Mülltrennung fehlgeschlagen

abfallgefaesseDa es gerade passend ist: Zur Zeit diskutiert man ja wieder über die Abfallbehälter auf der Marktstraße. Sie sollen in unzureichender Anzahl vorhanden und stets überfüllt sein. Meine Erfahrungen können das gerade nicht so bestätigen, lediglich in Stoßzeiten (bald ist wieder Weihnachtswald!) kann es schon mal zu “Engpässen” kommen. Aber das ist nicht mein Hauptthema.

Vor einiger Zeit habe ich beobachtet, wie die kombinierten Abfallbehälter (Rest-/Wertstoff) entleert werden. Der Transporter fuhr vor, zwei Herren entnahmen die alten Abfallsäcke, banden sie zu, warfen sie gemeinsam auf die Ladefläche und bauten zwei neue Säcke ein. Die Säcke haben auch die gleiche Farbe, man kann also nicht mehr unterscheiden, was Rest- und was Wertstoff ist. Ich wunderte mich etwas, da ich bisher sorgsam und liebevoll meinen Abfall in grün und gelb getrennt habe. Letzte Woche habe ich dann die WBO angeschrieben. Kurz darauf erklärte man mir den Sachverhalt (an dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank für die wirklich zügige und kompetente Antwort!) Es lohnt sich anscheinend nicht, den Abfall in gelb und grün zu unterscheiden, da beide Fraktionen relativ homogen in beiden Säcken verteilt seien. Das heißt: in beiden Säcken ist der gleiche Mist drin. Im Klartext: der durchschnittliche Oberhausener kann anscheinend gelb und grün sowie Wert- und Reststoff nicht unterscheiden!

Für mich als “Mülltrenner” ist das natürlich ein Schlag ins Gesicht. Vermutlich sehe ich ziemlich behämmert aus, wenn ich auf der Marktstraße um die Abfallbehälter herumzirkle und gelb und grün fein säuberlich auseinanderdividiere. Und der ganze Aufwand war jetzt für nix? Ja, anscheinend ist dem so.

Ich nehme jetzt mal ausdrücklich die WBO in Schutz, die können da gar nix für. Die haben lediglich erkannt, dass es sich nicht lohnt, den Müll weiterhin getrennt zu verwerten. Es sind ausschließlich die Primaten, die ihren Müll gedankenlos irgendwohin pfeffern. Fast braucht man sich nicht zu wundern, wenn die Müllgebühren steigen.

Klar, über das heutige Abfalltrennungssystem (namentlich das gelbe) lässt sich vortrefflich streiten – wie aber sollte das auch funktionieren, wenn sogar die grünen und gelben Behälter, 2 Meter von deiner Haustür entfernt, falsch befüllt werden?

Nie wieder Hausaufgaben!

“Am Elsa-Brändström-Gymnasium gibt es nach den Herbstferien nie mehr Hausaufgaben!”

So wie es da steht (und gerne von einigen Leuten kolportiert wird) stimmt die Sache natürlich nicht. Nach den Herbstferien gibt es für die Stufen 5 bis 9 keine Hausaufgaben mehr. Der Versuch ist vorerst auf 2 Jahre begrenzt. Außerdem werden die Hausaufgaben zu Schulaufgaben, da die Schüler länger in der Schule bleiben (eben Ganztag).

Und was soll ich davon jetzt halten? Etwas weiter unten findet man die Antwort.

Erst mal so ganz unter uns: haben wir nicht alle mal (weniger oder eher mehr) unsere Hausaufgaben morgens vor der Schule gemacht? Haben wir nicht alle abgeschrieben bei den (von uns so genannten) Strebern? Und sind diejenigen, die nicht Streber waren und brav ihre Hausaufgaben gemacht haben, nicht oftmals furchtbar auf die Schnauze gefallen, weil bei ihnen alles falsch war (je öfter die das probiert haben, umso mutloser wurden sie)? Hast du dich auch öfters mal gefragt, wofür du Hausaufgaben “gemacht” hast obwohl sie gar nicht überprüft wurden? Wie oft hast du vor deinen Hausaufgaben gesessen und hattest Schweißausbrüche weil du etwas überhaupt nicht kapiert hast? Wie oft hast du deswegen geheult? Wie oft durftest du nicht nach draußen gehen, “bis du alle Hausaufgaben fertig hast!” Und wenn du morgens den Stoff während der Schulstunde nicht verstanden hattest und hast ihn dann abends in kryptischen Hausaufgaben noch einmal nachvollzogen, warst du dadurch am nächsten Tag schlauer? Und selbst wenn deine Eltern dir bei den Hausaufgaben geholfen haben und du frohen Mutes warst, dass du nun alles verstanden hast, wie ist dann die nächste Klausur verlaufen??? Erinnere dich mal.

