Letztens, an der Weißensteinstraße

Vor ein paar Tagen fuhr ich frühmorgens gegen 10:30 Uhr auf der Weißensteinstraße entlang. (Ja, genau die irrsinnig lange, irrsinnig langweilige Weißensteinstraße an der Ruhrchemie!)

Plötzlich vernahm mein Auge eine bekannte Silhouette. Ist das nicht…??? Das wird doch wohl nicht??? Doch, es war unser allseits bekannter blauer Kastenwagen, der am Straßenrand stand und andere Autofahrer blitzte. Langsam näherte ich mich. Tatsächlich, auf beiden Seiten waren die sattsam bekannten Anlagen aufgebaut. Ich fuhr im Schritttempo vorbei, winkte freundlich in die Kamera und beschleunigte hiernach wieder innerhalb von wenigen Millisekunden auf die maximal zulässige Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h. Den Rest des Weges fragte ich mich dann mal wieder, was das denn nun sollte?

Nicht, dass man mich falsch versteht: Ich bin kein Gegner von Geschwindigkeitskontrollen. Ich sehe mein Auto nicht als Waffe oder Potenzmittel an. Ich finde es gut, wenn irrsinnige Raser aus dem Verkehr gezogen werden (wenn sie es denn werden). Ich finde es gut, wenn vor Schulen, Kindergärten etc. geblitzt wird (wenn es nicht gerade ein Sonn- oder Feiertag ist oder es nachts um 03:00 Uhr ist). Ich finde es gut, dass in 30er-Zonen geblitzt wird (auch wenn man ganz lange über Sinn und Unsinn von kilometerlangen 30er-Zonen diskutieren kann).

Wer aber die Weißensteinstraße kennt, weiß wie sie aussieht. Auf der einen Seite ist eine Mauer und ein 5 Meter breiter Bürgersteig. Auf der anderen Seite ist ein 5 Meter breiter Bürgersteig und dahinter Gewerbegebiet. Es gibt ein paar Straßeneinmündungen, die nicht der Rede wert sind, weil sie sehr übersichtlich sind. Und dann sind da noch ein paar Bäume, die aber ebenfalls keineswegs die Sicht nehmen. Ich verstehe gerade den Grund nicht, warum ausgerechnet dort um diese Uhrzeit geblitzt wird? Die Straße ist laaaang und eintönig. Ich kann mir gut vorstellen, dass man sich dort ein wenig wie auf der Autobahn vorkommt und alles um sich herum vergisst…

Interessant zu erwähnen ist vielleicht noch, dass die Weißensteinstraße als baldige Umleitung ausgeschildert war, wenn die Hiesfelder Straße gesperrt wird… Ehem…Smiley

PS: Habe gerade gelesen, dass in Oberhausen ein neues Einseiten-Messsystem angeschafft wurde. Meine ersten Suchmaschinentreffer zu diesem System enthielten die Wörter „Messfehler“, „unzuverlässig“ und „nicht gerichtsverwertbar“. Mal sehen,was da noch so kommt…

Das Freibad Vonderort

Vor langer Zeit war das Freibad in Vonderort eine richtig coole Sache.

Seitdem die Saunalandschaft vergrößert und das Freibad zunehmend verkleinert wurde, stellt sich bei mir überhaupt keine richtige Freibad-Schwimmstimmung mehr ein. Alles sieht zusammengepfercht, einsam und irgendwie seltsam kalt aus.

Schon seit einiger Zeit wird über einen “Renovierungsstau” im Freibadbereich gesprochen. Als ich heute gehört habe, wie schlecht es wirklich um das Freibad steht, habe ich mich schon innerlich davon verabschiedet. Es wird über kurz oder lang leider ähnlich aussehen wie die Eislaufhalle nebenan. Ein Wunder wird nicht geschehen.

Schade. Aber wenigstens die schönen Erinnerungen kann mir niemand nehmen Smiley

Öffentlicher Bücherschrank

In Oberhausen gibt es nun auch einen öffentlichen Bücherschrank:

buecherschrank

Er steht auf dem Ebertplatz vor dem Theatereingang. Die Idee finde ich super! Ich hoffe nur, dass das Teil auch länger zweckdienlich dort stehen kann, ohne Schaden durch unzulänglich begeistete Leute zu nehmen.

Und dann waren da noch die Briefmarkenautomaten…

Letztens habe ich schnell eine Briefmarke aus dem Automaten gebraucht. 1 Euro eingeschmissen, Automat wechselt nicht! Stattdessen soll man einen Schwung von kleinen Markenwerten bekommen, die man vermutlich in 10 Jahren in seiner Geldbörse wiederfindet und dann endlich wegschmeißt. Umtauschen von 1-Cent Marken ist wohl sinnlos. Als Briefmarken zu benutzen macht den Brief dann so schwer, dass man immer noch mehr Marken braucht Smiley

Ich habe daraufhin keine Marke am Automaten gekauft, mich aber erneut gefragt, ob die Menschheit wirklich schon im Jahr 2013 angekommen ist.

Nein.

Kann ich das noch mal hören, das mit der JVA?

Die JVA am Amtsgericht wird bis Ende des Jahres Geschichte und Bauschutt sein.

Sie wurde vor wenigen Monaten für mehr als 1 Million Euro umgebaut. Sie hat seit ihrem Umbau mehr als 1 Million Euro Betriebskosten verursacht. Macht also mehr als 2 Millionen Euro, ein paar Euro mehr oder weniger fallen wohl nicht ins Gewicht.

Und wie viele Straftäter waren dort untergebracht? Zwei? Euphemistisch ausgedrückt würde ich sagen: “Echt dumm gelaufen, irgendwie.” Das gibt wohl einen Eintrag ins Schwarzbuch.

Wer “Schuld” an der Sache hat, vermag ich nicht zu beurteilen. Ist jetzt eh belanglos. Es ist nur schade um das schöne Geld, das man in Oberhausen an anderer Stelle besser hätte einsetzen können.

Kann ich die Geschichte mit der Oberhausener JVA jetzt noch mal hören? Das klang alles so unwirklich…

Update am 24. August 2013: Die ehemalige JVA soll zu einem Hotel umgebaut werden. Prima Idee! Mal sehen, ob das wirklich passieren wird.

Die „Zwergen“gruft in Holten

Auf dem evangelischen Friedhof in Holten habe ich letztens das entdeckt:

grabkerze

Eine Grabkerze inklusive Zündhölzern aus dem Automaten. Das nenne ich mal eine gute Idee. So etwas habe ich bisher auf keinem anderen Oberhausener Friedhof gesehen.

Etwas weiteres erstaunliches befindet sich direkt am Eingang des Friedhofs:

zwergengruft

“Das Grabmal einer ehemaligen Zwergengruft.” Dieses Grabmal wurde in den 1980er Jahren hierher versetzt, es befand sich früher zentraler auf dem Gelände.

Mein erster Gedanke war, dass es sich hier um ein besonders kleines Grab (Kindergrab?) handelt. Ein paar Nachfragen haben ergeben, dass es sich tatsächlich um Zwerge kleinwüchsige Menschen gehandelt hat, die hier ihre letzte Ruhestätte fanden. (Den Begriff “Zwergengruft” finde ich übrigens wirklich unpassend.)

Querbaum

In Holten am Kastell gibt es diesen wunderschön quergewachsenen Kletterbaum:

querbaum