Das wundervolle Kunststoffspielzeug (das nach Waschmittel roch)

(Keine Bange, das wird jetzt kein sozialkritischer Roman Zwinkerndes Smiley)

Vor 30 (+/- 5) Jahren habe ich mal eine Waschmitteltrommel voller gebrauchter Constri Bauteilen geschenkt bekommen. Constri war ein Kinderspielzeug Spielzeug für Kinder und bestand aus Plastikbauteilen. Erfunden wurde es von einem Schweizer. (Und die Waschmitteltrommel war natürlich ein hoher Pappeimer, wo vorher Waschmittel drin war. Gibt’s heute wohl auch nicht mehr?)

Erinnern kann ich mich an rote und blaue viereckige Plättchen, kurze und lange weiße (quadratische und dreieckige) Verbindungsstäbchen, schwarze Räder und passende gelbe Achsen, die auf die Verbindungsstäbchen gesteckt werden konnten. Ich glaube, es waren auch noch größere gelbe Gitter dabei, die die zehn- oder zwölffache Größe der Grundplättchen hatten? Und es gab rote und blaue Dreiecke, sowohl gleichseitig und gleichschenklig.

Aus diesen Teilen konnte man irrsinnig komplizierte Gebilde basteln, zumindest sagten das die beigelegten WaschFaltzettel. Ich habe es lediglich zu einer Riesenrutsche, einer rudimentären Kartenmischmaschine, dutzenden Fantasieobjekten und hunderten rotblauen Grundflächen in verschiedenen Größen gebracht. Es war aber auch nicht wichtig, dass man etwas sinnvolles gebaut hatte oder etwas, das gut aussah. Ich war immer mit dem zufrieden, was ich da gebastelt hatte. Der Weg war das Ziel. Ich konnte mich den halben Tag damit beschäftigen.

Was das jetzt mit Oberhausen zu tun hat? Durch Zufall habe ich erfahren, dass es eine Constri Kunststoff-Elemente GmbH in Oberhausen gab. Anscheinend existierte sie von 1964 bis 1991. Der Hauptsitz war (und ist immer noch) in der Schweiz. Aber anscheinend war Oberhausen ein Vertriebs- und Herstellungsort. Zuletzt zu finden war Constri auf der Hermann-Albertz-Straße.

Und da sieht man es wieder: die Welt ist klein. Und erst heute – 30 Jahre später – erfahre ich, dass mein damaliges Plastik-Bauteile-Wunder-Spielzeug nicht aus New York oder China importiert wurde, sondern vermutlich direkt um die Ecke produziert wurde!

Wo mein Wunderspielzeug gelandet ist, weiß ich nicht mehr. Vermutlich habe ich es weiterverschenkt, als ich “zu groß “ dafür war. Aber ich kann mich heute noch sehr lebhaft an den Spielspaß (und den selbstverschuldeten Waschmittelgeruch) erinnern Smiley

Eine Antwort auf „Das wundervolle Kunststoffspielzeug (das nach Waschmittel roch)“

  1. Hallo Uli,
    diese unsere Welt ist tatsächlich klein. Nämlich meine damalige Schwägerin Barbara hat bei Constri als Buchhalterin gearbeitet. Sie haben das Spielzeug hier in Oberhausen nur vertrieben, aber nicht hergestellt.Vertrieben hat die Firma Constri u.a. auch so genannte „Fugenabstandshalter“.Kleine Kreuze in verschiedenen Größen für die Blaumänner dieser Welt. Wie die gerochen haben, diese Fugenkreuze? Wirklich keine Ahnung mehr. Soviel zu Deiner Kindheit und meiner Altersweisheit.
    L.G. arabraB

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