Ein Wunder!

Schon gestern war ich etwas verwirrt, als mir plötzlich auf der Duisburger Straße ein Fahrzeug entgegenkam. Seit mindestens 100 2 Jahren besteht bestand doch dort eine Baustelle.

Und heute bin ich dann tatsächlich mal die Duisburger Straße entlanggefahren und mit jedem Meter kamen wieder all die alten Erinnerungen hoch. Ach, SO sah das hier mal aus?!!

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Marktstraßenriesenrasen

Und weil ich so gerne und ausgiebig über die Marktstraße herziehe, gibt es doch gleich noch einen Nachschlag…

Auf der oberen Marktstraße gibt es jetzt Rasen. Oder wenigstens zwei Stück grüne Wiese. Hier das größere davon:

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Etwas unterhalb gibt es noch ein Stück Wiese, ca. halb so groß. Wenn man die zwei Grünflächen sieht, ruft man unweigerlich: “Guck mal da, wie niedlich!” Man kann dort also nicht unbedingt Golf spielen oder Ostereier verstecken.

Und jetzt überrasche ich die Welt mal mit einem nicht negativen Kommentar über die Marktstraße! Das Grünkonzept finde ich sehr gut. Es ist ein Anfang. Zwar bedeutet eine weitere Umsetzung dieses Konzepts gleichzeitig einen Abschied auf die Marktstraße als Einkaufsmeile, aber jedem Oberhausener ist wohl klar, dass aus der oberen (und unteren) Marktstraße in absehbarer Zeit kein Einkaufsparadies mehr werden kann.

Ich hätte mir bei der Umsetzung allerdings mehr Konsequenz gewünscht. Die (auf dem Bild) rechte Seite der Marktstraße kann gerne so bleiben wie sie ist. Von den Wasserflächen bis zu den Bäumen hin würde ich die Rasenfläche komplett durchziehen, und zwar von der Mülheimer Straße bis minimal zur Gewerkschaftsstraße, besser noch zur Nohlstraße (leider ist auf dem letzten Stück nicht mehr so viel Platz). Auf der linken Seite wird die Marktstraße für den Verkehr freigegeben und mit Parkbuchten zwischen den Bäumen versehen (so wie auf der ganz oberen Marktstraße). Dann man endlich mit dem Auto direkt bis vor das ins Geschäft fahren, das wird viele Leute freuen. Solange es dort noch Geschäfte geben wird…

Das Problem des größten innerstädtischen Hundeklos wird wohl bestehen bleiben. Da setze ich mal langfristig auf die Vernunft der Anwohner (und überall kostenlos erhältlicher Hunde-Hinterlassenschaftenbeutel). Ein kleiner Verbots-Zettel, zaghaft an den Baum genagelt, wird da nicht helfen.

Gerne unterbreite ich weitere Ideen, man muss mich nur fragen 😉

Jobs statt Markthalle

Das Arbeitsamt Die Agentur für Arbeit Das Jobcenter (na, was denn nun?) zieht aus dem maroden Haus an der Mülheimer Straße in die marode Markthalle an der unteren Marktstraße.

Naja, nicht ganz. Die Markthalle muss natürlich vorher abgerissen werden. Anscheinend deswegen wurde sie vor kurzem für 300000 Euro gekauft. Eventuell müssen auch noch Nachbargrundstücke daran glauben (da kommen in meinen Augen nur die ebenfalls vor sich hin rottende Garage und die Abfallhalde nebenan in Frage.)

Zusätzlich werden die Jobcenter in Strekade und Ost-Erfeld mittelfristig aufgelöst und verlegt. Ein neuer Standort ist noch nicht in Aussicht.

Die untere Marktstraße ist tot. Zwar nicht so tot wie die obere Marktstraße, aber doch schon sehr tot. Daher begrüße ich jeden Plan, den Bereich mit Leben zu erfüllen. Dennoch habe ich da mal ein paar Fragen…

Wie viele Etagen (oder Kellergeschosse?) muss das Gebäude haben, damit alle Angestellten darin Platz finden? Wo parken die Angestellten und die Besucher? (In diesem Zusammenhang fällt mir gerade noch das vor sich hin rottende Parkhaus an der Friedenstraße ein. Könnte man nicht besser dort bauen? Auf jeden Fall sollte das Teil mal weggehobelt werden, es bietet lediglich noch einen ängstigenden Anblick und ist nutzlos.)

