Davor

Habe gerade noch ein Bild von vor 10 Jahren gefunden:

porta

Irgendwie hatte ich es verdrängt, aber Finke war vorher porta (und davor Heck).
porta hatte ich so überhaupt gar nicht mehr auf dem Schirm. Man wird alt ;(

Nebenbei bemerkt: Bei meinem letzten Nebenstraßen-Streifzug durch Strekade war ich erstaunt, wie viele Geschäfte dort leer stehen. Bin mal gespannt, wann das nächste (größere) Geschäft seine Flügel streckt… Just wait for it.

Update 30.04.2016: Jetzt isses ja raus, wer es ist…

Gruselstimmung

Von Zeit zu Zeit brauche ich ein bisschen Gruselstimmung. Deswegen war ich heute mal wieder in der Jagdstraße. Die dortige stadtbekannte Abriss-Siedlung eignet sich hervorragend für Gruselfotos. Oder als Kulisse für atomare Nachkriegsschauplätze.

jagdstrasse1

jagdstrasse2

Ich weiß gerade nicht, wie der aktuelle Sanierungsstand der zwei Häuserzeilen sein sollte. Von außen sieht mir das mehr wie Stillstand aus.

jagdstrasse3

jagdstrasse4

jagdstrasse5

(Das da oben war wohl mal ein  Kinderspielplatz.)

jagdstrasse7

jagdstrasse6

Um das Gelände herum liegt haufenweise Abfall verstreut. Das ist allerdings nicht das Schlimmste. Ich finde das ganze Gelände recht gefährlich. Und zur Zeit ist die Umzäunung wieder einmal teilweise “umgefallen”.

Da fällt mir ein: Die ehemalige Grusel-Siedlung inner Edmundstraße in Biefang wird zur Zeit von gruselig auf modern umgerüstet saniert und sieht schon ganz hübsch aus. Mal gespannt, ob der Jagdstraßen-Gruselsiedlung das gleiche widerfährt.

Trägerdetails

Vor wenigen Tagen, in der Morgenkälte am HOAG-Radweg, gleich neben dem wochenendlichen Abfallabwurfplatz von Schnellrestaurantbesuchern:

hugo_hoag

Die Eiskristalle am Schriftzug sind tatsächlich echt und nicht per Plugin gerendert 😉
Am Schneidetisch ist mir dann erstmalig dieses Detail am Träger aufgefallen:

traeger2

Anscheinend wurde das Dings im Jahr 1919 von der GHH gedengelt.

Letztens, anner Bleblestraße, Teil 2

Fast vergessen… Schräg gegenüber vom letzten Kaugummiautomaten habe ich dieses wundersame Gebäude gesehen:

Wäre ich jetzt in einem Adventure, würde ich mich vor das rechte Fenster stellen und die Space Taste drücken 🙂
Auf dem dreieckigen Stein ganz oben steht übrigens “Anno 1903”. Das Gebäude scheint also schon länger hier zu sein, auch wenn ich es noch nie wirklich bemerkt habe in den letzten 100 Jahren.

Demontage

In Oberhausen wird wieder demontiert.
Der ehemalige Fortuna Alstaden 76 Fußballplatz anner Duisburger Straße ist umgegraben, das Vereinshaus ist geplättet.

weggesfeld

wegges1

wegges2

Nebenan wird das Betriebsgelände von Babcock ausgedünnt.

wegtotal

durchblick

lochinwand

rattengift

Babcock – das war die Firma mit dem blauen Erdball auf dem Hochhaus anner Duisburger Straße. Der Erdball war auch mal auf dem Bahnhofsturm zu sehen, wenn ich mich nicht irre.
Babcock gab es schon seit Neunzehnhundert-Piependeckel in Oberhausen. Vor einigen Jahren wurde es dann still um Babcock: Krise, Insolvenz, Entlassungen, Aufgang in andere Gesellschaften etc.
Das tolle Babcock-Hochhaus ist inzwischen mehr oder weniger unansehnlich geworden, der blaue Ball ist schon vor Jahren verschwunden. Mit dem Ball auch irgendwie ganz Babcock.

In den letzten Wochen munkelt man, dass Karstadt seine Zentrale von Essen nach Ober-Babcockhochhausen verlegt. Aber erst mal sehen was kommt. Und falls es kommt, weiß ich auch nicht, wie ich das finden soll. Dafür fehlen mir bisher zu viele Fakten und die  näheren Beweggründe.

