Passwortvergesser

Die Manie der sicheren Passwörter zwingt mich dazu, komplizierte Buchstabenkombinationen zu nutzen, deren Sicherheitsgrad erst nach ungefähr 47 Zeichen in den grünen Bereich gerät.
Aber natürlich gehöre ich auch zu den Menschen, die ihre Passwörter ständig vergessen, weil man sich solche Kombinationen partout nicht merken kann.
So vergaß ich denn auch das Passwort zu einem Downloaddienst und wollte es reaktivieren (bzw. neu anfordern, „reaktivieren“ ist ja eine Sicherheitslücke.)
Gesagt, getan. E-Mail Adresse eingetippt und dann das lästige Captcha eingegeben.
Tja, war wohl nix. Ich hätte mir das alles mal durchlesen sollen. Unter dem Captcha stand nämlich „Auf diesem Bild sind 8 Zeichen zu erkennen.“
8 Zeichen??? 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7… Da sind nur 7 Zeichen!
Captcha neu angefordert. „Auf diesem Bild sind 8 Zeichen zu erkennen.“ Kurz durchgezählt, ich komme nur auf 7. Ist mein Bildschirm zu kurz?
Liebe Leute, sind das lateinische Buchstaben und Ziffern oder zählt kyrillisch nun auch dazu?
Dies ging dann eine Zeit erfolglos weiter, bis ich mich entschloss, das akustische Captcha zu benutzen. Eine Computerstimme (oder war das ein Mann mit Husten, Schnupfen, Heiserkeit und sonstigen Irritationen auf den Stimmbändern?) stammelte einzelne Ziffern aus dem Lautsprecher. Im Hintergrund war übertönendes Call-Center-Gerede zu hören.
Ziffern abgetippt und … nix! Falsch gehört. Nochmal. Nix. Falsch. Nochmal. Nix. Falsch. Nochmal. Zack! Jetzt ging es!!! E-Mail abgerufen, neues Passwort gesetzt (bis der Balken grün wurde). Bestätigt.
Ich hätte mir das Passwort besser merken sollen, denn als ich es kurz darauf eingeben wollte, hatte ich es schon wieder vergessen (oder falsch geschrieben?). Ehrlich… ich hatte keine Lust mehr.
Nach ein paar weiteren Versuchen konnte ich dann endlich das machen, was ich vor 15 Minuten begonnen hatte: einen Download starten, den man nur mit Einloggen starten konnte. Der Download erwies sich übrigens als so doof, dass ich ihn nach kurzem Ausprobieren wieder gelöscht habe.
Was lehrt uns das?
  1. Passwörter sollten nur aus einem Zeichen bestehen, am besten aus einer stinknormalen „1“.
  2. Ich bin nicht nur blind, sondern auch taub.
  3. Captchas können bald nicht mehr von Menschen entziffert werden, sondern am besten nur noch von Maschinen.

Nun denn,

der Uli.

„Rüde?“

Wenn man so mit einem Hund durch die Gegend läuft und andere Leute mit Hund kommen einem entgegen, schallt es des öfteren schon aus sicherer Entfernung zu: „RÜDE?!?“. Die rufende Person hält dann schon mal die Leine extra kurz und zieht den Liebling zu sich heran, bereit, ihn im nächsten Moment mittels Leinen-Aufrollautomatik an die schützende Brust zu ziehen und schreiend davon zu rennen. (Übrigens sind die rufenden Personen meist ältere Damen mit Pudel, aber das nur nebenbei.)
Die passende Antwort von mir wäre dann eigentlich „Ja, ein Rüde. Seien Sie vorsichtig mit Ihrem Liebling, ich kann nicht einschätzen, ob mein Hund mir gehorcht und artig an Ihrer Hündin vorbeigeht ohne in Exstase auszubrechen.“
Das sage ich aber nicht. Mögliche Antworten von mir, die dann in meinem Kopf herumschwirren, wären auch die folgenden.