Die Hauptfrage ist jedoch: Wird die Marktstraße durch ein Arbeitsamt (oder was auch immer) wirklich aufgewertet? I mean, musste sich schon mal jemand arbeitsuchend arbeitslos beim Arbeitsamt melden? Und dann alle 2 Wochen dort vorsprechen? Würde man die Marktstraße aufgewertet finden, wenn man regelmäßig zum Arbeitsamt muss? Oder wenn man daran vorbei flaniert, beim sonntäglichen Spaziergang? Kommt das wirklich gut, wenn man seinen Besuch aus Bayern auf der verödeten “Einkaufsmeile” entlangführt und dann sagt: “Und hier ist unser neues Arbeitsamt!”? Smiley

Und dann noch ein paar kleine Nebenfragen: Wird die Marktstraße belebt? Wird die Kaufkraft erhöht? (“Schatzi, wenn du Arbeit suchen gehst, bringst du Milch mit?”) Oder ist das gar nicht Sinn und Zweck der Übung?

Ach, und kommt das Rathaus demnächst ins Magis-Gebäude? Das wär’ mal wirklich innovativ und hätte Signalwirkung! (Auch wenn es im Jahr 2013 dafür schon 10 Jahre zu spät ist.)

Arbeitsamt auf der Marktstraße? Netter Versuch. Aber kein echtes Signalfeuer sondern eher ein Schuss ins Dunkle mit verbundenen Augen, Platzpatronen und dabei noch volltrunken.

Es gibt zu viele Faktoren, die den ganzen Plan abstrus erscheinen lassen. Ich denke daher, dass die Bevölkerung ein Arbeitsamt an der unteren Marktstraße eher negativ aufnehmen wird. Wenn es denn wirklich gebaut wird…

Schizophrene Straße

Ich muss immer wieder lachen, wenn ich auf die Wilhelmstraße zufahre und diese Einbahnstraßen-Schilderkombination sehe.

Ist heute Gegenteil-Tag? Oder bin ich gerade gefangen im Weltzeit-Nullpunkt? Da kann man schon mal einen philosophischen Anflug haben.

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Bi-Ba-Busfahren in I-A-Oberhausen

Alle paar Jahre frage ich mich, ob es Sinn macht, auf den öffentlichen Personennahverkehr umzusteigen. Letztens war es wieder soweit.

Ich wohne in Holten und muss jeden Morgen bis kurz vor 7 Uhr zur Duisburger Straße, Nähe Hansastraße. Mit dem Auto fahre ich morgens 15-17 Minuten hin, nachmittags 18-20 Minuten zurück. Mit dem Rad brauche ich ca. 35 Minuten. Laufen würde über eine Stunde dauern.

Mit dem Bus bräuchte ich morgens mindestens 40 (bis 53) Minuten, wobei darin mindestens 10 (teilweise bis zu 25!) Minuten Fußweg eingeplant werden. Ich muss dazu mindestens einmal umsteigen. Wenn ich nachmittags zurückfahre, gibt es sogar eine Verbindung,bei der ich dreimal umsteigen müsste.

Das ganze kostet mich als Einzelticket 2.50 Geld (also pro Fahrt).

Wenn ich nun überlege, was ein Auto im Jahr kostet und was mich ein Dauerticket im ÖPNV kostet, würde ich vermuten, dass das Auto teurer ist (leider kann ich den Online-Ticketberater der Stoag gerade nicht nutzen, da kommt ein Serverfehler, ich werde das Ergebnis aber nachreichen).

Aber möchte ich deswegen auf den Bus umsteigen? Der einzige Vorteil wäre im Winter, wenn Tiefschnee liegt und ich nicht zwingend mit dem Auto fahren möchte. (Kann es sein, dass im letzten Winter die Busse dann auch nicht gefahren sind?)

Ist Busfahren stressfreier? In meinen Augen nicht. Einzelne Verspätungen gibt es hier auch, genau so wie Staus (minimal abgeschwächt durch Busspuren).

Vermutlich bleibe ich also beim Auto. Schade, mit dem Bus zu fahren war zwar mal wieder eine nette Idee, aber leider nicht perfekt.

Ach ja, die Fahrplanauskunft der Stoag hat mich an den Rand der Verzweiflung getrieben. Ich brauchte ein paar Anläufe, bis ich Abfahrt- und Zielort korrekt eingegeben und die “Gebrauchsanweisung” durchschaut hatte. Der Online-Ticketberater funktioniert zur Zeit bei mir überhaupt nicht, da kommt ein Serverfehler.