Sommerloch

Da in Oberhausen zur Zeit anscheinend nix wirklich spannendes passiert (hat es das jemals?), komme ich mal wieder auf ein stinklangweiliges Thema zurück: Energiesparlampen. Obwohl ich schon vor Urzeiten gegen Energiesparlampen gewettert habe, wollte ich natürlich mit dem Strom (sic!) schwimmen und habe zu Hause vor Jahren ein paar von meinen ollen Glühlampen gegen Energiesparfunzeln getauscht.

Das Ergebnis ist ernüchternd. Natürlich spürt man 0 Komma Nix auf der Stromrechnung. Ich glaube, das macht sich erst bemerkbar, wenn man einen voll beleuchteten Eiffelturm im Garten stehen hat und man diesen von 1 kW Quecksilberdampflampen auf 7 W Energiesparlämpchen umrüstet.

Die Einschaltdauer und die Lichtausbeute sind, gelinde gesagt, miserabel. Selbst die Lampen, die “sofort volles Licht geben”, geben bei mir zu Hause erst nach 30 Sekunden volles Licht. Da ist die Pinkelpause schon beendet. Und wer einmal eine 9 W Energiesparlampe in eine Reispapierlampe platziert und darunter ein Buch gelesen hat, kann sich nun munter vorstellen, wenn Opa und Oma von damals erzählen, wie es war, im kalten Winter nur bei Kerzenlicht.

Der Preis dieser Dinger!!! Ich rede jetzt nicht von den 1 Euro Teilen vom Grabbeltisch. Die sind eh Geldvernichtung.

Mein persönliches Ende vom Lied: Ich bin letztens in einem Anfall von Wut aufgestanden, dann in den Keller gelaufen und habe meinen Lebensvorrat an 75 Watt Glühlampen geplündert (wohl dem, der vorgesorgt hat). Jetzt habe ich endlich wieder das klassische, altmodische Glühlampenlicht. Klar, es verbrät mehr Strom. Aber dafür kann ich nun endlich SOFORT etwas in HELLEM Licht sehen. Danke! Und Nein zu Energiesparlampen. Eventuell Ja zu LED-Lampen, aber erst wenn die preisWERT sind und „schönes“ Licht geben.

Wer reißt denn mal bitte den Olga Dom ein?

Heute waren wir mal wieder in der Olga. Die Kinder wollten unbedingt dort auf den Wasserspielplatz. Vater sah sich derweil ein wenig um und dokumentierte den allgemeinen Zustand der Olga und die Zerstörung des “Garten Doms”. Das Thema wird allerdings inzwischen ziemlich langweilig, weil das Ergebnis jedes Jahr das gleiche ist.

Um es kurz zu machen: Der Olga-Park ist mehr oder weniger genau so heruntergekommen wie fast alle großen unbewachten öffentlichen Plätze. Die überwiegend miserablen Graffiti kann man auf fast allen Gebäuden, Gegenständen und besonders dem Schwarzen Tor bewundern.

graffiti1

Dreck und Speck überall. Leere Flaschen von der letzten Nacht. Schlimmer noch: gesplitterte Flaschenreste auf dem Spielplatz, die man erst mal mühsam abpflücken muss. Vielen Dank, liebe Spinner!

splitters

Zu allem Überfluss gibt es da noch den seit Jahren organisch verwachsenen und heruntergekommenen Olga Dom und seine umliegenden Gebäudereste.

olgadefekt

Es ist zum Erbrechen, wenn man vor dem Gebäude steht und das Ausmaß der Zerstörung sieht. Man kann es fast gar nicht in Worte fassen. Wenn der Garten Dom noch ein wenig versteckt liegen und in Ruhe und Vergessenheit vor sich hingammeln würde, könnte man ihn als Lost Place bezeichnen. Aber er liegt nun einmal ziemlich öffentlich und begehbar und vor allen Dingen von jedem besehbar. Das wirklich wirklich schlimme an der Sache ist aber, dass das Gebäude richtig gefährlich ist. Die “Fensterscheiben” machen jedem Horrorfilm Ehre. Man spürt schon praktisch von weitem, dass die riesigen Splitter jede Sekunde abbrechen und auf den Boden oder wahlweise in die Schädelplatte knallen können. Hier muss dringend etwas unternommen werden! Es ist völlig unglaublich, dass diese Ruine seit Jahren in einem öffentlich begehbaren Park steht. Mein Vorschlag wäre, das gesamte Gebäude mit ein paar Kilo Dynamit dem Erdboden gleichzumachen. Ein paar Tonnen Erde darüber, Grassamen streuen und hoffen, dass sich bald niemand mehr an diese Scheiße erinnert. Fertig ist die Laube. Kann doch nicht so schwer sein?