  • „Rüde?“ – „Nein, mein Hund ist nicht rüde, er ist lieb, aber manchmal verbeißt er sich auch in den Nacken anderer Hunde.“
  • „Rüde?“ – „Nein, das längliche Ding unter seinem Bauch ist ein Wurmfortsatz.“
  • „Rüde?“ – „Nein, das ist ein Wollschwein ohne Ambitionen auf Bastardbildung. Gehen Sie ruhig und gesittet an mir vorbei.“
  • „Rüde?“ – „Ja und ziemlich spitz auf deine Töle! Wärst du das nicht auch, wenn du nichts anhättest?“
  • „Rüde?“ – „Ja oder glauben Sie, ich laufe mit einer Hündin herum und muss dann ständig fragen ‚Rüde?'“ (Mein Lieblingsgedanke!)
  • „Rüde?“ – „Nö, Weibchen. Und ich glaube, die ist lesbisch.“
  • „Rüde?“ – „Meinen Sie mich oder den Rüden zu meiner Seite?“
  • „Rüde?“ – „Ja, gääähn, … bin ich. Ich habe nicht viel geschlafen heute Nacht.“
  • „Rüde?“ – „Hündin?“ – „Ja.“ – „Gut, Haben Sie Bock auf Welpen?“
  • „Rüde?“ – etc.
Meist sage ich aber einfach nur „Ja.“ und zerre meinen Hund weiter. Ich habe keine Lust auf Diskussionen über das Für und Wider von Begattungen zwischen zwei Hunderassen oder Geschichten von früheren Orgien die nur noch mittels Wasserschlauch beendet werden konnten. Manchmal frage ich mich, ob mein Hund wirklich das tun möchte, was die Besitzer der Hündin sofort im Kopf haben oder ob er nicht einfach mal mit der Hündin ’nen Kaffee trinken gehen möchte. Und warum scheint es mir, dass mein Hund der einzige Rüde weit und breit ist???
Am besten, ich hänge meinem Rüden (ja, er ist ein Rüde!) ein großes Schild um den Hals: „Ich bin ein Rüde.“ Als kleinen Zusatz dann noch: „Es liegt in meiner Natur, dass ich Hündinnen beschnüffle und manchmal große Lust auf Fortpflanzung habe. Aber gehen Sie nicht davon aus, dass ich immer alles begatte, was mir über den Weg läuft. Ich bin wählerisch und manchmal habe ich auch Kopfschmerzen. Für eine Schutzgebühr von 20 Euro verbringe ich aber gerne mal eine Nacht mit Ihrer Hündin.“
Habe ich das Thema jetzt endlich mal geklärt?
Ja? … Danke!

So long,

der Uli.

Hin und her.

Vor oder zurück? Was denn nun? Ist das heute Nacht wieder die einfache Sache und ich muss bloß einmal den Taster an der Uhr drücken oder ist das wieder die Sache mit dem „ich drücke 23 mal den Taster um die Uhrzeit einzustellen und dann rutsche ich beim 23. Mal unglücklich ab und habe effektiv 25 mal gedrückt und muss das Ganze von vorne beginnen um dann festzustellen dass ich eigentlich nur die Weckzeit und nicht die Uhrzeit eingestellt habe“-Phänomen?
Meine Funkuhr (ich hoffe das ist eine) sagt mir, dass wir jetzt eine Stunde später als vorhin haben.
Ist jetzt eigentlich wieder Normalzeit? Braucht man jetzt eine Stunde länger (kürzer) , um in die USA zu fliegen? Und dauert der Jetlag jetzt kürzer (länger) an?
Sinken jetzt die Energiepreise durch die gesparte Energie? Oder steigen sie, weil jetzt eigentlich dunkler ist als gestern? Oder heller? Ist gerade später als gestern?
Ich finde das ganze Gelumpse mit den Uhren ziemlich Banane. Es wundert mich, dass der Einzelhandel die 9. Jahreszeit „Uhrumstellung“ noch nicht ins Repertoire aufgenommen hat (nach Sommerschlussverkauf, Winterschlussverkauf, Herbst-Vor-Winteranfangsverkauf, Frühlingserwachenverkauf, Weihnachts-/Oster-/Pfingst-/Muttertags-Verkauf etc.)
Eine Uhr muss ich nicht umstellen: die im Auto. Die läuft schon seit Ewigkeiten immer mit der gleichen Uhrzeit. So ungefähr weiß ich ja doch schon, welche Uhrzeit wir haben, mich interessieren also nur die Minuten. Und falls ich doch die Stunden brauche, muss ich herunterrechnen (oder hinauf???). Es würde mich komplett verwirren, wenn diese Uhr jetzt zu allen Jahreszeiten die richtige Zeit anzeigen würde.
Witzigerweise ist mir gerade aufgefallen, dass die Uhrzeit auf meinem Laptop nicht automatisch umgestellt wurde. Des Brezels Lösung: der läuft anscheinend schon die ganze Zeit mit einem falschen Monat!!! Wenn mich ein ganzer Monat nicht interessiert, was interessieren mich dann eigentlich 60 Minuten?
Ein Mann mit zwei Uhren ist übrigens nie glücklich: er weiß nicht, welche Uhrzeit die richtige ist.

