger mit Flinte herumlaufen und Tiere schießen bin ich doch noch etwas mehr genervt. Sicherlich scheiden sich bei dem bloßen Begriff “Jagd” die Geister. Die einen denken an völlig legitime Regulation der (urbanisierten) Natur, die anderen denken an Großwildjäger, die ihre Trophäen zu Hause an die Wand nageln. Zu vielschichtig ist dieses Thema, als dass man auf einen Konsens kommen kann. (Ich finde übrigens auch das “Daumen- und Fingerschießen” auf der Kirmes eher befremdlich.)

Ich bin aber der Meinung, dass man Tiere nicht ohne Grund töten darf. Weder den aus dem Zirkus ausgebüxten Elefanten (er kann nix dafür), noch Enten, die in einem öffentlichen Park wohnen (sind halt Stadtenten), noch einen Säbelzahntiger (der steht bestimmt seit Millionen von Jahren schon auf der Roten Liste).

Mag sein, dass ich in der tiefen Wildnis von Kanada in der letzten Sekunde meines Lebens anders über Jagdflinten denken würde, wenn mich gerade ein Braunbär anspringt. Aber der Braunbär lebt wahrscheinlich auch schon länger da und hätte daher durchaus ein Recht mich anzuspringen. Darüber hinaus ist dies auch eine ganz andere Thematik als eine übermäßige Anzahl von Enten im Stadtpark…

Ich glaube aber, es gibt grundsätzlich noch andere Möglichkeiten eine Tierpopulation zu vermindern, als direkt eine Waffe zu benutzen.

Ente gut, alles gut? Nein, das Thema Jagd wird Jäger und Nicht-Jäger immer entzweien. Dass sich die beiden Seiten jemals nähern werden, glaube ich eher nicht.

Für Oberhausener Enten gilt aber vorerst: die Ente ist sicher!

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