Parkraumbewirtschaftungskonzept – und andere tolle Wörters

Vor wenigen Stunden habe ich mir von der Seite der Heimat der Stadt des Hausens des Obers das Achten des Gutes des Konzepts der Bewirtschaftung des Raumes des Parkens heruntergeladen. (Entschuldigung, weitere Albernheiten kommen jetzt nicht mehr vor.)

Zunächst einmal ein dreifaches Hoch auf den Begriff “Parkraumbewirtschaftungskonzept”. Selten habe ich bürgernahe Sprache so real erlebt. Ein besonders tolles Wort ist auch “Parkdruck”.

Ich habe das Gutachten (72 Seiten und 23 Seiten Anlagen) durchgearbeitet. Wenigstens die ersten Seiten intensiv. Danach habe ich zum Ende gescrollt und mir kurzerhand die Empfehlungen der Gutachter angesehen. Im Großen und Ganzen ist bei mir hängengeblieben, dass Gebühren und Parkzeit mehr oder weniger vereinheitlicht und für Parkraumsuchende verständlicher werden sollen.

Und nein, selbstverständlich kann ich diesen Empfehlungen nicht folgen. Wenigstens nicht für Alt-Oberhausen. Meine unmaßgebliche Meinung habe ich schon mehrfach in diesem Blog kundgetan. Aber ich wiederhole mich gerne:

Die Innenstadt ist dermaßen unattraktiv, dass die derzeitige Gebührenerhebung dafür fast schon beleidigend ist. Und wer als Besucher einmal ein Knöllchen in Oberhausen bekommen hat, wird sich zweimal überlegen, ob er die grandiose Innenstadt erneut besuchen möchte.
Umliegende Einkaufszentren bieten kostenloses Parken an. Nicht umsonst hat das BERO kürzlich seinen Parkraum erweitert (da an anderer Stelle Parkplätze weggefallen sind). Neben dem BERO gibt es noch das Centro, das Strekadener Tor, das Duisburger Mercator-Center usw. Als Gegenbeweis dient mir der Finke-Parkplatz in Strekade: Nachdem er “monetarisiert” wurde, sind dort gefühlt immer weniger zahlende Gäste.
Auch die “Parkraumbewirtschaftung” verursacht Kosten, das ist kein pflegeleichter Selbstläufer. Eventuell kann man diese Ressourcen an anderer Stelle sinnvoller einsetzen?
Mein unglaublich rigoroses Fazit: Sämtliche Parkraum-Restriktionen müssen abgeschafft werden. Es darf auch kein Zwischending geben. Parkscheibe, Parkscheinautomat und Anwohnerparkausweis sollten komplett wegfallen. Dann klappt es auch wieder mit „dem Deutschen sein liebstes Kind“ und alle sind glücklich.

Ach, ich frage mich gerade, wie viel so ein Gutachten kostet? Ach neee, vielleicht will ich das lieber doch nicht wissen 🙂

Gestern und heute am Kreisel

Am Kreisverkehr am Holtener Bahnhof wurden vor ein paar Tagen diese lustigen Ortshinweisschilder montiert:

kreis1

Sie weisen den Automobilfahrer darauf hin, in welche Richtung sein Gefährt fährt. Nachts sogar mit Beleuchtung.

Gestern Abend, am Samstag gegen 23:00 Uhr war dort noch alles in Dortmund (wir kamen von einer lustigen Party aus Ost-Erfeld :)).
Heute war dann dieses Bild zu sehen:

kreis2

Das Hinweisschild in Richtung Schmachtendorf wurde anscheinend grob entfernt. Fragt man sich doch, welche Ursache das wohl gehabt hat.

UPDATE 23.4.2017:
Inzwischen ist das Schmachtendorf-Schild wieder an Ort und Stelle. Hoffentlich bleibt es nun länger.

Es werde Licht. Nicht.

Um mal wieder ein bisschen Öl ins Feuer der Diskussion um die LED-Lämpchen in Oberhausen zu schütten, möchte ich mal auf die fortgeschrittene Dunkelheit der Danziger Straße hinweisen.
Wenn man dort nachts entlangstolpert (ganz oben anner Ronald Rolandhalde), bekommt man Angst. Es ist dunkel. Richtig dunkel. Und man freut sich über jedes vorbeifahrende Auto mit Scheinwerfer vorne dran.

Im Tageslicht betrachtet, erkennt man das Malheur:

Da sind tatsächlich auf einem weiten Stück keine Lämpchen. Weder oben noch an den Seiten. Kein Wunder, dass man die Hand nicht vor Augen sieht.

Hier wären vielleicht wirklich mal ein paar Lampions angebracht. Das ist kein Jammern auf höchstem Niveau (wie in anderen Straßen, wo jetzt kein Licht mehr auf das Haustürschloss fällt und man Stunden braucht, um den Schlüssel einzuführen).

Schon bald, Jubiläum

Bevor ich’s vergesse: Lirich feiert bald das Jubiläum “1 Jahr gesperrte Katharinenstraße”.

jubilaeumLirich war in den letzten Monaten öfters mal das Ziel von Umleitungen, Baustellen, Verkehrsbehinderungen etc. Zur Zeit ist die Situation erträglich.

Von meiner Seite aber auf jeden Fall schon mal herzlichen Glückwunsch zu 1 Jahr Straßensperrung! 🙂

Kaiserparken – Peinlichkeit par excellence

Vor etwas mehr als 2 Jahren schossen am Kaiserparkgarten einige Parkscheinautomaten aus dem Boden.