Ich denke mal drüber nach, wenn ich Zeit habe…

der Uli.

Aufdatum

(Wie lautet eigentlich die Übersetzung von „Update“?)
Well, … meine kleine Homepage hat ein winziges Update erfahren. Nicht besonders spannend. Aber ich wollte wenigstens mal sagen, dass ich noch eifrig dabei bin (gähn.)
Daneben gibt es nun auch ein Oberhausener Anekdoten WiKi auf einer eigenen Seite. Wie immer, erwarte ich so ca. null bis noch weniger Resonanz darauf. Zur Zeit sieht die Seite auch recht baustellenlastig aus. Für mich persönlich ist das eigentlich nur ein Sammelbecken für die unzähligen kleinen Dinge, die ich im Laufe der Zeit immer mal wieder über Oberhausen erfahre. Schön ist auch, dass man an jedem Ort der Welt die Seite bearbeiten kann. Das ist prima, wenn ich mal wieder auf Hawaii überwintere…
Jedenfalls, erwarte nicht zu viel von der Seite. Es ist nur ein Testballon.
Und Ballons können bekanntlich schnell platzen 🙂

Meine Alte.

(Insider: Gerd wird sich nun kaputtlachen. Aber hey, meine Alte hat ein Zehntel gekostet. NEU!!!)

