Vor gar nicht allzu langer Zeit in Strekade

Beim heutigen Rundlauf bin ich mal wieder durch Strekade gekommen. So richtig warm werde ich mit dem Stadtteil nicht mehr. Vielleicht liegt’s auch am derzeitigen Wetter 🙂 Von der melancholischen Stimmung her kommt Strekade zwar noch lange nicht an die Innenstadt oder Ost-Erfeld heran. Dennoch möchte ich im Dunkeln dort nicht mehr zwingend anwesend sein.

Ein paar Geschäfte hat’s inzwischen zerlegt. Oder wird’s bald zerlegen, glaubt man ihren Räumungsschildern im Schaufenster. Echt doof finde ich , dass XGame schon vor längerer Zeit geschlossen hat:

xgame

Der Laden war in meinen Augen ziemlich kultig und manchmal richtig “retro”. Wie oft habe ich dort nach uralten Spielen gesucht, die ich nach 20 Jahren noch einmal gerne spielen wollte. Aber nun isser weg.

Ebenfalls doof finde ich die Botschaft ein paar Meter weiter:

fc

Das hängt aber auch schon ein paar Tage dort. Jeder hat’s gelesen und nun kann das auch wieder weg. Kann ja nicht so schwer sein?

Und dann noch so mein persönlicher Spitzenreiter, anner Ecke Steinbrinkstraße:

gartenfail

Urbanes Gartendingsbums, wie am Rathaus und anner Antony-Hütte. Dieses städtische Gartendreieck hier wirkt auf mich allerdings wie dieses ungleiche Verhältnis von Wollen zu Können. Sorry, das hier bedarf einer zukünftigen Aufwertung 🙂

Kontrastprogramm

Ich weiß nicht, wie oft ich das schon gesagt habe. Aber das allerallerschlimmste Wetter ist für mich Schnee, Eis und Kälte. Ehrlich, ich kann leidenschaftlich über den Ekel-Winter und das dazugehörige Wetter streiten. Stundenlang. Jede einzelne Schneeflocke wird von mir persönlich beschimpft.

Da zurzeit der Wetterzustand alles andere als annähernd nett ist, musste ich schnell ein paar Sommerbilder von diesem Jahr heraussuchen, damit ich nicht in totale Depression verfalle.

Schön war es anner Emscher:

emil

Auch gut war das Waldteichgelände:

sonne_nix

Ebenso das Gölf-Gelände in Ost-Erfeld – schön bunt, wenn auch fies langweilig:

goelf

Ein bisschen Sonne und viel Nebel gab es dagegen inner Hühnerheide:

irgendetwas

Ich glaube, ich druck’ mir die Bilders jetzt in riesengroß aus und warte dann gespannt auf gutes Klimawandelwetter.

Letztens, kurz vor den Bahngleisen

Ich bin mir zwar sicher, dass ich das schon öfters gebloggt habe, aber irgendwie hat die Lösung bisher auf sich warten lassen. Deswegen noch einmal kurz zur Erinnerung. Am Kaisergarten, anner Straße “Am Kaisergarten”, hinten am Infozentrum Gedenkhalle vorbei, kurz vorm Hundeplatz:

bahngleis

Ich könnte mich irren, aber wenn ich Kind wäre, würden mich die offenen Gleise magisch anziehen und ich würde gucken wollen, wo die herkommen und wo die hingehen. Ja, da fehlt ein Stück vom Zaun und nur wenige Schritte weiter kommen schon die Gleise. Das sieht fast so aus als ob das Loch dort gewollt sei. Aber ich könnte mich natürlich irren.

Falls nichts signifikant dagegen spricht, würde ich gerne wollen, dass das Loch dort verschlossen wird. Kann das jemand mal machen? Fühlt sich jemand verantwortlich?

Warum ich jetzt wieder mit diesem “Warum …”-Scheiß aufhören werde

Meine letzten Beiträge habe ich mit “Warum dies und das so und so ist und wieso die Auflösung total spannend ist” betitelt. Inzwischen bin ich nur noch genervt davon. Ich glaube, dass die Message Mitteilung rübergekommen ist. Reißerische Überschriften waren vielleicht früher mal modern. Heute klingt das in meinen Ohren nur noch albern. Ab jetzt werde ich also wieder “meine normalen” Blogtitel verwenden. Gern geschehen.

Warum auf der Richard-Dehmel-Straße diese Skulpturen zu finden sind

Geheimnisvoll wirken diese in die Fassade eingearbeiteten Skulpturen auf der Richard-Dehmel-Straße.

richard_dehmel

Wenn du die schockierende Wahrheit erfährst, wirst du schockiert sein: Ich habe nicht die geringste Ahnung seit wann und warum die da anner Fassade sind!