Schule, Jugend, Wissensvermittlung ist heute ein großes und schwieriges Thema. Ich denke, zur Zeit läuft dort einiges schief. Aber das ist ein anderes Thema.

In meinen Augen haben Hausaufgaben keinen Sinn mehr. Es ist gut, dass sie “abgeschafft” werden sollen (bzw. unter einem anderen Namen firmieren). Hausaufgaben haben lediglich die Eltern: Sie müssen ihren Kindern Wissen vermitteln: Realwelt-Wissen, keine Theorie aus einem Lehrbuch. Sie müssen dafür sorgen, dass Schule nicht mit Stress oder gar Angst verbunden ist, sondern einen ganz normalen Lebensabschnitt darstellt, den jeder Mensch durchläuft. Sie müssen ihre Kinder ermutigen, sich selbst Wissen anzueignen. Und wenn das Wissen gerade auch noch zum behandelten Schulstoff passt: Prima, Ziel erfüllt!

PS: Ich war selbst auf “dem Elsa”. An dieser Stelle möchte ich allen meinen Mitschülern danken, die mich immer haben abschreiben lassen, wenn ich meine Hausaufgaben mal “vergessen” hatte Zwinkerndes Smiley

Keine Otten fütten!

ottenfuettenKleine Kinder gehen gerne in den Kaisergarten, weil sie dort unter anderem die Tiere füttern können. Unsere Kinder machen das auch liebend gerne. Was man vor Ort allerdings manchmal zu sehen bekommt, verschlägt einem doch etwas die Sprache. Da kommen Menschen mit Tüten voller Brot, Obst, Kastanien und sonstigem garstigem Zeug und verfüttern das auch noch an die Tiere.

An jedem Eingang stehen (schon seit zig Jahren!) Behälter, wo man seine Lebensmittel (Brot) einwerfen kann. Ebenso stehen dort Tonnen, wo man Eicheln und Kastanien einwerfen kann. An den meisten Gehegen prangen (auch mehrere) Schilder mit dem Hinweis, dass man entweder gar nicht füttern oder Möhren oder Wildfutter verfüttern soll. Zwischendurch wird auch an einigen Infotafeln noch einmal darauf hingewiesen und erklärt, dass lediglich Möhren und Wildfutter die geeigneten Futtermittel sind.

Dennoch sind einige Besucher ziemlich resistent und lehnen Lesen und Verstehen ab. Dass sie den Tieren mit falschem Futter mehr schaden als nutzen leuchtet wohl ein. Auch die 5 Kilo-Tüte Möhren von zu Hause ist nicht das Gelbe vom Ei. Man kann eine Tüte Möhren für 1 Euro bei der Parkaufsicht kaufen. Man kann für 1 Euro eine Schachtel spezielles Wildfutter am Automaten ziehen. Die Mengen sind dabei wohl so bemessen, dass sie den Tieren nicht schaden werden, auch wenn alle Packungen und Tüten verkauft wurden. (Im Übrigen werden die Tiere niemals verhungern, dafür gibt es ausreichend Fachkräfte, die auf die Gesundheit der Tiere achten.)

Und noch was: 1 Euro mag einigen Leuten etwas zu viel erscheinen für die Menge Möhren und Wildfutter. Aber der eine Euro kommt letztlich doch den Tieren zugute! Dann freuen sich mit Sicherheit auch die Otten.

Wottelkirmes 2012

 

Kaum ist die Königshardter Wottelkirmes 2011 vorbei, schon kommt die Wottelkirmes 2012. Zeit fliegt!

wottel

Wie jedes Jahr gab es auch heuer wieder einen bunten und gar nicht so kleinen Mix aus Handwerk, Tradition, Essen und Trinken und Spielgeschäften. Wie man links sieht, gab es auch Wotteln, hier mal eine Runkelrübe.