Jedenfalls. Zu Ostern gab es dann auch etwas für mich. Und zwar neue Akkus. Jawohl. Und ich habe mich sehr darüber gefreut. Es gibt nichts schlimmeres als Akkus, die im entscheidenden Moment den Geist aushauchen. Besonders, wenn man gerade in dieser Sekunde das Motiv seines Lebens (naja) vor sich hat und das Objektiv fährt mit einem leisen Surren ein, weil die Akkutanten denken, dass sie nun leer sind.
Diese Akkus sind nun das Teuerste an meiner Kamera. Die Kamera nennt sich Casio EX-Z10 und ist ein paar Jährchen alt. Was hat sie nicht schon alles mitgemacht!
Ihre erste Erfahrungen mit einem Fahrrad machte sie, als ich in hohem Bogen vom selbigen geflogen bin und das Gehäuse der Casio eine massive Delle bekam. Das war eigentlich keine Delle mehr, sondern eher eine Verbiegung des gesamten Gehäuses.
Als nächstes folgten dann mehrere Stürze aus unterschiedlichen Höhen.
Zwischenzeitlich hat der optische Sucher seinen Geist aufgegeben (ist wohl abgefallen irgendwann).
Die Minitasten auf der Rückseite lassen sich nur noch mit ein paar Atü drücken (wobei es eigentlich egal ist: ein SMD-Taster ist eh defekt, die anderen übernehmen die Funktion der anderen. Will sagen: man drückt z. B. „DISPLAY“ und anscheinend wird stattdessen z. B. intern der Knopf für „SELBSTAUSLÖSER“ gedrückt. Mit ein bisschen Übung und Glück hat man das System aber schnell raus.)
Durch das ständige Auf- und Zuschrauben fehlen nun ein paar Schrauben (diese Minidinger, die man gerade eben mit einer geplätteten Stecknadel schrauben kann.)
Einige (alle) Scharniere an den Abdeckklappen sind ausgeleiert/nicht mehr vorhanden/funktionslos/total defekt.
Vorne am Objektiv war mal ein dekorativer Metallring, der ist mir irgendwann im Kaisergarten in das Reh-Gehege gekullert. Der war aber auch nicht wichtig, anscheinend.
Letztens hat der Hund auf die Verschlusslamellen gesabbert. Seitdem sind die entweder geöffnet (mit Schütteln) oder geschlossen (mit Schieben). Hundesabber ist übrigens recht verteilfreudig. Ich habe natürlich mal wieder die Kamera aufgeschraubt (nun fehlt schon wieder eine Schraube) und das Innenleben gereinigt. Das Innenleben besteht aus winzigen Dingen, die winzige Ameisen mit winzigen Lötkolben zusammengebastelt haben. Egal, einmal mit dem Tuch drüber und gut ist. Fließströme? Nix da! Alles solides SMD.
Regen und Schnee machen der Kamera anscheinend eh nix aus. Ich weiß nicht, wie oft ich schon bei strömendem Regen draußen stand (ach?) und Fotos gemacht habe. Die Kamera ist also mehrmals gründlich gewaschen worden.
Das Display ist natürlich noch und nöcher verkratzt. Ich habe Schutzfolie appliziert. Seitdem kann man zwar weniger erkennen aber die Kratzer sind virtuell nicht mehr vorhanden.
Das Gute ist: ich kann das Teil überall mit hinnehmen und Fotos machen. Ich brauche keine Angst haben, dass sie kaputtgeht und ich 1000 Euro verzwiebelt habe. Sie hat ihren Soll mehr als einmal erfüllt.
Was ich eigentlich sagen wollte: ich liebe meine Alte. Auch mit Kratzern, Macken und Knöpfen, die nicht mehr so funktionieren wie sie sollten.
Jawoll!
(Aber so eine Neue wäre auch nicht schlecht… 😉

Es schneet!

Weiße Ostern! Als hätte ich es gewusst, dass die Klimakatastrophe weiterrollt… Aber, ne, wir hatten schon mal weiße Ostern. Ist nur schon etwas länger her.

Der Schnee, der gerade fällt, scheint echter Schnee zu sein, kein „Industrieschnee“. Jedenfalls knirscht er hübsch unter den Schuhen und Schneebälle lassen sich auch wunderbar daraus formen.

Hier ein paar Impressionen:





Na denn: frohes Schippen und Salzstreuen!

Papierkram

Jetzt sind meine Lieblingspapiercontainer doch tatsächlich abgebaut. Das ruft Probleme hervor, da wir zur Zeit noch keine Blaue Tonne haben (ist diese Reihenfolge nicht verkehrt?).
Nun muss ich wohl oder übel ein paar Kilometer fahren, um meinen Papierkram zu entsorgen.
Ich könnte auch einige Papiercontainer nutzen, die etwas näher sind. Da gibt es allerdings das nächste Problem: man kann die Straße, wo die Dinger stehen, eigentlich nur befahren, wenn man Anlieger ist. Hurra. Immer ich…
Am besten ist es wohl, ich sammel‘ den ganzen Schrott und mache ein Osterfeuer. Ach ne, auch verboten.
Wie auch immer, dann schon mal frohe Ostern und so!

Linux, die Nachwehen.

