Jahresrückblick 2014. Again. Not.

Wie schon im letzten Jahr gibt es auch dieses Jahr an dieser Stelle keinen Jahresrückblick. Der Drops ist gelutscht.

Alle Hoffnungen und Wünsche von mir haben sich 2014 nicht erfüllt. Was auch kein Wunder ist, denn schließlich reden wir über Oberhausen. Irgendwie fällt mir auch nix mehr zu dieser Stadt ein… Für 2015 wünsche ich mir nix. Außer vielleicht die Eingemeindung zu Essen, höhö 🙂

Na denn mal ein frohes neues Wein-Nachten und ein besinnliches Silvesterfest!

Holt’ner Weihnachtsmärktle

Heute waren wir mal auf dem Weihnachtsmarkt in Holten.

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Der Weihnachtsmarkt befindet sich auf dem Vorplatz des Kastells. Dementsprechend groß ist er auch. Man kann ihn locker in 1 Minute umrunden, was aber absolut für diesen Weihnachtsmarkt spricht! Es gibt bekanntermaßen nichts langweiligeres als sich stundenlang über den Weihnachtsmarkt schieben zu lassen und dabei sündhaft teure Überflüssigkeiten zu erwerben. Und damit meine ich nicht Glühwein und Lumumba.

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Bei einigen Besuchern kann man leichte Verwunderung feststellen, wenn sie realisieren, dass der Weihnachtsmarkt tatsächlich so klein ist und sie schon “fertig” sind.

Wir finden den Holtener Weihnachtsmarkt absolut ausreichend. Alle wichtigen Dinge sind vorhanden (Essen, Trinken, Sitzen, Rumlaufen, Musik, Toiletten, Weihnachtskrimskrams). Man kann sich sehr schlecht aus den Augen verlieren. Und Männer finden diesen Weihnachtsmarkt vermutlich eh traumhaft…

Bunker am Hellweg

Nein, nicht der Westfälische, sondern der in Buschhausen.

Und es ist auch eher ein Bünkerchen. Aber ich wollte es trotzdem mal erwähnen 🙂

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Letztens, am Weihnachtsmarkt

Natürlich waren wir am Wochenende auch auf dem Weihnachtsmarkt. 200000 andere Menschen können ja nicht irren 🙂 Es war zwar “etwas” voll, aber die Kinder wollten unbedingt die Eisbahn sehen (sehen!!!) Selbstverständlich ist uns jeder Wunsch der Kinder letztlich doch Befehl.

Ich bin lieber den Schleichweg gegangen und habe Fotos von unserem Masogeter gemacht.

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Und ja: Da sind tatsächlich dicke Goldfische im Wasser.

Ich würde gerne tauschen…

Wegen Geldmangels und defizitärer Haushaltslage wird in Oberhausen erwogen, einige Gebühren und Steuern und Pipapao zu erhöhen. Gähn, kennen wir ja schon…

Unter anderem sollen die Gebühren der Stadtbücherei erhöht werden. Von jetzt 16 Euro/Jahr auf bald 20 bertbrechthaus Euro/Jahr. Ich bin mir ziemlich sicher, dass wir nur 14 Euro/Jahr bezahlen, weil wir am Lastschriftverfahren teilnehmen, beschwören würde ich’s aber nicht.

Einige Leute erregen sich darüber, dass die Gebühren steigen sollen. Ich dagegen denke, dass die Gebühren noch viel zu gering sind. Für wenige Pfennige im Monat kann man sich beliebig viele Bücher ausleihen. Man kann die “Onleihe Medien-Laden” benutzen, das Ebook-Portal der Stadtbücherei. Man kann sich in den Büchereien in Ruhe hinsetzen und lesen, in den Tag träumen oder Musik hören. Es ist warm und gemütlich. Ruhig und beschaulich. Die Toiletten sind sauber und stellen keine Hygienekatastrophe dar, wie die übrigen Klos in der Stadt (Wer ein Kind mit Reizblase hat, weiß ein Lied davon zu singen!) Die Kinder können sich in der Kinderbücherei für ein paar Minuten bis hin zu einigen Stunden allein beschäftigen. Und so weiter und so fort.

Man bekommt für sein Geld also eine Menge Leistung. Die Leistung ist ungleich höher als bei so manchen anderen gebührenpflichtigen Dingen. Ich denke da spontan zum Beispiel an den Rundfunkbeitrag. Ich kann es selbst nicht glauben, aber wir zahlen dafür tatsächlich über 200 Euro im Jahr! Und es ist eine Gebühr ein Pauschalbeitrag, die den man nicht freiwillig zahlen kann sondern muss. Von diesen 200 Euro nutzen wir effektiv vielleicht ein Zehntel. Also die Büchereigebühr für ein Jahr. Und ehrlich: Ich würde liebend gerne allein diese Gebühren („Pauschale“) tauschen!

