Alles neu… Denkste!

Tja, da habe ich meinen Mund mal wieder zu voll genommen!
Monatelang habe ich ein Update meiner Homepage versprochen. Und was ist jetzt dabei herausgekommen? Nix. Nun ja, wenigstens ist die alte Seite wieder online.
Einige Leute haben mir immer wieder geschrieben, ich soll doch bitte wieder meine Seite reaktivieren. Da ich natürlich wieder etwas schönes (hoho!) ins Netz stellen wollte, habe ich mich mit einigen (allen verfügbaren?) Autorensystemen herumgeschlagen und alles ausprobiert. Aber ich werde alt. So neumodische Dinge sind nichts mehr für mich. Ich bin kläglich gescheitert. Keins von den Systemen wollte so, wie ich es gerne hätte. Also bleibe ich bei den Dingen, die ich beherrsche und mache das jetzt auf die alte Art. Per aspera ad astra oder so…
Ich verspreche nichts mehr, was ich halten kann. Versprochen 🙂

Warum ich meine Spiegelreflexkamera hasse.

Ok, „hassen“ ist vielleicht etwas hart ausgedrückt. Aber ich liebe sie auch nicht gerade. Ich erkläre nun, warum.
Ich war immer ein Gegner von DSLRs. Aber da man anscheinend in der heutigen Digitalfotografiewelt ohne DSLR keine guten Fotos mehr machen kann (so steht es in vielen Fachzeitschriften, ehrlich!), musste ich notgedrungen den Schritt hin zur DSLR machen, damit der Foto-Zug für mich nicht ganz abgefahren wäre. Gesagt, getan und nun bin ich unglücklicher Besitzer einer komplett ausgerüsteten DSLR, die ein Heidengeld gekostet hat. (Ich wollte es eigentlich nicht tun, denn ich weiß ja, dass auch die kleinen Dinge manchmal so unendlich wertvoll sein können, wenn man sie nur richtig zu schätzen weiß. Aber das ist ein anderes Thema.)
Jedenfalls schleppe ich jetzt einen Fuhrpark an Technik mit mir herum, wenn ich mal ein paar Fotos machen möchte. Objektive wechseln kann ganz schön nervig sein, besonders wenn man auf Schnappschüsse aus ist. Von dem regelmäßigen Dreck auf dem Sensor mal ganz zu schweigen. Gewiss sieht man mit einem riesigen Objektiv total profimäßig aus (hoppla, eigentlich meinte ich „proletenmäßig“), und die Fokussier- und Auslösezeiten sind bei einer DSLR natürlich traumhauft. Natürlich finde ich es gut, wenn die DSLR so herrliche mechanische Geräusche macht (wie bei einem echten Fotoreporter). Klar sind so viele, viele Megapixel auch ein total entscheidendes Kriterium für die Originalität eines Bildes (gähn!). Etc. Etc. Etc.
Und jetzt mal unter uns: eine DSLR ist nichts für mich. Die Bilder sind keinen Deut besser geworden (sieht man mal von Spielereien mit Tiefenschärfe ab). Die Motive sind wichtiger als der bunte Name der Marke auf dem breiten Kameratragegurt. Mehr Megapixel bedeutet höherer Aufwand bei Bearbeitung und Archivierung. Ein Objektiv, das mein gewünschtes Sichtspektrum abdeckt, kostet mehr als das Doppelte des Kamerabodys. Schnappschüsse (und am besten noch unauffällige) sind beinahe unmöglich geworden. Das alles kostet dann so viel wie ein gebrauchter Kleinwagen. Eine wahre Schande.
Sämtliche Kompaktkameras, die ich bisher hatte (recht viele von verschiedenen Herstellern), haben mindestens genau so gute Bilder gemacht. Oder nein, ich muss mich korrigieren: wenn die Bilder so weit bearbeitet sind, dass sie ausgegeben werden können (meist auf irgendeiner Homepage, die eh niemand beachtet), sieht man ihnen beinahe nicht mehr an, ob sie mit einer lausigen Kamera von 1999 gemacht wurden oder mit meinem Protz-Highend-Modell.
Das wollte ich einfach mal loswerden.
PS: wenn ich mit der DSLR Fotos machen gehe, gebe ich meiner Freundin meist noch meine Minikamera mit (Frauenmodell mit extra fluffigen Spaßfunktionen). Ich bin immer wieder erstaunt, dass das gleiche Motiv von beiden Kameras beinahe gleich gut abgelichtet wird. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich einfach nur ein schlechter, schlechter Fotograf bin? 🙂