Damals, in der Zuckerwarenfabrik

In der Styrumer Straße ist mir schon öfters ein Haus mit diesen Zeichen aufgefallen:

zuckerwarenfabrik

Ein „F“ und ein „W“ mit einer Art Äskulapstab.

Glücklicherweise steht auch direkt das Herstellungsdatum dabei:

erbaut

Und was war das einmal? Die Lösung ist einfach. In der Styrumer Straße gab es die “Westdeutsche Zuckerwarenfabrik”. Eine zeitgenössische Reklamemarke zeigt Details:

werbung

Ein Blick in das Branchenbuch von damals enthüllt dann weitere Geheimnisse:

reklame

Das oben genannte Haus gehörte einem Franz Wens. Und ihm gehörte die Westdeutsche Zuckerwarenfabrik. Ich vermute mal, dass das Haus sein Wohnhaus war und ein paar Meter weiter die “Fabrik” stand.

Warum da allerdings ein Äskulapstab an der Fassade ist, kann ich nicht wirklich erklären. Ist das am oberen Ende des Stabs vielleicht eine Art Zuckerrübe / Blüte?

Knott sei Dank

Letztens bin ich ja auf das Super-Magazin in Düsburch Duisburg zu sprechen gekommen.

Da fiel mir etwas später auch noch der “Teppichriese Knott” ein. Er befand sich “im Gewerbegebiet Neumühl, direkt an der A42”, so oder so ähnlich hörte sich die Radiowerbung an. Zumindest bis vor ein paar Jahren. Ich glaube, es war so um 2007, als “Knott” aus Altersgründen geschlossen wurde. Seitdem befindet sich dort “Hammer”, ein ähnliches Einrichtungshaus.

Jedenfalls ist mir ein paar Stunden später diese Reklame aufgefallen:

knott

Die hängt bis heute immer noch anner Brücke vonner Ruhrort Straße. (Ehrlich, ich habe das Schild wohl seit Jahren nicht wahrgenommen oder unterbewusst ignoriert, obwohl ich da mindestens 87923-mal im Jahr vorbeifahre.)

Vor ein paar Jahren habe ich mal die Teppichhalle von hinten fotografiert, da gab’s den “Teppichriesen Knott” schon nicht mehr, der Name war aber noch da:

knott_2

Was trinken wir?

Da steht man verträumt vor der Ampel und entdeckt Dinge aus der Kindheit.

ruhrrevier_makro

Das Hochhaus anner Friedrich-Karl-Straße hat nur wenige Highlights. Zunächst gibt’s da dieses riesige Klingeltableau mit Dutzenden von Klingelknöpfen. Bei männlichen Jugendlichen mit Flausen im Kopf war dies eine Klingelmännchen-Steilvorlage.

Dann fällt mir immer wieder die uralte Leuchtreklame anner Front des Hochhauses ein. Dort blinkte jahrelang stoisch die Leuchtreklame “Lotto, Toto, Rennquintett – ein Gewinn für alle”. Irgendwann wurde sie ersetzt und es blinkte nicht mehr so vertraut im Dunkeln.

Und was sieht man, wenn die ganze Leuchtreklame abmontiert ist? Das hier:

ruhrrevier

Na, was trinkt das Ruhrrevier? 🙂

Damals, am Grabbeltisch

Letztens in Strekade wiederentdeckt: Rudis-Reste-Rampe!

rudis

(Oder nur noch die Rudis-Reste-Rampe-Reste. Wer RRR nicht kennt: es war ein Billig-Bekleidungs-Business.)

Diese Billigläden waren bei uns Jugendlichen damals verpönt. Wer dort beim Einkaufen gesehen wurde, war bei den anderen “unten durch”. Besonders verpönt war der niederländische Textilmarkt “Brons”, aber den gibt es schon lange nicht mehr, glaube ich.

Ich bin damals schon heimlich nach Duisburg zu “Nix wie hin” gefahren, dort kannte mich niemand und dieser Laden war eine Wunderwelt für Typen wie mich 🙂

Die ehemalige Strekadener Rest-Rampe-vom-Rudi war auf der Wilhelmstraße, direkt gegenüber vom ehemaligen Stadt-Krug. Und irgendwie sind in Oberhausen viele Dinge “ehemalig”…

PS: In Duisburg gibt es den „Nix wie hin“ immer noch an der gleichen Stelle wie vor 30 Jahren.