Effektvoll und umweltbewusst

Der einzige Starenkasten in Oberhausen, der seinem Namen gerecht wird:

starenkasten

Das Teil steht seit Dutzenden Jahren an der Ripshorster Straße und ist in der Tat so etwas wie ein Vogelhäuschen. Zumindest findet man Einfluglöcher. Der wirkliche Clou an der Sache ist das gelb gepinselte Röhrchen, was vorne unten herausguckt. Von weitem sieht das dann wirklich aus wie ein Starenkasten Blitzer. Der Effekt ist, dass viele Autofahrer (die nicht einheimisch sind) schon weit vor dem Vogelhäuschen tatsächlich langsamer werden. Je näher man kommt, umso mehr entpuppt sich der Blitzer zwar als revolutionäre Bastelsache. Dennoch scheint für viele Autofahrer ein Restrisiko zu bestehen und sie schleichen lieber langsam an dem Teil vorbei.

Wenn alle einfachen Dinge nur so effektiv wären!

Weg war der Jugendtreff

Der (alte) Jugendtreff anner Flugstraße in Holten ist nun Geschichte. Er wurde dem Erdboden angeglichen.

holten_jugendhaus

Irgendwann hat es dort mal gefackelt, so vor 15 Jahren? Ein wenig “unaufgeräumt” sah die Kajüte ja schon immer aus. Seitdem nebenan der neue Jugendtreff errichtet wurde, gammelte das Teil stärker vor sich her. Egal, nu is wech.

Statt Oberhausen

Letztens, beim Karnevalszug.

joke

Ist natürlich nur als Wort-Witz gemeint. Gibt es übrigens auch für Strekade.

Ab Oktober können wir kreiseln

weseler

Voraussichtlich ab Oktober 2015 (hohohohoho!) können wir hier an der Weseler Straße herumkreiseln bis der Arzt kommt. Generell finde ich Kreisverkehre Kreisverkehrsplätze “ganz nett”, wenn sie denn groß genug sind (Ist schon mal jemand gegen 17 Uhr am Kreisverkehr Weierstraße auch so wahnsinnig geworden wie ich?) Dieser hier scheint recht groß zu werden. Kostet auch 1,5 Millionen Geld, inklusive neuem Busbahnhof und PR-Parkplatz. Aber schauen wir erst mal, was dabei am Ende herauskommt.

Warum waren die Ampeln eigentlich so unangebracht?

Doch noch ganz schön geworden…

Ich bin davon ausgegangen, dass das Getreide-Silo in Ost-Erfeld innerhalb weniger Tage pulverisiert sein wird, aber anscheinend war der Abbruch doch schwieriger als gedacht. Inzwischen ist es  jedoch platt und weg und Geschichte.

Obwohl mich das Ding emotional nicht berührt hat, lieferte es dennoch ein paar schöne Abschiedsbilder.

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kaputt2

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Ach, da fällt mir ein: In 10 Monaten ist schon wieder Heiligabend! 🙂

Willkommen zurück

sirene

Die Sirenen sollen nach Oberhausen zurückkommen. Vor Urzeiten abgeschafft, sollen sie jetzt wieder installiert werden, um vor Gefahrensituationen zu warnen.

Ich habe schon vor Jahren darüber gebloggt und mich über ihr Verschwinden beklagt.

Daher begrüße ich die Wiederkehr natürlich. Und doch finde ich, dass es auch noch andere (zusätzliche?!!) Möglichkeiten geben sollte, um die Bevölkerung bei größeren Katastrophen zu warnen.

Eine Email oder eine SMS sollten technisch machbar sein. Es gibt zwar Apps, die in und vor Katastrophensituationen warnen sollen, allerdings vertraue ich denen noch nicht so wirklich.

Ich warte mal ab, was kommt und freue grusele mich schon auf den vor dem ersten Probealarm. Dennoch hoffe ich, dass die Dinger in der übrigen Zeit möglichst wenig losheulen.

Liebe in Oberhausen – 25

liebe25

 

Die viertelhundertste Liebe in Oberhausen. Ein guter Zeitpunkt, um mit dieser Serie endlich aufzuhören 🙂

And don’t forget: Love is found in unexpected Places.

Über das Nichts

Kaum ist man ein paar Wochen in Hongkong, passiert in Oberhausen… mal wieder überhaupt gar nix spannendes!

Außer natürlich die Diskussion um die 105. Anscheinend gibt es zur Zeit (und das auch schon seit Wochen) nur ein einziges Thema: Die Fortführung der Linie 105. Kaum wird man morgens wach, läuft ein 105-Werbespot im Radio. Kaum startet man das Internetz, quillt 105 aus allen Kanälen. Totholz-Nachrichten: 105 auf allen Fasern. Briefkasten: 105 intramtamtam Hochglanz. Innenstadt: Ein Ja-Plakat zur 105. Gesprächspartner in der Realwelt: “Sag mal, was hältst du eigentlich von der 105?” Et cetera und gähn!

Ich habe schon vor Monaten mein Tram-Tamtam beigesteuert. Generell ist es mir Wurst, ob der Lückenschluss (welche Lücke eigentlich?) getätigt wird oder nicht. Vermutlich werde ich diese Straßenbahn nicht ein einziges Mal in meinem Leben nutzen. (Das bedeutet natürlich nicht, dass der Bau dieser Strecke im Allgemeinen schlecht ist.) Ob der “Lückenschluss” wirklich bedeutsam für die Metropole Ruhr wird, glaube ich nicht. Eher wird er bedeutsam für die Neue Mitte. Und für den Essener Weihnachtsmarkt. Wenn überhaupt. Ob die angepeilte Fahrgastzahl jemals erreicht wird, wage ich auch zu bezweifeln. Und die geplante Streckenführung zerschneidet in luftiger Höhe das einstige Filetstück von Oberhausen. Filetstück oder dann doch Burger Patty?

Was mich an der ganzen Sache allerdings extrem nervt, ist die oben bereits angedeutete, ständige Berieselung zum Thema 105. Überall schweben harfenspielende Rauschgoldengel und flüstern mit sanfter Rosa-Watte-Stimme in mein Ohr: “Sag Ja zur 105!” Ich fühle mich irgendwie an den Film “Sie leben!” von John Carpenter erinnert. Warum existiert dieses extreme Interesse am Bau der 105? Was steckt dahinter?

Thanks God, wir leben in einer Demokratie. Jeder darf beim Ratsbürgerentscheid sein Kreuzchen dort machen, wo er möchte. Und obwohl mich die 105 wohl auch in der Zukunft nicht wirklich interessieren wird, gehe ich dennoch mein Kreuzchen machen. Demokratie eben.

Und leider hat das ständige, monotone und nervige Pro-105-Geblubber bei mir zu einer Art persönlichem Streisand-Effekt geführt. Nicht immer ist Werbung proaktiv. Im Fall der 105 rutscht bei mir inzwischen jegliche 105-Jubelei in die Abteilung “nervig”, wird mit dem Aufkleber “bewirkt genau das Gegenteil” verschlagwortet und verschwindet schließlich mit Schwung in meiner zerebralen Rundablage.

Glück Auf.