Ruhrend

Letztens, früh morgens am Ruhrufer, kurz nach dem Nebel des Grauens.

ruehrend

Geile Farben, das muss ich der Natur jetzt mal lassen.

Und wie war das eigentlich mit dem Windrad? Ich sage einfach mal, dass das nun kommt, oder? Und warum eigentlich nur ein einziges? Wirklich effektvoll ist ein einzelnes Rad ja nun nicht gerade. Ich wäre für einen ganzen Windpark.

Auch ein Kernkraftwerk wäre nicht schlecht. Dann schwimmen in der Ruhr bald wieder Diskusfische und wir könnten öfters so tolle strahlend schöne Fotos schießen.

Oh je, jetzt habe ich wohl den Zorn aller Alstadener auf mich gezogen 🙂

Immer wieder Weihnachten

Letzten Samstag auf der Marktstraße.
Da waren wieder alle da:
Die zahllosen Knieenden, die mit einem Pappbecher in der Zitterhand um Almosen bitten.
Die umherirrenden Plastiktüten-Gestalten, die jetzt schon Verzweiflungskäufe tätigen.
Die holländischen Besucher, die sich über den Mini-Weihnachtswald wundern und eine Plastiktrompete für günstige 4.50 Euro erwerben.

Und schließlich noch die Vertreter jeglicher Hilfsorganisationen, die dich schon von weitem anvisieren und dir irgendwie immer den Weg abschneiden, um dir dann von Tier-, Kinder- und sonstigen Hilfsmaßnahmen erzählen. Gelegentlich mache ich mir den Spaß und höre mir den Text an. Wenn es sich dabei um mir unbekannte Organisationen handelt, google ich beiläufig nach deren Glaubwürdigkeit und diskutiere die Vertreter in knappen Worten in den Boden. Ja, das ist ziemlich arschig von mir. Aber wie sonst kann ich Leute davon überzeugen, dass das, was sie tun, nicht zwangsläufig der Sache hilft, für die sie da in der Kälte stehen?

Sehr schön ist auch der Diskussionsmonolog, wenn man von Kinderhilfsorganisations-Vertretern angehalten und gefragt wird, ob man kinderlieb sei und etwas für “arme” Kinder tun möchte. Da stehst du dann da vor diesen Leuten, deine vier eigenen Kinder schauen dich an und alle warten auf deine Antwort. Psychologisch ein sehr netter Deal, aber ich sage dann nur: “Guter Herr, sehen Sie sich kurz um. Fällt Ihnen an uns irgendetwas auf? Ach ja, haben Sie eigentlich auch Kinder?” Meistens reicht das als Antwort.

Und jetzt mal ernsthaft. Wir haben Kinder und wir haben Tiere. Wir brauchen per se nix zu spenden. Wir geben das ganze Jahr über genug ab. Auch an Externe und ungefragt. Die Heuchelei zu Weihnachten geht uns dabei ganz gehörig auf die Eier.

Da fällt mir ein: Der Weihnachtswald war vor 12 Jahren ein Weihnachtswald fast ganz ohne Wald 🙂 Aber das nur am Rande.

weihnachtswald_ohne_wald

Halbhochhaus

Inzwischen scheint der Abbruch des Babcock-Bürohochhauses ja schon weit fortgeschritten sein.

halbhaus

Ich hab ein bissken Angst, dass das ganze Gerummel irgendwann einfach auf die Straße kippt. Wie so eine Papp-Fassade aus Hollywood.

Wissen wir denn inzwischen, was da nun kommt, wenn da nix mehr ist? Oder machen wir erst und gucken dann?

So wie das Doppelhochhausviertel da jetzt steht, eignet es sich hervorragend als Kletterturm. Sporting Skyscraper. Warum nicht?

haushalb

Klappe, die 600.

Wenn ich meinem WordPress Dashboard glauben darf, dann ist dies mein 600. Eintrag in diesem Logbuch. Hurra.

In letzter Zeit ist es etwas still in diesem Blog geworden. Irgendwie hat man auch keinen Bock zu bloggen, wenn man seine Freizeit monatelang auf den Malediven verbringt und dort nach seltenen Erdmineralien taucht. Der Traum vom zweiten Klondike-Goldrausch hat sich jedoch als Illusion entpuppt 🙂

Ich habe ziemlich viel nachgedacht in letzter Zeit. Über Oberhausen, die Welt, Aliens, das Leben, Zeit, Freunde, beleuchtete Kloschüsseln und weitere wichtige Themen.

Aber ich fange mal mit “Oberhausen” an: Wie steht’s denn zurzeit so in Oberhausen?
Ich finde, dass es in den letzten Monaten in vielen Bereichen zumindest nicht wesentlich schlimmer geworden ist. Es gab schon Jahre, in denen es viel mehr drüber und drunter gegangen ist.

Wenn ich mich durch die Meldungen des Pressewalds schlage, muss ich feststellen, dass es streckenweise sogar richtig langweilig gewesen sein muss. Die Saure-Gurken-Zeit hat anscheinend monatelang angehalten, bis sie nahtlos in die jetzige Winterdepression überging. Zeitungsmacher muss ein ziemlich zermürbender Job sein, wenn man nur über wenig berichten kann.
But that is none of my business 🙂

Mich interessieren anscheinend eh nur noch die kleinen Dinge am Wegesrand. Wie zum Beispiel das hier:

restmuell

Falls es jemand erkennt: Das sind die teilweise künstlerischen Überreste von der Stadtteilbücherei Strekade. Mittig ein Mosaikteil. Rechts der Begriff für was da in Wahrheit stattfindet.

Überhaupt scheint Müll ein überragendes Oberhausen-Thema (wenn nicht sogar das Thema #1) gewesen zu sein. Müll eignet sich hervorragend als Füllmaterial. Füllmüll.

Daneben wurde noch ein wenig über den Straßenverkehr diskutiert. Entstehende und von uns gegangene Baustellen. Parkplatzsuche, Knöllchen, Radfahrrüpel und ein inzwischen deutschlandweit berühmter Korso quer durchs Stadtgefüge.

Die leidende Innenstadt scheint immer leidender zu werden. Nicht bemitleidenswert, aber dafür unangenehm unleidlich.

Auch die zahllosen Bombenentschärfungen in Holten eignen sich hervorragend als Dauerfüller.

Der neue Oberbürgermeister wurde ebenfalls hier und da bewertet und diskutiert. Eigentlich kommt/kam er dabei ganz gut weg.

Wie gesagt, es ist meiner Meinung nach nicht wesentlich schlimmer geworden in Oberhausen. Eher ziemlich langweiliger.

Mehr dazu in der nächsten Folge 🙂