Niemand wollte sie haben. Niemand konnte sie leiden. Alle haben gehofft, dass der “Ich zieh erst mal einen Parkschein für eine Stunde, wird schon nix passieren”-Parkschein auch wirklich nicht böse endete. Wirklich lebhaft in Erinnerung sind mir nur noch die Beschwerden der SPD-Sommerfest-Besucher. Einige Viele von Ihnen haben seinerzeit ein Ticket wegen eines abgelaufenen Parkscheins bekommen.

Besonders ätzend: Gebührenpflichtig sind die Parkplätze von Montag bis Sonntag, von 9 bis 18 Uhr, also praktisch in der kernigsten Kernzeit, die es so geben kann. Die Höchstparkdauer beträgt 4 Stunden, was im Sommer kaum reicht, um den Tierpark zu durchkreuzen und einen Abstecher auf den Spielplatz zu machen.

Das Blatt wird sich bald wenden, und das auch noch einstimmig! In absehbarer Zeit werden die Dinger wieder stillgelegt. Viel Tamtam und Geld für beinahe nix. Das Gespinst verpufft in der Luft. Es ist weg, verschwunden für immer, eine Fehlentscheidung mehr auf der langen Schämliste der entsprechenden Partei.

Und doch bin ich damit nicht zufrieden. Das ganze Gehampel hat wieder mal diesen Oberhausener Beigeschmack, der mich seit 20 Jahren verfolgt: Erst mal rein in die Kartoffeln, Ärmel demonstrativ hochkrempeln (gähn!), ein bisschen Geld verschwenden und dann sehen, dass es prinzipiell Scheiße war, was man getan hat. Und dann wieder raus aus den Kartoffeln und hoffen, dass niemand etwas gemerkt hat. Die Schuld kann man letztlich schieben auf die Opposition, die Landesregierung, die Bundesregierung, die Entscheider in Brüssel, die UNO, die höheren Mächte etc. Zugegeben, eigentlich ist es ein kleines Übel, über das man sich stundenlang und dennoch unnötig erregen kann. Und vielleicht sehe ich die Sache sehr kritisch. Aber die Struktur dieses Übel entdecke ich in vielen anderen Entscheidungsfällen in Oberhausen auch: erst einmal planlos agieren und dann gucken ob es Scheiße war.

But, so what?

Einige Wünsche habe ich noch:

  • Lasst die Parkscheinautomaten als Industriedenkmale stehen. Hängt einen Zettel dran, wer dafür und wer dagegen war. Schreibt unten drunter, dass sich die Tiere wie wahnsinnig über eine freiwillige Spende freuen.
  • Der Eintritt zum Tierpark muss immer kostenfrei bleiben, auch wenn die räumliche Struktur desselben gerade eben gegensätzlich zu dieser Hoffnung gestaltet wurde. Das ist bestimmt reiner Zufall…
  • Und wenn wir schon damit anfangen: die Parkscheinautomaten in der Innenstadt können ebenfalls stillgelegt werden. Einfach nur so, als nette Geste. Die Einnahmen aus den Automaten machen angesichts der Höchsthöchstverschuldung der Stadt den Braten auch nicht mehr wirklich fett, aber dafür einige Leute vielleicht so glücklich, dass sie mal in der Innenstadt einkaufen gehen fahren möchten.

Das gelbe Teleportationsding

Ehrlich, ich habe nicht die geringste Ahnung, was dieses gelbe Teil in Strekade ist oder macht:

bus_ding

Insgeheim hoffe ich natürlich, dass es ein hochgeheimes Geheimprojekt ist und den ersten funktionsfähigen Teleporter darstellt: Bus fährt drunner, Ding geht an, Bus wird in ferne Galaxien (oder wenigstens bis zum Oberhausener Hauptbahnhof) teleportiert. Fantastisch!

Zurück zum Sommerloch…

Schiefer Kreis

Der Kreisverkehr auffer Weseler Straße nimmt weiter Form an.

Naja, die Form eiert ein wenig und das Ding erscheint mir krumm/schräg/schief. Aber das ist bestimmt nur meiner mangelhaften Optik geschuldet.

Autofriedhof2

Noch so ein Autofriedhof, diesmal auffem Parkplatz anner Olga:

auto_friedhof2

Jede Karre mit dem berühmten “Beseitigungsaufforderung mit Abschleppandrohung”-Sticker 🙂

Nach einem Monat gilt die Karre als Abfall und wird kostenpflichtig abgeschleppt. Na, wer bezahlt das wohl???

Parkhaus anner Marktstraße?

parkhaus

An der Marktstraße gibt es ein Parkhaus? Das wäre mir neu, so kurzsichtig bin ich dann doch nicht.

Gemeint ist wohl die Tiefgarage anner Spaßkarre Sparkasse. Die ist aber eher anner Hermann-Albertz-Straße. Aber wen interessieren so Kleinigkeiten? Das Parkhaus am “City-Kaufhof” findet bestimmt auch jeder, der nicht von hier ist. Steht ja groß und fett “Kaufhof” dran… Wenn man denn ganz genau hinguckt:

hidden

Lirich igelt sich weiter ein

Wenn dieses Schild enthüllt und gültig wird, kann man Lirich fast gar nicht mehr erreichen:

bruecke_bald

Immerhin ist die Duisburger Straße wieder einigermaßen verlustfrei zu befahren. Dennoch wirkt Lirich auf mich wie eine halbe Isolierstation.