Oberhausen wird verschrottet

Letztens habe ich mir das Schwarzbuch 2012 vom Bund der Steuerzahler heruntergeladen. Oberhausen ist (wen wundert’s?) auch darin enthalten. Es geht dabei um die Oberhausener Modellstadt im LVR, ganz hinten am Ausgang zur Altenberger Straße. Das Modell zeigt Oberhausen in den 60er Jahren und hat damals über 400 T€ gekostet. Das Teil ist recht groß und dummerweise von einem Zaun umzäunt. So kommt fast niemand auf die Idee, dort einmal hinzugehen, geschweige denn durch den Zaun zu lugen.

Ehrlich gesagt, ist mir das Teil in den letzten Jahren auch immer entgangen, bis ich mal auf einem der berühmten Kinderflohmärkte dort vorbeigeschaut habe. Das Ding ist bestimmt interessant, wenn man denn mal etwas näher herankommen könnte und der Zaun nicht so ausladend wirken würde.

Wie auch immer, das Teil soll nun verschrottet werden, weil es inzwischen recht verfallen und unansehnlich ist. Vermutlich hat es in seinen letzten Lebensjahren weniger als ein paar Dutzend Besucher gesehen, die sich aus Versehen mal an den Zaun gelehnt haben.

Mein Vorschlag wäre nun: Wenn es unbedingt zerstört werden muss, dann sägt das Ding in kleine, handliche Teile und verkauft es. Entweder direkt vor Ort oder in einer bestimmten elektronischen Verkaufsbörse, wo man praktisch ALLES los wird (wenn man denn will). Ich glaube, der Schrottpreis ist nicht so hoch wie der Erlös beim Verkauf. Außerdem ist die moralische Komponente nicht zu unterschätzen: “Oberhausen wird verschrottet” gegenüber “Patriotische Oberhausener können nun IHR Oberhausen in kleinen Puzzleteilen in ihren Vorgarten stellen.”

Ihr habt die Wahl: rote oder blaue Pille.

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