“Badeanstalt auf der Emscher”

Aus der “Chronik des Uhlenbruckshofes” (aufgezeichnet von Johann Uhlenbruck im Jahr 1935):

[…] Auch noch zwei andere Ideen brachte mein Vater nach Aufgabe des Fuhrbetriebes zur Ausführung. Auf der Emscher, auf einer Anzahl Masten schwimmend, errichtete er eine Badeanstalt mit vier Badezellen. Doch rentierte sich die Anlage nicht; das Flußwasser wurde durch den Zulauf von den Zechen zusehends schwärzer und ölhaltiger, und somit wurde 1883 die Badeanstalt wieder abgebrochen, das Rundholz geschnitten und beim Bau des Hauses Würpembergstraße 35 verwendet. […]

Ich musste das mehrmals lesen: Vor 130 Jahren gab es in der Emscher eine Badeanstalt, wenn auch nur durch ein paar Holzstämme begrenzt. Aus heutiger Sicht hört sich das fantastisch an. Allerdings muss man bedenken, dass die Emscher ein Fluss ist und es lange Zeit normal war, in der Emscher seinen Freitagsfisch zu fangen.

Mal sehen, was die Renaturierung in den nächsten Jahren so bringt 😉

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