2 Drittel weg

Zumindest von vorne gesehen:

markthalle_fast_weg Ich nehme an, dass die Markthalle nächste Woche Geschichte sein wird.

Stairway to the Artist formerly known as Bodenwelt Sadau. Oder Betten Bunse.

stairway

Werksgasthaus

Letztens war ich mal wieder am Werksgasthaus anner Essener Straße.

werksgasthaus

Jedes Mal entdecke ich dort neue Details. Über dem Haupteingang hängt zum Beispiel diese Inschrift, über die ich immer wieder rätseln muss:

inschriftDie unteren Zeilen wurden anscheinend abgefräst. Ich vermute, dass dort stand “Werksgasthaus der Gutehoffnungshütte”. Kann das jemand bestätigen?

Like I said

Wie gestern schon gesagt. OXEA war nicht das letzte Unternehmen, was uns verlässt.

finke

Das Möbelgeschäft Finke wird in Bälde nicht mehr in Strekade präsent sein. Aber für Nachschub ist gesorgt. Vermutlich wird ein anderes  Möbelgeschäft dort einziehen. Just google.

And hey, wait for the next one 😉

Die Silhouette bleibt

Ein weiteres Unternehmen verlässt Oberhausen. Diesmal ist es die Ruhrchemie OXEA. OXEA verlagert den Firmensitz ins beschauliche Monheim (kenne ich gut, weil ich da öfters war :))

Monheim ist ein das Gewerbesteuerparadies. Damit ist aus unternehmerischer Sicht alles wesentliche gesagt. Und OXEA ist nicht das erste Unternehmen, das aus Oberhausen abwandert. Die absurd hohe Verschuldung Oberhausens und deren erhoffter Abbau unter anderem durch die absurd hohen (Gewerbe-) Steuern haben dazu beigetragen, dass Oberhausen nun komplett in der Bretagne sitzt. Die Gewerbesteuer-Situation ist in meinen Augen selbst langfristig aussichtslos unlösbar.

Die tolle Silhouette bleibt allerdings in Oberhausen. Der Qualm auch. Die belegte Fläche auch.

ruhrchemie

PS: OXEA wird nicht das letzte Unternehmen sein, das abwandert. Just wait for it 😉

Kaiserparken – Peinlichkeit par excellence

Vor etwas mehr als 2 Jahren schossen am Kaiserparkgarten einige Parkscheinautomaten aus dem Boden.

Niemand wollte sie haben. Niemand konnte sie leiden. Alle haben gehofft, dass der “Ich zieh erst mal einen Parkschein für eine Stunde, wird schon nix passieren”-Parkschein auch wirklich nicht böse endete. Wirklich lebhaft in Erinnerung sind mir nur noch die Beschwerden der SPD-Sommerfest-Besucher. Einige Viele von Ihnen haben seinerzeit ein Ticket wegen eines abgelaufenen Parkscheins bekommen.

Besonders ätzend: Gebührenpflichtig sind die Parkplätze von Montag bis Sonntag, von 9 bis 18 Uhr, also praktisch in der kernigsten Kernzeit, die es so geben kann. Die Höchstparkdauer beträgt 4 Stunden, was im Sommer kaum reicht, um den Tierpark zu durchkreuzen und einen Abstecher auf den Spielplatz zu machen.

Das Blatt wird sich bald wenden, und das auch noch einstimmig! In absehbarer Zeit werden die Dinger wieder stillgelegt. Viel Tamtam und Geld für beinahe nix. Das Gespinst verpufft in der Luft. Es ist weg, verschwunden für immer, eine Fehlentscheidung mehr auf der langen Schämliste der entsprechenden Partei.

Und doch bin ich damit nicht zufrieden. Das ganze Gehampel hat wieder mal diesen Oberhausener Beigeschmack, der mich seit 20 Jahren verfolgt: Erst mal rein in die Kartoffeln, Ärmel demonstrativ hochkrempeln (gähn!), ein bisschen Geld verschwenden und dann sehen, dass es prinzipiell Scheiße war, was man getan hat. Und dann wieder raus aus den Kartoffeln und hoffen, dass niemand etwas gemerkt hat. Die Schuld kann man letztlich schieben auf die Opposition, die Landesregierung, die Bundesregierung, die Entscheider in Brüssel, die UNO, die höheren Mächte etc. Zugegeben, eigentlich ist es ein kleines Übel, über das man sich stundenlang und dennoch unnötig erregen kann. Und vielleicht sehe ich die Sache sehr kritisch. Aber die Struktur dieses Übel entdecke ich in vielen anderen Entscheidungsfällen in Oberhausen auch: erst einmal planlos agieren und dann gucken ob es Scheiße war.

But, so what?

Einige Wünsche habe ich noch:

  • Lasst die Parkscheinautomaten als Industriedenkmale stehen. Hängt einen Zettel dran, wer dafür und wer dagegen war. Schreibt unten drunter, dass sich die Tiere wie wahnsinnig über eine freiwillige Spende freuen.
  • Der Eintritt zum Tierpark muss immer kostenfrei bleiben, auch wenn die räumliche Struktur desselben gerade eben gegensätzlich zu dieser Hoffnung gestaltet wurde. Das ist bestimmt reiner Zufall…
  • Und wenn wir schon damit anfangen: die Parkscheinautomaten in der Innenstadt können ebenfalls stillgelegt werden. Einfach nur so, als nette Geste. Die Einnahmen aus den Automaten machen angesichts der Höchsthöchstverschuldung der Stadt den Braten auch nicht mehr wirklich fett, aber dafür einige Leute vielleicht so glücklich, dass sie mal in der Innenstadt einkaufen gehen fahren möchten.

Abrisse

Halb Oberhausen ist / wird abgerissen (worden):

 Hotel Gerlach-Thiemann, Eckgebäude ist inzwischen komplett weg

arrestanstalt Arrestanstalt (unsichtbar)

 

In meinen Augen besonders interessant:

marthlleMarthlle

 markthalle_halb

Markthalle halb

Das komplette Viertel (oder Endstück) anner unteren Marktstraße wird dem Erdboden gleichgemacht, damit dort ein Dachgewächsdingsbums mit einem Arbeitsamt unten drunter gebaut werden kann. Ehrlich, ich höre ständig dieses Dachgewächsdingsbums. Was ist so spannend daran?

Wenn man genau hingesehen hat, konnte man schon auf dem ehemaligen Gebäudedach tatsächlich so eine Art Mini-Plantage erahnen (links oben lugt sie hervor):

pflanzen_dach

Hätte man also eigentlich alles so lassen können 🙂