Da war ich doch so stolz, dass ich nach nur wenigen Stunden Linux installiert bekommen habe.
Dann habe ich festgestellt, dass meine Systemfestplatte unter Windows irgendwie geschrumpft ist. Von ehemals 80 GB wurden nur noch 50 GB im Explorer angezeigt. Wo waren die restlichen 30 GB? In der Datenträgerverwaltung schlummerten 30 GB Festplatte und waren weder aktivier- noch formatierbar. Auch eine Zuweisung in einen NTFS-Ordner funkte nicht. Die 30 GB lagen einfach brach…
Also die ganze Litanei noch einmal von vorne…
Unter Knoppix mit gparted und qtparted herumhantiert. Partition auf 30 GB verkleinert, Neustart, Partition wieder auf 80 GB vergrößert. Mit fixmbr neue Partitionstabelle erzeugt. Nix. Ausser, dass in der Datenträgervewaltung nun eine große 80 GB Partition angezeigt wurde, der Explorer aber immer noch darauf beharrte, dass die Partition inzwischen nur noch 30 GB groß ist.
Listigerweise mit Windows ME CD gebootet und uraltes fdisk ausprobiert. Geht gar nicht. War auch nur ein kranker Vorschlag.
Systemfestplatte gesichert (was davon noch übrig war). Letzten Ausweg genommen mit testdisk. Partitionen suchen lassen. Und dann der kribbelige Teil: mit testdisk neue Partitionstabelle händisch geschrieben. Ich habe schon einmal die WindowsXP CD bereitgelegt, da ich unter keinen Umständen damit rechnete, dass Windows noch läuft.
Aber Windows lief. Und die verschollenen 50 GB waren wieder da. Schnell in der Datenträgerverwaltung einen neue Partition eingerichtet, formatiert und alles in Butter.
Jetzt habe ich zwar aus einer großen Partition zwei kleinere gemacht, aber ich lass‘ es jetzt lieber so, wie es ist.
Wieder einmal 2 Stunden verdaddelt. Na toll. Na ja. Geht so. Unbefriedigend. Egal. Oder doch nicht? … Hm…

Rauchen ist ungesund.

Letztens stand ich im Baumarkt und bemerkte einen Rauchmelder für ein paar Euro. Ich überlegte, warum ich nicht eigentlich schon längst vorher auf die Idee gekommen war, so ein Teil zu kaufen. Die wenigsten Menschen sterben durch direkte Brandwirkung, sondern eher durch den Rauch und das auch meistens nachts, das dürfte ja inzwischen jedem bekannt sein.
3 Atemzüge „gehaltvollen“ Rauchs reichen, um dich wenigstens bewusstlos zu machen. Und dann ist eh alles zu spät. Wenn du schläfst, kannst du zwar ein wenig riechen, aber oft spielt dir dein Körper auch noch vor, dass du das alles nur träumst. 3 Atemzüge und das war’s dann.
Und verlass dich nicht auf deine Haustiere. Deine Katze wird nicht vor dir stehen und dich wecken, wenn es brennt. Im Gegenteil, sie sucht Zuflucht an einem ihr scheinbar sicheren Ort.
Wenn der Rauchmelder dann wirklich einmal „berechtigt“ losgeht, was ich niemals für dich hoffe, dann gibt es nur eins: lauf, Forrest, lauf! Rette nicht dein Geld oder andere „Wert“gegenstände. Einfach nur raus aus dem Gefahrenbereich und dann die Feuerwehr alarmieren. Die Jungs und Mädels wissen, was zu tun ist. Wecke deine Nachbarn. Sie werden dir danken. Gehe nicht zurück, auch wenn du meinst, du hast nun einen klaren Kopf und kannst noch etwas retten. Lass die Spirren brennen. Das meiste davon ist ersetzbar.
Ich erzähle das alles, weil ich mal ein traumatisierendes Erlebnis in der Kindheit hatte. Als ich dann da im Baumarkt stand und den Rauchmelder für kleines Geld sah, habe ich mich daran erinnert. Inzwischen haben wir für nicht einmal 25 Euro 5 Rauchmelder gekauft und in der Wohnung verteilt. Sicher ist sicher. Das sind übrigens keine Billigteile sondern geprüfte Geräte mit VdS Zeichen. An die Decke schrauben, regelmäßig testen und alle 2 Jahre die Batterie wechseln. Und es gibt doch tatsächlich Zeitgenossen, die meinen, dass Rauchmelder Geschäftemacherei seien und in Amerika, Australien, Skandinavien, England etc. (wo Rauchmelderpflicht herrscht) trotzdem nicht weniger Menschen bei Bränden umkommen.
Mag sein, dass man bezuglosen Statistiken trauen möchte (gab es nicht auch mal eine Statistik, die besagt, dass die Zahl der Verkehrstoten trotz Gurtpflicht angestiegen sei?)
Mag sein, dass einige Leute mit Rauchmeldern Geld verdienen (ach? worauf baut die Wirtschaft denn sonst auf? Eine phänomenal riesige und geldgierige Spanne ist bei 5 Euro aber nicht gerade drin.)
Mag sein, dass ich mit 5 Rauchmeldern etwas übertreibe (geht das überhaupt, wenn es um ein Leben geht?)
Ich investiere lieber ein paar Euro, bevor ich nachts wach werde und eine weiße, lichtdurchflutete Gestalt mit goldenen Flügeln vor mir steht, den Kopf schüttelt und murmelt: „Verdammt, zu spät…“

