Kirmes 2011

Nun ist sie wieder vorbei, die Sterkrader Fronleichnamskirmes. Viel zu meckern habe ich dieses Jahr nicht. Außer, dass die Preise natürlich inhuman waren. Aber das waren sie ja schon immer…

kirmes

Und immerhin waren die Straßen von Sterkrade mal wieder etwas voller als sonst 🙂

Die Brücke am Kaisergarten. WOT?

Die neue Brücke über den Rhein-Herne-Kanal wurde letztens eröffnet. Grund genug, sich das Teil mal aus der Nähe anzusehen.

bruecke

Gut, wir haben keinen Blick für Ästhetik oder Kunst oder sonst etwas. Wir empfinden die Brücke als technisch (ein wenig) interessant. Die bunten Bodenturnmatten sehen auch ganz nett aus. Wir haben allerdings das komische Gefühl, dass sich die Brücke überhaupt nicht in die Landschaft fügt, geschweige denn zum Kaisergarten passt. Wir rätseln auch schon die ganze Zeit über den Sinn…

I mean, nebenan ist schon eine Brücke. Sie funktioniert genau so gut, wie wir es ein paar Minuten später ausprobiert haben. Sie bringt dich über den Rhein-Herne-Kanal. Das war’s.

Und was möchte man eigentlich auf der anderen Seite vom Rhein-Herne-Kanal, wenn man im Kaisergarten ist (oder vice versa)? Die Brücke ist keine großartige Abkürzung, egal von wo man kommt, egal wohin man möchte.

Wer hat sich eigentlich mal vorher Gedanken dazu gemacht? Wäre es ein großer Aufwand, wenn man mich zukünftig vorher mal kurz fragen würde, ob ich so etwas möchte?

Ja, wir haben…

… einen Notausgang auf der Sterkrader Fronleichnamskirmes. Sogar mehrere.

 

notausgang

 

Ich dachte zunächst an einen Gag. Aber die Notausgänge sind “echt”. Ich finde sie gut und sinnvoll. Auch wenn ich einfach mal behaupte, dass im Falle eines Falles niemand auf die Zeichen achten wird. Aber immerhin haben wir welche 🙂

Sterkrade, kurz nach 13 Uhr.

sterkrade

Gestern, Mittwoch, kurz nach 13 Uhr in Sterkrade. Der Wochenmarkt ist vorbei. Augenscheinlich (oder wenigstens gefühlt) alle Geschäfte haben Mittagspause oder schon geschlossen. Auf der Straße ist fast nix los. Tote Hose. Ein paar Cafés haben auf. Immerhin…

Darf ich kurz raten, was in zwei, drei Jahren in Sterkrade passieren wird? Siehe Innenstadt.

Tschüss Kaufhof und gute Nacht Marktstraße.

Der Kaufhof in der Oberhausener Innenstadt soll geschlossen werden.

Was einige schon lange befürchtet haben und viele BWL-Studenten an zwei bis drei Fingern abzählen konnten, wird nun bald Realität: der alteingesessene Kaufhof in der Innenstadt von Oberhausen wird geschlossen. Aus meiner Sicht ist damit auch das endgültige Aus der Marktstraße besiegelt.

Eigentlich habe ich auf Woolworth als ersten Abschusskandidaten getippt (vor einiger Zeit war dessen Schließung schon mal ein Thema). Nun hat es doch den Kaufhof getroffen. Absehbar war es schon lange. Ehrlich gesagt benutze ich den Kaufhof höchstens noch als Parkhaus. Es gibt einfach nichts, was ich dort kaufen wollen würde.

Und eigentlich kaufe ich schon lange nichts mehr auf der Marktstraße ein. Ein bisschen Krims-Krams, eventuell mal ein Buch und eine Flasche Wasser. Das war es im groben. Die Marktstraße ist für mich nur noch ein Schauplatz der witzlosen Kuriositäten. Die Gründe sind vielfältig. Die wichtigsten möchte ich noch einmal kurz anführen:

  • Parkplätze! Muss ich den Punkt erklären??? Bero, Mercator Center, Centro: Parkplätze im Überfluss kostenlos. Innenstadt: Parkplätze kosten Geld und/oder sind total überbelegt.
  • Öffnungszeiten! Jeder Kaufmann kann zwar selbst entscheiden, wann er sein Geschäft öffnen und schließen möchte. Aber auf eine gewisse Kernöffnungszeit (die man vielleicht bei anderen Einkaufszentren in der näheren Umgebung abguckt) könnte man sich doch mal einigen, oder?
  • Vielfalt! Auch bekannt als Branchenmix oder Kauferlebnis. Wer hatte schon mal in den letzten Jahren Spaß beim Shopping auf der Marktstraße? Ich nicht. Deswegen gehe ich lieber woanders shoppen oder kaufe online.
  • Konzentration! Ich möchte nicht kreuz und quer durch die Stadt rennen, um zwei, drei Dinge zu besorgen. (Falls ich die Dinge dann überhaupt bekomme und ich nicht wieder mal vor einem gerade geschlossenen Geschäft stehe.) Eine Konzentration der Geschäfte auf einen Kernbereich der Marktstraße ist zwar utopisch – die fehlende Konzentration ist zur Zeit trotzdem ein Mangel.

Der Kaufhof ist dabei noch so etwas wie ein (der?) Drehpunkt der Marktstraße. Wenn dieses Gebäude leersteht, ist die Marktstraße endgültig kalt und tot. Hoffentlich bleibt wenigstens das Parkhaus erhalten…

Bye bye Kaufhof! Tschüss Marktstraße! War schön mit euch…