Die Wottelkirmes ist natürlich nicht mit der Sterkrader Fronleichmnamskirmes vergleichbar. Dennoch gibt es die wichtigsten Dinge (und mehr): Sahneeis, frisch gebackenes Brot, frisch geräucherte Fische und Mettwürste. Raupenbahn, Karussell und Auto Scooter. Darüber hinaus noch die beliebten Mitmach-Handwerker: Zimmerleute, Schmiede, Besenbinder, Imker, Seildreher, Holzschuhmacher und noch mehr.

Insgesamt ist die Wottelkirmes auch in 2012 ein lohnenswertes Ziel. Bald ist sie zwar schon vorbei, aber ich bin mir recht sicher, dass die Wottelkirmes 2013 schon bald stattfinden wird  Zwinkerndes Smiley

 

wottelkirmes

Haltestellenrandale

defekte Bushaltestelle

In letzter Zeit fahre ich anscheinend nur an zerstörten Bushaltestellen vorbei. Meist sind die Scheiben eingetreten und/oder die Tafel in der Mitte wurde abgerissen. Ich glaube, jeder kann sich denken, was ich dazu schreiben würde. Darüber muss man sich einfach aufregen. Aber jammern hilft wieder einmal nicht wirklich weiter, daher meine Vorschläge:

  • Warum werden die Scheiben nicht einfach durch echtes Glas ersetzt? So kann sich jeder Randalemacher mal richtig in die Finger oder in den Kopf schneiden. (Klar, geht natürlich nicht, wenn ein Unschuldiger besoffen mit dem Fahrrad durch die Scheiben saust.) Stabile Metallwände dagegen wären praktikabel. Man kann sie vielleicht verformen, aber nicht so schnell schrotten. Sieht zwar Scheiße aus, hält aber super.
  • Warum schafft man die Wartehäuschen nicht ganz ab? Dann steht wenigstens jeder im Regen und kann sich mal überlegen, ob das wirklich immer sein musste, “das mit den Scheiben”.
  • Jeder, der (vielleicht) mal beim Scheibentrümmern erwischt wird, sollte dazu verdonnert werden, einmal alle Wartehäuschen in ganz Oberhausen zu putzen. Auch wenn das vielleicht 5 Jahre dauert. Viel Zeit um nachzudenken.

Update: Inzwischen ist bekannt geworden, dass die Scheiben vermutlich mit einem Luftgewehr zerschossen wurden. Die Täter wurden bisher nicht ermittelt.

Oberhausen wird verschrottet

Letztens habe ich mir das Schwarzbuch 2012 vom Bund der Steuerzahler heruntergeladen. Oberhausen ist (wen wundert’s?) auch darin enthalten. Es geht dabei um die Oberhausener Modellstadt im LVR, ganz hinten am Ausgang zur Altenberger Straße. Das Modell zeigt Oberhausen in den 60er Jahren und hat damals über 400 T€ gekostet. Das Teil ist recht groß und dummerweise von einem Zaun umzäunt. So kommt fast niemand auf die Idee, dort einmal hinzugehen, geschweige denn durch den Zaun zu lugen.

Ehrlich gesagt, ist mir das Teil in den letzten Jahren auch immer entgangen, bis ich mal auf einem der berühmten Kinderflohmärkte dort vorbeigeschaut habe. Das Ding ist bestimmt interessant, wenn man denn mal etwas näher herankommen könnte und der Zaun nicht so ausladend wirken würde.

Wie auch immer, das Teil soll nun verschrottet werden, weil es inzwischen recht verfallen und unansehnlich ist. Vermutlich hat es in seinen letzten Lebensjahren weniger als ein paar Dutzend Besucher gesehen, die sich aus Versehen mal an den Zaun gelehnt haben.

Mein Vorschlag wäre nun: Wenn es unbedingt zerstört werden muss, dann sägt das Ding in kleine, handliche Teile und verkauft es. Entweder direkt vor Ort oder in einer bestimmten elektronischen Verkaufsbörse, wo man praktisch ALLES los wird (wenn man denn will). Ich glaube, der Schrottpreis ist nicht so hoch wie der Erlös beim Verkauf. Außerdem ist die moralische Komponente nicht zu unterschätzen: “Oberhausen wird verschrottet” gegenüber “Patriotische Oberhausener können nun IHR Oberhausen in kleinen Puzzleteilen in ihren Vorgarten stellen.”

Ihr habt die Wahl: rote oder blaue Pille.