Ist schon wieder Kirmes?

Bald ist schon wieder Fronleichnamskrimes in Sterkrade. Zeit fliegt…

Haben die nicht erst vor ein paar Tagen das Riesenrad abgebaut? Und jetzt steht es schon wieder dort:

riesenrad

Schildkröten und Geld für den Kaisergarten

Im Kaisergarten hat das neue Schildkröten”gehege” eröffnet. Es befindet sich gegenüber des Luchsgeheges. Unsere Kinder waren natürlich hellauf begeistert. Und auch Frau hat eine gewisse Affinität zu Schildkröten. Sie besaß in ihrem früheren Leben ein paar Stück davon.

schildkroete

Nun zu der anderen Sache: Geld für den Kaisergarten. Die aktuellen Sparpläne sollen angeblich vorsehen, in Zukunft Eintritt für den Kaisergarten zu verlangen.

Ich sage dazu: Gerne! Warum nicht? Wir bezahlen Geld, wenn wir in den Duisburger Zoo gehen oder ins Kino oder ins Freibad oder wohin auch immer. Alles kostet Geld. Warum nicht auch der Kaisergarten?

Der große Einwand: Lediglich der logistische Aufwand wird vermutlich mehr kosten als der Eintritt je einbringen wird. Steht an jedem Eingang ein Kassenhäuschen mit einem Kassierer? Gibt es nur noch einen Eingang und es werden extra zwei “kostengünstige” Brücken für die zahlenden Besucher über den Emscherarm gebaut? Bekommt man einen Stempel pro Tag? Oder eine Eintrittskarte? Darf man dann als Nichtzahler von außen nicht mehr in die Gehege schauen? Ich glaube nicht, dass das jemand bis zum Ende durchdacht hat.

Ich würde eher auf eine Freiwilligkeit bauen. Wir haben schon Unsummen an Münzen in diesen komischen Schwarz-Loch-Universums-Emulator an der Parkaufsicht geschmissen. Mehr noch als in meiner aktiven Glücksspielautomatenzeit. Wir haben schon Tonnen an Möhren und Millionen Kartons Wildfutter gekauft (übrigens waren die Kartons vor 20 Jahre gefühlt doppelt so groß und halb so teuer). Wir (und unsere Kinder) würden bei jedem Besuch darüber hinaus auch noch 1-2 Euro in eine Spendenbox werfen, wenn es eine gäbe. Und wenn dann noch an mehreren Stellen große Schautafeln stehen würden mit Hinweisen, wie sehr sich die Pfleger rund um die Uhr verschiedene Körperöffnungen aufreißen, damit es die Tiere warm und komfortabel haben, wie viel Futter jedes Jahr draufgeht und wie viel das alles kostet, dann wäre eine breite Akzeptanz da, auch mehr Geld pro Besuch dort zu lassen.

Bei diesem Modell kann jeder selbst entscheiden, ob und wie viel er spendet. Wer öfters im Kaisergarten ist wird das Tiergehege zu schätzen wissen. Es ist auch absolut darstell- und vermittelbar, dass die Besucher auch etwas Geld da lassen sollten. Immerhin wird auch etwas geboten.

Einen Eintritt zu verlangen ist dagegen ein Schuss in die komplett falsche Richtung. Aber ich wollte die Sparpläne der Stadt ja nicht mehr bewerten  sondern einfach so stehen und wirken lassen 🙂 Fest steht: Wir werden den Kaisergarten auch dann noch besuchen, wenn es Geld kostet. Dafür haben wir ihn einfach zu gern. Punkt.

Ich bin auf der Suche…

Hiermit möchte ich auf meine Homepage verweisen und dort besonders auf die Suchanfragen:

http://www.ulrich-huhn.de/4200/pages/aktuell/suchanfragen.php

Falls jemand Information (Texte, Anekdoten, Bilder, irgend etwas) zu nachfolgenden Dingen hat, möge er sich bitte bei mir melden!

Ich suche alles über

  • Bunker,
  • Vonderort(!),
  • den Stadtwald Osterfeld(!),
  • ehemalige Notrufsäulen,
  • alte Geschäfte, Gaststätten, Cafés,
  • Onkel Fipsi und Helmi und
  • Infos zu den Großbränden am Bero und bei Ziegenhagen (25-30 Jahre her).

Daneben habe ich gesteigertes Interesse an

  • alten Stadtreporten (die kleinformatigen mit blauem O und die grünen und roten Vorgänger aus den 60er Jahren)
  • Festschriften, Büchern, Zeitschriften, Fotos aus/von Oberhausen

Alle mir zugetragenen Informationen werden selbstverständlich nur nach Absprache und Zustimmung veröffentlicht.

Oberhausen muss sparen!

Diese reißerische Überschrift fasst alles zusammen, was wir alle seit Jahren wissen und was niemand so wirklich wahrhaben möchte. Seitdem im Internetz die lange Oberhausener Sparliste veröffentlich wurde, schreit die halbe Stadt auf und erregt sich darüber und macht mehr oder weniger sinnige Vorschläge. Die andere Hälfte hat sich damit abgefunden und guckt beinahe lethargisch zu.

Wer extrem viel Geld sparen möchte muss auch heftige Einschnitte hinnehmen. Es wird bei jedem der über 200 Punkte auf der Sparliste irgend jemanden geben, der aufschreit. Ein anderer lächelt nur müde darüber. “Der Kaisergarten soll Eintritt verlangen?” Der eine fällt darüber in Ohnmacht, der andere war noch nie dort, daher juckt’s ihn auch nicht.

Der Punkt ist in meinen Augen folgender: Jeder in Oberhausen wird in den nächsten Jahren mehr oder weniger von den Sparplänen betroffen sein, das ist unbestreitbar. Die Frage, die ich mir allerdings stelle ist: “War diese Entwicklung in den letzten 15 Jahren eigentlich nicht vorhersehbar?” Ich erhoffe mir von einer Stadtspitze, dass sie eine Stadt führen kann. In allen Belangen. Mitunter auch mit rechtzeitig greifenden, harten Einsparplänen an schmerzhaften Stellen. Über 15 Jahre verteilt wäre das nicht so schlimm gewesen wie zukünftig in der Hälfte der Zeit. Nun ist es zu spät. Jeder wird bluten müssen. Richtig treffen wird es natürlich meist diejenigen, die eh schon wenig haben oder die am wenigsten dafür können (Kinder) oder die nicht mal eben aus dieser Stadt verschwinden möchten oder können.

Ich “erspare” mir an dieser Stelle auch Vorschläge zur Einsparung, wie sie zur Zeit von der Stadt von den Bürgern erbeten wird. Ich zerbreche mir nicht mehr den Kopf darüber. Ich erwarte einfach mal von “meiner” Stadt, dass sie ihren Haushalt selbst im Blick hat. So unendlich kompliziert kann es nicht sein. Wie wäre es, wenn mal ein paar tüchtige Hausfrauen die Bude schmissen? Diese müssen nämlich jeden Tag und jede Woche und jeden Monat sehen, wie sie mit ihrem Budget auskommen. So verrückt finde ich die Idee gar nicht mehr in der jetzigen Lage.

Ach ja: ist mal jemandem aufgefallen, dass die Wahl gerade mal ein paar Stunden vorbei ist??? Das ist bestimmt nur ein Zufall. Honi soit qui mal y pense…