Baumweg, Badweg, Domnochnicht

Der Baumbestand im Volkspark Ost-Erfeld wurde in den letzten Tagen etwas dezimiert gelichtet. Ich war daher ma kuckn, Bäume sind ja meine Freunde:

baumweg

Ich hatte mir die Sache etwas schlimmer vorgestellt. Im Prinzip findet hier das statt, was im Stadtwald Ost-Erfeld (Vonderort) schon die ganze Zeit passiert. Außerdem ist heuer wenig Blattgrün an den Bäumen, sie wirken daher per se etwas nackig. Ich habe mir die abgesägten Bäume zwar nicht näher angeguckt und nachgemessen, glaube aber einfach mal, dass es hier “mit rechten Dingen” zuging. Ich bin mir ziemlich sicher, dass hier in Kürze wieder viel Grünmaterial vorhanden ist. Die Natur rächt sich immer Smiley

Und weil ich schon mal in Ost-Erfeld weilte, machte ich noch einen Abstecher zum weggen Stadtbad:

badweg

Nun ist es fast komplett weg und ich find’s immer noch sehr schade.

Und dann war da noch der Dom. Der wird zur Zeit hübsch herausgeputzt und fein gemacht.

derdom

Wozu eigentlich? (Ein flanierender Spaziergänger, der mich fotografieren sah, raunte zu mir herüber: “Ja, ja, ist bald wieder Wahl.” Was er damit meinte, weiß ich nicht Zwinkerndes Smiley)

Immerhin wird der Dom jetzt vernünftig abgesichert und gefahrtechnisch entschärft. Nicht schlecht, nach gefühlten 763 Jahren!

Did you notice the nice Moiré?

Rätselding

Dieses Foto habe ich vor ca. 10 Jahren aufgenommen. Leider weiß ich nicht mehr genau, wo das ist/war. Damals war Geotagging noch nicht so groß in Mode 🙂 Auf jeden Fall ist es irgendwo in Oberhausen.

Erkennt es jemand wieder??? Und (viel wichtiger) weiß vielleicht jemand, was das sein könnte?

raetselding

 

Update: zu finden sind diese Dinger (es gibt mehrere) neben dem Osterfelder Bahnhof an der Stadtgrenze zu Essen. Anscheinend gehören sie aber nicht zur ehemaligen Zeche Vondern.

Die Ente ist sicher!

Im Kaisergarten darf man keine Enten mehr schießen. Und auch in den anderen Parksente in Oberhausen darf man keine Enten mehr schießen. Und auch keine Gänse. Und vermutlich auch keine Problembären und Säbelzahntiger.

Ich muss zugeben, dass mich die Anzahl der Gänse in Vonderort schon des Öfteren hat fluchen lassen. Besonders der ziemlich versiffte Rasen ist sehr nervig.

Aber wenn ich daran denke, dass dort Jäger mit Flinte herumlaufen und Tiere schießen bin ich doch noch etwas mehr genervt. Sicherlich scheiden sich bei dem bloßen Begriff “Jagd” die Geister. Die einen denken an völlig legitime Regulation der (urbanisierten) Natur, die anderen denken an Großwildjäger, die ihre Trophäen zu Hause an die Wand nageln. Zu vielschichtig ist dieses Thema, als dass man auf einen Konsens kommen kann. (Ich finde übrigens auch das “Daumen- und Fingerschießen” auf der Kirmes eher befremdlich.)

Ich bin aber der Meinung, dass man Tiere nicht ohne Grund töten darf. Weder den aus dem Zirkus ausgebüxten Elefanten (er kann nix dafür), noch Enten, die in einem öffentlichen Park wohnen (sind halt Stadtenten), noch einen Säbelzahntiger (der steht bestimmt seit Millionen von Jahren schon auf der Roten Liste).

Mag sein, dass ich in der tiefen Wildnis von Kanada in der letzten Sekunde meines Lebens anders über Jagdflinten denken würde, wenn mich gerade ein Braunbär anspringt. Aber der Braunbär lebt wahrscheinlich auch schon länger da und hätte daher durchaus ein Recht mich anzuspringen. Darüber hinaus ist dies auch eine ganz andere Thematik als eine übermäßige Anzahl von Enten im Stadtpark…

Ich glaube aber, es gibt grundsätzlich noch andere Möglichkeiten eine Tierpopulation zu vermindern, als direkt eine Waffe zu benutzen.

Ente gut, alles gut? Nein, das Thema Jagd wird Jäger und Nicht-Jäger immer entzweien. Dass sich die beiden Seiten jemals nähern werden, glaube ich eher nicht.

Für Oberhausener Enten gilt aber vorerst: die Ente ist sicher!