Neue Broschüre über Eisenheim

eisenheim

Literatur über Eisenheim gibt es wie Sand am Meer. Einen guten Überblick über den heutigen Stand in Eisenheim verschafft das neue Heft “Die Arbeitersiedlung Eisenheim in Oberhausen”. Herausgegeben wird es vom Rheinischen Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz in Köln. Die Autoren sind Prof. Dr. Roland Günter und seine Tochter Janne.

Auf 30 Seiten wird die Geschichte von Eisenheim, seinen Häusern, Straßen, Orten, Menschen und seiner Kultur erzählt. Mit Hilfe vieler Farbfotos und einigen Schwarz-Weiß-Aufnahmen wird dem Leser der Stadtteil nähergebracht. Am Ende des Hefts weiß man dann, dass Eisenheim weit mehr ist als nur ein Stadtteil.

Natürlich können die Autoren auf 30 Seiten nicht zu sehr ins Detail gehen, so dass hin und wieder Bedarf für das Zweitbuch über Eisenheim aufkommt. Entsprechend fehlen auch Inhalts- und Stichwortverzeichnis. Wer sich das Heft allerdings zur Brust nimmt, wird es mit Sicherheit in einem Rutsch durchlesen.

Fazit: Eine klare Kaufempfehlung von mir.

Das Heft 541 der “Rheinischen Kulturstätten” kann für 5 bzw. 7 Euro beim Rheinischen Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz bestellt werden.

Der Kaisergarten wird (angeblich) 75 Jahre alt.

regenfarbenNa, dann mal herzlichen Glückwunsch, lieber Kaisergarten!

Aber halt! War da nicht noch etwas? Der Kaisergarten (zeitweise auch “Kaiserpark”) wurde 1897 so benannt. Vorher hieß er einfach nur Volkspark. 1927 hatte der Pächter des ehemaligen Parkhauses die Idee, seinen Besuchern ein paar exotische Tiere zu präsentieren. 1938 (aha!) wurde mit einem ersten Tiergehege begonnen. Parkhaus und Gehege wurden im 2. Weltkrieg aber flachgelegt. Erst 1954 wurde erneut ein Tiergehege errichtet. Der Kaisergarten ist also gut 116 Jahre alt. Das Tiergehege dagegen zwischen 75 und 59 Jahren.

1938 als Startpunkt des Tiergeheges zu sehen, finde ich nicht optimal. Ich tendiere eher zu 1954.

Wie auch immer… Zum Jubiläum bekommt der Kaisergarten einen kleinen Umbau und das ist absolut positiv zu bewerten.

Also: Von uns alles Gute zum 59. Geburtstag, lieber Kaisergarten liebes Tiergehege.

(Mag sein, dass ich ein wenig pedantisch bin Zwinkerndes Smiley)

Damals, im Pauluspark

Fundstück aus meiner Klamottenkiste. Meine Eltern und meine Schwester im Pauluspark (ca. 1960). Der Pauluspark befand sich damals vor der Pauluskirche an der Duisburger Straße. Er ging bis zum Bahndamm. Heute ist dort eine Grünfläche und ein Parkplatz. Man blickt in Richtung Bero (die Straße geradeaus müsste die Leopoldstraße sein). Der Förderturm ist von Zeche Concordia.

pauluspark1

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(Die Fotos sind unbearbeitet. Ich liebe diese Vignetten, die sehen fast aus wie von einer Holga. Kratzer, Flecken und Knicke unterstreichen die Geschichte hinter den Bildern :))

Hurra, ein neues Buch über Oberhausen!

Bereits vor einigen Tagen ist das Buch “Alt-Oberhausen 1900-1930” erschienen. Auf gut 180 Seiten werden 182 Postkarten von Oberhausen aus der Zeit von 1900-1930 präsentiert. Autoren sind Dirk-Marko Hampel und die bekannte Marita Arntz, erschienen ist es im Verlag “CULTURCON medien”.

Nachdem es in den letzten Jahren relativ viele Nullnummern zum Thema “Bücher über Oberhausen” gab, kann man diesmal Entwarnung geben. Um das Fazit vorwegzunehmen: Ein sehr schönes Buch mit hohem Lesespaßfaktor.

Allein der Umschlag erfreut schon das Auge. Endlich mal kein typisches “Oberhausener Blau” sondern ein roter Einband. Im Innern geht’s dann gut zur Sache. An verschiedenen Stationen im Stadtgebiet (Alt-Oberhausen) werden unterschiedlichste Ansichtskartenmotive aus der Zeit von 1900-1930 gezeigt. Zu Anfang steht dabei jeweils ein alter Stadtkartenausschnitt aus dem Jahr 1921. Darauf sind die Standorte der Aufnahmen markiert. Zu jeder Ansichtskarte gibt es eine ausführliche Erklärung, die mitunter kleinste Details herausstellt und reichlich Zusatzinformationen bietet. Die Karten wurden nicht digital bearbeitet sondern im Originalzustand belassen.

Das Buch bietet sowohl dem interessierten Einwohner von Alt-Oberhausen als auch dem Ansichtskartensammler etwas. Dem geübten Ansichtskartensammler werden die meisten Motive zwar bekannt sein. Aber auch er wird von der Vielfalt der mitgelieferten Informationen (und den aufgezeigten ehemaligen Standorten der Fotografen) profitieren. Layout und Typographie schmeicheln dem Auge. Rechtschreibfeeler konnte ich endlich mal keine entdecken.

Insgesamt ein empfehlenswertes Buch über Oberhausen, wenn auch der Preis von knapp 20 Euro in meinen Augen etwas zu hoch ist (dafür gibt es dann aber auch fast keine Werbung im Buch).

Also: Alles passt, ab zum Buchhandel und kaufen!

Russisch-Schranken-Roulette

Seit einigen Stunden stehen am Bahnübergang an der Weseler Straße nicht mehr die Schrankenersatzleute mit ihrer Karnevalsgirlande.

mulmig

Die Schranken sind allerdings noch verhüllt, das provisorische Wartehäuschen und das Mobilklo stehen auch noch herum, die Ampeln sind außer Betrieb. Wenn man das erste Mal über die Schienen fährt, wird einem richtig mulmig. Man meint, dass gerade irgend etwas an dem Bild fehlt. Und gleich fährt man über die Schienen und von rechts oder links kommt ein irrsinnig schneller Zug und …

Aber keine Angst, zur Zeit fahren dort keine Züge. Erst wieder am kommenden Montag gegen 4:00 Uhr wird der manuelle Bahnübergang wieder in Betrieb genommen. Mal sehen, wie lange das noch so bleibt!??

“Ich werde wiederkommen…”

… sagte die Natur und Schwupps! hat sie die Eislaufhalle erobert. Noch 2 Jahre und dort befindet sich ein Gartendom. Ach ne, den hatten wir schon, hat ja auch nicht funktioniert 🙂

 

eislaufhalle

Blitz-Marathon

Was war denn nun schlimmer? Die Angst geblitzt zu werden oder die Angst, jemandem in die Karre zu fahren, weil er meint, dass 20 km/h heute eine angemessene Geschwindigkeit auf einer Hauptstraße sei?