Ein bisschen doof für eine Gebührenerhöhung ist natürlich der Zeitpunkt. Da wurde die Bücherei gerade mit viel Tamtam erneuert und die Kosten waren letztlich höher als geplant. Und nun soll prompt eine Gebührenerhöhung kommen. Das könnte für einige Wasser auf der Mühle sein.

Ich bin aber der festen Überzeugung, dass mein Geld in der Bücherei sehr gut aufgehoben ist. Ich würde auch mehr Geld geben, denn ich bekomme eine stets gute Leistung dafür. Gerne würde ich für den Rest meines Lebens auf das zu 98 % unsägliche grottige Fernseh- und Radioprogramm verzichten und dafür dann 200 Euro/Jahr für die Bücherei zahlen. Freiwillig.

Dinos in Vonderort

In der Nordhälfte vom Revierpark Vonderort soll ein Dinosaurierpark entstehen. Ein Geschäftsmann plant, dass ein Teil des Parkgeländes umgebaut wird. Es soll dort eine kostenpflichtige Ausstellung mit Modellen von Dinosauriern entstehen.

Mein erster Gedanke war: What?

Aber ich fange mal vorne an. Eigentlich wollte ich Archäologe werden (ernsthaft!). Und das kam so: Als Grundschüler bekam man von der Schule Sparkasse eine Spardose. Den Schlüssel dazu hatte nur die Lehrerin. Sobald die Dose voll war, wurde die Dose von der Lehrerin geleert und das Geld wurde auf das Sparkassenbuch eingezahlt. Im Gegenzug bekam man eine Anzahl kleiner selbstklebender Sammelbildchen, die man in (eigens dafür zu erwerbende) Sammelalben kleben konnte. Mein erstes Sammelalbum war irgend etwas mit “Urzeit”. Dort konnte man diese riesigen Dinos sehen. Und Urzeitfische, –pflanzen, –vulkane und das ganze andere Zeugs. Ich sparte wie blöde, nur um das Album zu komplettieren. (Mein zweites Album war übrigens etwas über das Weltall. Es war lange nicht so interessant wie das über die Urzeit.)

Irgendwann stand dann der erste Besuch im Traumlandpark in Kirchhellen an. Vielleicht war das auch Feldhausen? Dort gab es neben der legendären Maikäferbahn (anyone???) auch den Dinosaurierpark mit meist lebensgroßen Modellen von Dinos. Damals konnte ich noch alle wissenschaftlichen Namen aufsagen. Dennoch war der erste Besuch dort einschneidend für mein weiteres Interesse an Dinos: ich habe es ganz einfach verloren. Die Modelle haben mir einmalig gezeigt, wie die Dinger in echt ausgesehen haben mögen. Und man konnte sie anpacken und hat gefühlt, dass sie nicht echt waren. Nur Plaste und Beton. Es ging keine Gefahr von ihnen aus. Sie waren seltsam kalt und uninteressant. Seit diesem Tag haben mich Dinos nicht mehr sonderlich interessiert. Ich war 8 Jahre alt.

Als 15 Jahre später Jurassic Park im Kino lief, war ich wieder beeindruckt von der Technik, aber nicht von den Dinos an sich. Auch die folgenden unendlichen Sequels und Remakes erregten nicht gerade mein Interesse.

Heute gehe ich ab und an mal in das Naturkundemuseum im Quadrat in Bottrop. Ich bin immer wieder erstaunt, wie wenig Besucher sich dorthin verirren. Obwohl es dort warm ist und es keinen Eintritt kostet.

Vor diesem Hintergrund sehe ich den geschäftlichen Erfolg der Idee eher kritisch. Ich glaube, die Zeit der Dinos ist vorbei. Wenigstens für mich persönlich 🙂norden

Ich möchte die Idee nicht schlechtreden. Alles, was in Vonderort geändert wird, sollte man zunächst mal positiv sehen. Schlimmer kann’s nun fast gar net kommen. (Ich berichtete schon mehrmehrmals über den Zerfall in Vonderort und wie traurig mich das alles macht. Im Besonderen finde ich die Nordhälfte inzwischen katastrophal, den Sauna- und Badebereich mal ausgenommen.)

Klar, eigentlich war das Konzept der Revierparks damals ein anderes. Es sollte eine kostenlose Kultur- und Parklandschaft für die Bevölkerung entstehen. Dem steht eine kommerzielle Nutzung schon etwas entgegen. Das ursprüngliche Konzept der Revierparks ist aber schon 40 Jahre alt. Vielleicht sollte man umdenken.

Mein Fazit: Wenn nicht zu große Wald- und Wiesenflächen eingezäunt werden, der Eintrittspreis nicht zu hoch ist und der Dinopark zusätzlich mit öfters wechselnden Attraktionen lockt, würde ich den Plan begrüßen. Wenn allerdings einer dieser Parameter nicht stimmt, bin ich vor allem dem langfristigen Erfolg der Unternehmung etwas pessimistisch gegenüber eingestellt.

Und zunächst muss man sehen, ob der Plan überhaupt konkretisiert wird… (Das ewige Thema und inzwischen der Running Gag in Oberhausen.)

2 b continued.