Neue Wellen überall

Vor einigen Tagen wurden bei uns auf der Straße die neuen LED-Teller-Straßenlampen installiert. Davor gab es die üblichen 360-Grad-Rundum-Quecksilber-Leuchtstoff-Lampen. Am ersten LED-Abend denkt man tatsächlich, dass man von der Sommerzeit in die Winterzeit geworfen wurde, weil es so düster auf der Straße ist. Auch im Wohnzimmer muss man jetzt Licht einschalten, weil von draußen nix mehr hereinleuchtet. Am zweiten Abend hat man sich schon etwas an die anderen Umstände gewöhnt und man sieht die Licht-Wellen etwas objektiver. Die Straße und der Bürgersteig sind ausreichend beleuchtet. Im Prinzip ist es an den wichtigen Stellen genau so hell wie vorher. Lediglich der subjektive Eindruck “von früher” spielt einem vor, dass nun alles viel dunkler sei. Stimmt auch teilweise, die Umgebung ist nicht mehr so hell wie früher. Aber wann braucht man das auch mal? Dafür sparen die LED-Dinger eine Menge Energie, auch wenn sich die Investition erst in einigen Jahren lohnen wird. Die LED-Wellen bekommen meinen Daumen hoch!

Und dann waren da noch die WLAN-Wellen, die sich bald als innovative Neuerung “Hot Spot” in der Innenstadt tummeln und den Standort technologisch voranbringen sollen (oder so in der Art). Nun ja, die Theorie liest sich ganz nett. Aber auch nur, wenn wir jetzt das Jahr 2008 hätten. Ein WLAN ist nur für Besucher der Innenstadt interessant, die “Einheimischen” werden wohl stationäre Internetz-Flatrates besitzen.

Maximal wird das WLAN also von Besuchern und ihrem Smartphone genutzt. Und jedes Smartphone hat inzwischen als fast kostenlose Dreingabe einen LTE-Tarif. Gibt’s noch Tarife ohne Internetz-Flatrate? Vor diesem Hintergrund ist der Oberhausener-Innenstadt-Hot-Spot so 1983, dass er fast schon peinlich ist. Gibt es keine kreativeren Ideen? Von mir gibt es für diese WLAN-Wellen-Idee den Daumen runter.

Da fällt mir ein: Vor Jahren sollte die Innenstadt von Oberhausen (zumindest die Marktstraße) überdacht werden. Das Projekt nannte sich “Neue Welle Oberhausen”. Wenigstens diese Welle hätte Wellen geschlagen. Leider wurde die Bedachung nicht realisiert. Andere Städte haben mit Teil-Überdachung der Einkaufsstraßen inzwischen gute Erfahrung gemacht (spontan fällt mir Krefeld ein).

Staugselle

Mein erster Gedanke, als ich dieses Schild am Ufer des Rhein-Herne-Kanals gesehen habe, war auch völlig richtig:

saugstelle

Eine Saugstelle dient selbstverständlich der Entnahme von Löschwasser.

Jawohl.