Sandstrand in Vonderort

Coole Idee: in der Südhälfte von Vonderort entsteht zur Zeit ein Sandstrand.

beach_party

Da werden wir auch öfters mal chillen 🙂

Ich bin mal gespannt, was die 2198 Gänse dazu sagen werden. Und der Sand auf dem Weg kommt sicherlich auch noch weg, oder?

Jedenfalls finde ich es extrem gut, dass Vonderort wieder etwas aufgewertet wird. Immerhin habe ich da praktisch meine Kindheit verbracht. Den Nordteil habe ich dagegen für mich schon abgeschrieben. Ich habe auch keine Idee, was man damit noch machen könnte. Vielleicht etwas urban-sportives? Was ist eigentlich aus der Idee mit den Dinos geworden?

Ach ja, auf dem Wasserspielplatz nebenan sprudelte schon das Wasser. Etwas ungewöhnlich um 0700 morgens und bei 11 Grad Celsius. Kann man das nicht zeitoptimieren?

Die Hölle ist zugefroren, teilweise

Vorhin war ich mal gucken, was von der Ruhr in Liebe am Tag danach noch übrig geblieben ist. Aber das war recht unspektakulär. Also bin ich mal kurz hinüber zur Baustraße getanzt und habe mir meinen Ost-Erfelder Running Abfall Gag angeschaut.

Erstaunlicherweise ist der Abfall jetzt weggeräumt! Naja… Nicht wirklich. 1 von 2 Haufen ist weg. Der zweite Haufen liegt noch fein säuberlich zwischen den Bunkereingängen.

Jetzt frage ich mich, wie so etwas funktioniert. Es kommt da jemand, räumt den einen Abfallhaufen weg und vergisst den anderen, der 10 Meter entfernt ist? War Feierabend?

Damals, diese unendlich geilen Ketchupbrötchen

Es gibt ein paar Dinge aus meiner Kindheit, die sich in die heutige Zeit ketchup_brotherüber gerettet haben. Wenn ich eine Liste dieser Dinge machen müsste, dann stünden “Ketchupbrötchen” ziemlich weit oben.

Nach Schulschluss sind wir regelmäßig zur Bude auf dem Bahnhofsvorplatz gerannt. Die Bude gibt es heute noch – allerdings renoviert, vergrößert und mit anderem Betreiber.

An dieser Bude gab es für wenige Groschen (40 Pfennig?) ein ausgehöhltes Brötchen mit einer Ketchupfüllung. Das war’s. Mehr brauchte man damals nicht zum Sattwerden. Ich weiß nicht, ob der Verkäufer noch eine geheime Zutat verwendet hat, denn es blieb meistens nicht bei einem einzigen Brötchen. Die Dinger haben uns süchtig gemacht. Wir waren Ketchupbrötchen-Junkies.

Es war eine hohe Kunst die Dinger zu essen, ohne sich komplett einzusauen. Die Brötchensorte spielte dabei eine große Rolle. Zu knusprig durfte das Brötchen nicht sein, sonst quoll der Ketchupsaft beim ersten Biss aus allen Ritzen. Zu papp war auch doof, dann schmeckte es wie Gummi. Das letzte Stück Brötchen (mit dem meisten Ketchup) wurde komplett in den Mund geschoben. Dann kaufte man sich ein neues Ketchupbrötchen, bis man kurz vor dem Vomitus stand oder alternativ das Geld zu Ende war. Die Besten von uns haben locker 5 und mehr Brötchen am Stück geschafft. Wir waren schon damals keine Gourmets sondern Vielfraße.

Als Alternative zu den Ketchupbrötchen gab es noch den Hotdog-Stand am Kaufhof, an der Ecke Paul-Reusch-Straße/Helmholtzstraße. Die sogenannten “Hotdogs” waren allerdings heiß aufgepustete Industriebrötchen mit einer Frikandel als “Fleisch”füllung und einem kräftigen Schuss Ketchup als Geschmacksneutralisator. Aber sie schmeckten ebenfalls so geil, dass man mehrere davon essen konnte. Den Hotdog-Stand gibt es aber schon seit 20 Jahren nicht mehr.

Auf dem Weg zur Schule kauften wir uns beim Bäcker Ferger (in der Elsässer Straße) Brötchen mit eingequetschtem Schokokuss (der hieß früher anders, aber aus Gründen der politischen Korrektheit…) Diese Schokokussbrötchen waren die morgendlichen Antipoden zum Ketchupbrötchen und ebenfalls sehr sehr geil. Sie haben uns den Start in den Tag versüßt. Aber leider gibt es auch die Bäckerei Ferger nicht mehr.

Heutzutage holt mich die Kindheit öfters wieder ein: ich esse lieber ein (paar) Ketchupbrötchen als von einer reichgedeckten Tafel mit Speisen, deren Namen ich erst googlen muss.

Und wenn ich mal irgendwann sterbe, legt mir bitte, bitte ein Ketchupbrötchen unter die Zunge – Charon wird sich ein Bein abfreuen 🙂

An der JVA knabbern

Der erste Bagger Abriss-Aparillo steht schon länger bereit. Bald wird die JVA in Oberhausen abgeknabbert. Eigentlich schade um das Gebäude. So kaputt und störend war es ja nicht.

jva_bagga

Ich habe immer noch nicht ganz herausgefunden, was denn nun stattdessen dort entsteht. Ist auch egal – die geplanten Pläne werden so oder so bestimmt noch dynamisch angepasst. Erst mal alles abreißen und hinterher gucken ob es Scheiße ist.

Räumungsverkauf

Ein weiteres Traditionsgeschäft schließt in Styrum: Das Schreibwarengeschäft Munschek.

munschek

Aber immerhin tut sich etwas im leerstehenden Ladenlokal des ehemaligen Edekas nebenan. Dort wird eine Kindertagesstätte gebaut.

Nun ist er weg – und nun?

Da ich letztens am Bunker anner Baustraße war, bin ich mal eben rüber zum weggen Bunker anner Brottoper Straße. (Wenn das kein Ruhrgebietsdeutsch war, dann weiß ich auch nicht mehr ;))

weg_und_nu

Jedenfalls… Da tut sich ja gerade nicht viel. Eigentlich auch gar nix. Immerhin könnte der Platz in der Zwischenzeit als Ausweichparkplatz freigegeben werden. Aber wer möchte schon dorthin ausweichen? So viel Besucher hat die Ost-Erfelder Innenstadt auch nicht mehr. Und das Ladensterben setzt sich auch dort weiter fort. Just wait for it!

Profis am Werk

Egal wie man es dreht, flektiert und dekliniert, es kann in diesem Kontext einfach nicht “Professionellen” heißen.

profis

Gestern, auf der Baustraße

Running Ost-Erfeld Gag.

Wie schon öfters hier und hier und zuletzt hier gebloggt, ist der Bunker an der Baustraße jetzt schon fast mein Lieblingsindikator für die städtische Lethargie in Oberhausen.

Immerhin hat sich etwas bewegt. Der Abfall an dieser Stelle ist teilweise weggeräumt (dafür ist die Matratze aber neu):

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Der weggeräumte Abfall befindet sich aber lediglich ein paar Meter weiter:

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”Tja.” Mehr kann ich nun auch nicht mehr sagen.