Haselnussschnitten und Rote Hüte

Da habe ich nun mal einen neuen Rechner bekommen. Fix Windows installiert und alles ist gut. Dummerweise fiel mir dann diese CD einer Computerzeitschrift in die Hände mit der Aufschrift „Testen Sie Linux!“…
Auch wenn ich schon mehrmals elend auf die Fresse gefallen bin mit „sicheren Linux Installationen“ und Live-CDs, die „Ihren Rechner nicht beeinträchtigen“, probierte ich es erneut. Natürlich kam alles ganz anders.
Um es kurz zu machen: ich habe wertvolle Stunden meines ach so kurzen Lebens mit diesem „sicheren und schnellem“ System verbracht. Das Ende vom Lied war eine Neuinstallation mit Windows.
Aber ich wollte mich nicht unterkriegen lassen. Noch eine Festplatte eingebaut, meine funktionierende Windowsplatte abgehängt und nach wenigen Stunden läuft nun der Rote Hut parallel.
An dieser Stelle möchte ich dem Erfinder von Knoppix danken, der mir wahrscheinlich noch ein paar weitere Stunden „auf den Monitor starren, warten, fluchen und Gegenstände an die Wand schmeißen wollen“ erspart hat.
Das Ende vom Lied: nach dem ersten Paketupdate läuft nun wieder gar nix mehr (X-Server findet meinen Monitor irgendwie doof. Und auch an der Grafikkarte hat er zu meckern.) Die wenigen Minuten, die mir vergönnt waren, mit Linux zu arbeiten, waren auch nicht flüssiger oder gar schneller als das Arbeiten mit Windows. Außerdem weiß ich auch nicht so recht, was ich mit Linux eigentlich anstellen soll. Der Drucker läuft natürlich nicht und manuelles Einbinden von irgendwelchen Treibern erspare ich mir einfach. Meine Entwicklungsumgebung hat kein Pendant unter Linux. Mein Audiosequenzer setzt auf latenzfreie Wiedergabe und nicht auf „Synthesizertaste drücken und horchen, wann ‚was kommt“.
Natürlich möchte ich auch ein gutes Haar an Linux lassen. Es ist kostenlos, man kann viele kleine Dinge einfach nachladen (wenn’s funktioniert), sicherer ist es wahrscheinlich auch. Für einige Gebiete eignet sich Linux besser als herkömmliche Betriebssysteme. Aber nicht für mich. Ich bin ein Fan des Mainstreams.
Immerhin, ich habe es geschafft, Linux zu installieren. Das ist doch auch schon einmal etwas. Nur: es hat sich irgendwie nicht gelohnt. Vielleicht bin ich auch zu blöde dafür.

Es grüßt

der Uli.

PS: ich möchte jetzt keine Kommentarlawine lostreten mit „Pro & Contra“ bezüglich eines speziellen Betriebssystems. Ich wollte nur mal kurz Frust abbauen. Danke 🙂