Tackenberg ist zwar eine Siedlung voller Siedler gewesen, aber die zwei Männekes erinnern mich mehr an moderneren Bergbau denn an jahrhundertealte Siedelei. Das Gebäude ist wohl auch noch nicht so unglaublich alt. Ich tippe mal auf höchstens 50 Jahre?

Falls jemand mehr dazu weiß: Ich freue mich jederzeit auf weitere Informationen.

Warum in Oberhausen gerade viele Stellen mit einer weißen Schicht bedeckt sind

Seit kurzer Zeit sieht man an vielen Stellen in Oberhausen eine weiße Schicht, die scheinbar aus dem Nichts aufgetaucht ist. Wo sie herkommt und ob sie gefährlich ist verraten wir dir hier. Wenn du die Geschichte dahinter erfährst, wirst du vielleicht schockiert sein.

schnee(Foto: Aktuelles Archivbild aus Privatbesitz, aufgenommen 2008 im Münsterland)

Die gute Nachricht: Von uns befragte Experten geben teilweise Entwarnung. “Bei dem Zeug handelt es sich zu großen Teilen um Schnee!” sagt ein Mitarbeiter vom astrologischen Wetterweissagungsverein, der gerne anonym bleiben möchte. “Es ist zurzeit halt sogenannter Winter, da kommt das schon einmal vor, dass Wasser in großer Höhe zu Eiskristallen gefriert und als Schnee herab rieselt. Wenn es dann entsprechende Temperaturen hat, bleibt er auch hier unten bei uns liegen.” Auf die Frage, wann der Zauber wieder vorbei ist, belehrt uns der Mitarbeiter: “Wir wissen, dass nach Wintern auch wieder Zeiten mit Sonnenschein kommen. Wir können nur nicht genau festlegen, wann und wo die Sonne zuerst auftaucht.”

Richtig gefährlich werden kann es dagegen auf den Straßen. “Gegen den Schnee legen wir Glitzerkristalle aus.”, so der von uns erfundene Fahrer eines hypothetischen Streufahrzeugs. “Viel schlimmer sind die Autos, die sich plötzlich und unerwartet völlig anders verhalten. Man könnte fast meinen, dass die Fahrzeugführer eine Hirnvereisung haben”, lacht er und hinterlässt knallend eine Wolke aus Glitzerkristallen.

Warum öffentliche Bücherschränke existieren

In Oberhausen gibt es zwischenzeitlich mehrere öffentliche Bücherschränke (zum Beispiel am Ebertplatz, inner Lohstraße und inner Schulstraße).

Wenn man von einigen Angriffen durch bescheuerte Vollidioten absieht, fristen diese Bücherdinger ein ziemlich friedvolles Leben. Man muss sich das einmal vor Augen führen: Dort liegen mitunter materielle Werte von dutzenden Euronen, vom ideellen Wert mal ganz abgesehen. Bücher kosten Geld. Mitunter viel Geld. Und dennoch verharren die meisten Bücher dort und werden nicht “für immer ausgeliehen”. Ich musste auch erst mal ein paar Minuten darüber nachdenken. Anscheinend sind die Bücher so wertlos, dass es sich nicht lohnt sie einfach zu klauen “kostenlos mitzunehmen”.

Vor einiger Zeit habe ich meine Bücherregale ausgemistet. Es mussten auch ziemlich viele Computerbücher daran glauben. Ich verpackte sie sorgsam in mehrere Kartons und wollte sie einfach verschenken. Ein befreundeter Buchverkäufer sagte dankend nein: “Computerbücher laufen nicht mehr.” Im Freundes- und Bekanntenkreis dasselbe Bild “Ne, die stehen nur rum, Bücher sind out.”

Da stand ich nun mit meinen Kartons voller Bücher. Niemand wollte sie haben, nicht einmal geschenkt. Zum Wegwerfen waren sie zu schade. Zurücksortieren in meine Regale wollte ich sie nicht mehr. Ich bin die Kartons dann nach und nach bei verschiedenen Hilfsorganisationen “los geworden”.

Irgendwie hat es mich geärgert, dass niemand ein paar Bücher geschenkt haben wollte. Bücher haben anscheinend einen anderen Stellenwert als noch vor ein paar Jahren. Es ist einfacher geworden, sich berieseln zu lassen statt selbst lesen zu müssen. Warum man ein E-Book einem Buch aus Totholz vorzieht, erschließt sich mir ebenfalls nicht wirklich.

Aber jetzt verstehe ich, warum öffentliche Bücherschränke existieren und nicht leergeräumt werden.